Abschied vom Collini-Center

Anlässlich der Abschiedsveranstaltung vom 09.11.2019 schilderte unser Voristzender Ernst Gramberg in einer kurzweiligen Rede die die Geschichte von Cinema Quadrat im Collini-Center.

28.10.2019

Cinema Quadrat ausgezeichnet

Zweiter Platz bei den Kinopreisen des Kinematheksverbundes - zum vierten Mal in Folge ausgezeichnet

 

Zum vierten Mal in Folge ist das Mannheimer Kommunale Kino Cinema Quadrat Preisträger bei den Kinopreisen des Kinematheksverbundes für das Spieljahr 2018: Es erhält einen zweiten Preis in der Kategorie "Kino, das wagt". "Seit 33 Jahren findet dort u. a. das Mannheimer Filmsymposium statt, seit 20 Jahren beschäftigt man sich dort mit dem psychoanalytischen Blick auf Filme, und seit zwölf Jahren gibt es dort das 'Grindhouse Double Feature'", so begründet die Jury die Auszeichnung, "die Jury gratuliert diesem Kino für sein außergewöhnliches Durchhaltevermögen hinsichtlich der Programmarbeit trotz erschwerter Bedingungen und wünscht für den Umzug in den 3. Stock des K1 Karrées alles Gute!"

Mit Preisen in vier Kategorien würdigen die Kinopreise des Kinematheksverbundes die Arbeit von Kommunalen Kinos und filmkulturellen Initiativen in ihrem Engagement bei der Weiterentwicklung des Kinos als Ort der Vielfalt, als kultureller Treffpunkt und als Kulturgut.

Alle ausgezeichneten Kinos stünden für die Diversität im Film, so die Jury: "Ihre Programme sind international und präsentieren Werke der gesamten Filmgeschichte. Die Menschen hinter den Kinos sind 'Überzeugungstäter*innen', die die Lust verbindet, neben Klassikern immer wieder auch unbekannte Filmperlen auszugraben." Filmvermittlung werde dabei groß geschrieben: Durch Filmgespräche, Filmreihen, Festivals oder performative Events erhalte das Publikum die Möglichkeit, die Filme in einem breiteren Kontext zu rezipieren.
"Dass trotz der zeit- und arbeitsaufwändigen Vorbereitungen für den Umzug das Kinoprogramm von Cinema Quadrat so gut ist, dass es zum vierten Mal in Folge ausgezeichnet wurde, freut uns ganz besonders", erklärt Ernst Gramberg, Erster Vorsitzender von Cinema Quadrat e.V.

Der Preis für das Cinema Quadrat ist mit 1.000 Euro dotiert und wurde am Freitag, 25. Oktober, in Berlin vergeben

23.09.2019

Viele Provisorien bis zur Dauerlösung

In einem zweiten Artikel berichtete der Mannheimer Morgen am 05.09.2019 über die bisherigen Standorte von Cinema Quadraz.

 

Von Christian Schall

Die Geschichte des Cinema Quadrat beginnt vor 48 Jahren: Nach einer Gründungsversammlung im September laufen am 13. Oktober 1971 die ersten Filme über die Leinwand des Royal-Kinos am Hauptbahnhof. Man will eine Alternative bieten zu der damaligen Kinolandschaft, die „zu weiten Teilen seichteste Unterhaltung und Sexfilmchen à la Schulmädchenreport im Angebot hatte“.

Hinter Cinema Quadrat steht, wie bei vielen kommunalen Kinos, ein Verein. „Wir haben derzeit rund 450 Mitglieder“, berichtet Kinoleiter Peter Bär. Sie zahlen einen Jahresbeitrag von 25 Euro und erhalten unter anderem drei Euro Vergünstigung beim Kinoeintritt. Welche Filme gezeigt werden, legt der Programmausschuss fest, ein Gremium von derzeit 15 bis 20 Mitgliedern. Das Kino zeigt aktuelle Filme mit vielfältigen gesellschaftspolitischen Aspekten, die jedoch nicht das ganz große Publikum anziehen.

Seit 1990 im Collini-Center

Die fast 50-jährige Historie ist von vielen Provisorien geprägt: 1974 zieht das Kino ins Werkhaus des Nationaltheaters um, ist dort aber sehr eingeschränkt, um den Theaterbetrieb nicht zu stören. Anfang 1982 gibt es eine eigene Spielstätte im Kubus in L 7, was einen regelmäßigen Spielbetrieb ermöglicht. Anfang 1990 geht es ins Collini-Center, wo ein komplett neues Kino mit verbesserter Technik entsteht.

Doch mit der Zeit wird dort vieles marode, das Kino kämpft mit Wasserschäden. 2013 muss man sich wieder Gedanken über einen neuen Standort machen, erst recht, weil auch die Stadt ihre Büros dort aufgeben will. „Wir wollten nicht die Letzten sein, die ausziehen“, sagt Bär. Kesselhaus im Herschelbad, ein Gebäude auf Turley, der Lokschuppen im Glücksteinquartier, gar ein Neubau gemeinsam mit dem Institut für Deutsche Sprache – Ideen gibt es viele. Letztlich scheitern sie an der Lage, der Größe oder an den Kosten.

Anfang 2017 beginnen die Gespräche über den künftigen Standort. Bär spricht von einem „glücklichen Umstand“, was die Vorstellung des Investors Ömer Nohut über die Nutzung, aber auch die Lage und die „ideale“ Raumhöhe von 5,80 Meter angeht. Auch das Mietverhältnis ist langfristig angelegt: 15 Jahre läuft der Vertrag mit Optionen auf Verlängerung. „Die nächsten 30 Jahre sind gesichert“, sagt Bär erleichtert.

Etwas mehr als 400000 Euro kostet das neue Kino, davon zahlt die Stadt 250000, das Land 125000 Euro, den Rest finanziert das Kino über Spenden. Das Filmtheater genießt ein hohes Ansehen in der Kommunalpolitik: Wie Bär betont, haben Hauptausschuss und Gemeinderat die Zuschüsse ohne Gegenstimme bewilligt. Und obwohl die Miete höher ist als zuvor: Die Eintrittspreise sollen stabil bleiben.

23.09.2019

„Das bequemste Kino der Stadt“

Am 05.09.2019 berichtete der Mannheimer Morgen über den künftigen Standort von Cinema Quadrat in K1, 2.

 

Von  Christian Schalll

Ein blanker Betonfußboden, Rohre der Sprinkleranlage und Kabel, die von der Decke hängen, sowie verputzte Trockenbauwände, die mit Notizen der Handwerker verziert sind: Die künftige Fläche des kommunalen Kinos Cinema Quadrat im dritten Stock des Karree Mannheim ist noch eine große Baustelle. Ein Teil des Centers in K 1 wird Ende nächster Woche öffnen, das Kino will Ende November nachziehen.

„Man sieht hier, warum wir nicht zum 13. September eröffnen“, sagt Kinoleiter Peter Bär, als er mit einer kleinen Gruppe Journalis ten und Fotografen dort oben ankommt. Über steile Treppen führte der Weg hinauf. Die Besucher werden es bequemer haben: Am Eingang direkt an der Haltestelle „Abendakademie“ stehen ihnen zwei Aufzüge zur Verfügung. „Die Gäste kommen barrierefrei und ohne Hindernisse bis in den Kinosaal“, kündigt Bär an. Dort sind vier Plätze für Rollstühle vorgesehen, auch eine rollstuhlgerechte Toilette ist, anders als am jetzigen Kinostandort im Collini-Center, ist vorhanden. „Es wird inzwischen gefordert, dass kommunale Kinos barrierefrei und für alle da sind“, ergänzt Sprecher Harald Mühlbeyer.

Im Foyer, wo sich künftig die Kasse und eine Getränketheke befinden, bekommen die Besucher einen Eindruck davon, wie viel Technik unter der fast sechs Meter hohen Decke verbaut worden ist. Der Blick auf Beleuchtung, Lüftung und Sprinkleranlage bleibt frei. Noch mehr Details und Herausforderungen des Umbaus, die den Besuchern verborgen bleiben, erläutert Bär in einem Lagerraum hinter dem Filmsaal. Dort befindet sich eine tragende Säule, die wichtig für die Statik des Gebäudes ist, aber eigentlich im Weg steht.

Technische Herausforderungen

Doch weil sie nicht entfernt werden kann, wurde der Kinosaal so gebaut, dass die Säule außerhalb liegt. „Wir hätten hier einen Akustiksprung und möglicherweise einen Geräuschtransport in den Saal“, erklärt der Kinochef. Er will unbedingt vermeiden, dass etwa Vibrationen aus dem darunter liegenden Fitnessstudio den Filmgenuss stören.

Eine weitere Schwierigkeit sei die Koordination der verschiedenen Arbeiten gewesen. Da ist einerseits der Generalunternehmer, der das frühere Mömax-Möbelhaus entkernt und umgebaut hat, andererseits der Mieter Cinema Quadrat, der innerhalb seiner 514 Quadratmeter Mietfläche ein Kino errichtet. Weil dafür andere Anforderungen an die Lüftung und die Elektrik gelten, wurde beides vom restlichen Gebäude entkoppelt. Für die spezielle Kinotechnik, die eine Fachfirma aus der Nähe von Chemnitz ausführt, seien eigens zwei Elektriker engagiert worden. „Wir hatten dann insgesamt fünf Elektriker, die koordiniert werden mussten“, berichtet Bär. Immerhin habe der Investor die Kosten für die Installationen übernommen.

In der Herzkammer, der Vorführkabine, baumeln noch Kabel in verschiedenen Farben. Dort ist Platz für drei Projektoren, einen digitalen Beamer in der Mitte und ein 35-Millimeter-Gerät für Analogfilme. Sie kommen erst kurz vor der Eröffnung aus dem Collini-Center. Außerdem wäre laut Bär noch Raum für einen 16-Millimeter-Projektor.

Leinwand wird doppelt so groß

Der rund 200 Quadratmeter große Kinosaal indes ist fast fertig – und auf dem neuesten Stand der Technik. Beim Betreten steigt der Geruch eines neuen Teppichbodens in die Nase. Es klingt dumpf – ein Beleg dafür, dass der Raum akustisch isoliert ist und keine Geräusche von außen hinein dringen. Die Tribüne ist weitgehend fertig, ihre offenen Stufen werden noch so verkleidet, dass die Unterkonstruktion unsichtbar wird.

Bär verspricht das „bequemste und, was die Sicht angeht, beste Kino in der Stadt“. Jede Sitzreihe habe eine eigene Stufe, ihre Tiefe biete viel Beinfreiheit. „Wir haben breite Sessel ausgewählt mit jeweils zwei Armlehnen.“ Sie sind mit Stoff bezogen und aus einem Grund gut sauberzuhalten: „Bei uns gibt es kein Popcorn und keine Nachos“, scherzt er. 112 Sitzplätze hat der Saal, 20 mehr als bisher. „Wir hätten auch 130 unterbringen können, so bieten wir aber mehr Komfort.“ Hinzu kommen die vier Rollstuhlplätze.

Die Möbel sollen Ende des Monats geliefert werden, ebenso die Leinwand. Sie wird mit 30 Quadratmetern doppelt so groß wie zuvor. Die Beleuchtung bietet verschiedene Farbtöne und Helligkeitsstufen. Im vorderen Teil des Saals gibt es eine Bühne für Diskussionsrunden und Werkstattgespräche. Den Klang –Surround statt wie bisher Stereo – besorgen 22 Boxen an den Seiten und der Rückwand. Der zentrale Lautsprecher ist hinter der Leinwand versteckt. Im nächsten Sommer will das Cinema Quadrat zusätzlich die Dachterrasse für Veranstaltungen nutzen. Dort ist schon alles fertig gefliest, nur Möbel und Pflanzen fehlen noch.

[Kasten:] Abschied und Neuanfang
• Die letzte Vorstellung im alten Kino ist am Samstag, 9. November, mit dem Film „Night on Earth“ von Jim Jarmusch. Bei einer Auktion können die Besucher Plakate, VHS-Kassetten, DVDs und Kinosessel ersteigern.
• Das neue Cinema Quadrat in K1,2 eröffnet am Samstag, 30. November. Vormittags gibt es eine Matinée für Vereinsmitglieder, abends ist das Kino bei freiem Eintritt und Live-Musik für alle geöffnet. Sondervorführungen bis 8. Dezember zeigen die Vielfältigkeit des Kinos. cs

23.09.2019

Das Kino mit der „besten Sicht“ in Mannheim

Am 05.09.2019 berichtete die Rheinpfalz über den neuen Standort von Cinema Quadrat in K1, 2.

 

Schluss mit den Absperrgittern und der Regenrinne vorm Projektor: Cinema Quadrat will nicht der Letzte sein, der im abrissbedrohten Collini-Center das Licht ausschaltet. Das kommunale Kino hat sich ein schickes neues Domizil gesucht. Im K1-Karree kann man das gedämpfte Ambiente bereits spüren, wie ein Besuch auf der Baustelle zeigt. Ein Lichtspieltheater in einemGeschäftshaus einzurichten, ist jedoch eine knifflige Sache.

Auto, wahrscheinlich ist es der schwarze Teppich, der im funkelnagelneuen Saal schon verlegt ist. Auch wenn zwei Stockwerke tiefer noch die Hilti hämmert und ganz unten im künftigen Drogeriemarkt gerade die Wände verputzt werden, taucht man hier bereits ins gedämpfte dunkle Ambiente einesKinos. Von Sesseln ist noch keine Spur, aber die zügig ansteigende Tribüne verheißt Vielversprechendes: „Wir werden hier das bequemste und – was die Sicht angeht – beste Kino in Mannheim haben“, sagt Peter Bär, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende, der sich in einem Dreierteam um die Einrichtung des Kinos im neuen K1-Karree kümmert.

Von jedem Sitz aus soll man den unteren Rand der Leinwand erkennen können, ohne dass der Schopf des Vordermanns stört und dieUntertitel verdeckt – was wichtig ist, weil im vielfältigen Programm des kommunalen Kinos Filmklassiker und internationale Originalfilme ohne Synchronisation gezeigt werden. Deshalb steht jede Sitzreihe auf einer 30 Zentimeter hohen Stufe, und es wurde auf Komfort und Beinfreiheit Wert gelegt. Die alten Kinosessel haben ausgedient, undwerden bei der Finissage am 9. November versteigert. Bei den neuen breiten Stoffsesseln wird jeder eigene Armlehnen haben, sodass die Zuschauer nicht um den Platz konkurrieren müssen. Dafür haben die Planer sogar auf Masse verzichtet: Statt 130 Sitze werden 116 installiert, also immer noch mehr als die bisherigen 99 imCollini-Center.

Auch die Größe der Leinwand verdoppelt sich auf 30 Quadratmeter – in der Hinsicht kann und will das kommunale Kino die Cinema-Center nicht übertrumpfen. Aber das breite Format soll doch Zuschauer dazu verlocken, einen Filmklassiker hier als „großes Kino“ zu genießen statt es im Internet herunterzuladen. Ein Stahgerüst verbirgt sich schon im Hintergrund, aber die Leinwand selbst muss noch von einem Kinotechniker verspannt werden. Daneben stapeln sich die Kisten der 22 Lautsprecher, denn man rüstet beim Ton von Stereo auf Dolby Surround auf.

Links und rechts können jeweils zwei Rollstühle positioniert werden, denn der gesamte Zugang zum Kino wird barrierefrei gestaltet. Klingt so einfach, ist aber knifflig im Detail, denn das Einrichten eines Kinos ist doch etwas Besonderes. Bei der Baustellenbesichtigung stolpert man sogar darüber: Noch gibt es kleine Schwellen zwischen Kino und Foyer, wo an einer Bar Getränke ausgeschenktwerden. „Weil wir im Saal einen besonderen Akustik-Estrich brauchen, der besser isoliert, entsteht eine kleine Stufe, die wir mit einer Rampe überbrücken werden“, erklärt Bär. Der Investor, der das ehemalige Kaufhof-Gebäude gekauft hat, übergibt die Räume an die Mieter im Stile eines Bürohauses. Das heißt, er kümmert sich nur darum, dass die Decken noch abgehängt werden, Fußboden verlegt, Toiletten installiert, Heizung und Lüftung funktionieren. Auf den 514 Quadratmetern aber ein Kino einzurichten, ist doch etwas Besonderes.

Die Lüftung muss so stark sein, dass sie auch bei einem Symposium mit 100 Leuten, die einen ganzen Tag lang in einem Saal Vorträge hören und Filmausschnitte sehen, für frische Luft sorgt. Und dann ist da noch das Problemmit der tragenden Säule, die als Schallbrücke Geräusche von der Straße oder vom Fitness-Studio unten drunter hereinleiten könnte. Darauf hat die Deutsche Theaterbau GmbH in Chemnitz, eine Firma, die auf das Ausstatten von Kinos spezialisiert ist, hingewiesen. Die Verantwortlichen haben sich von diesen Fachleuten bei der Planung der Räume beraten lassen und die Säule ans Büro statt ans Kino grenzen lassen. Den toten Gang, der dadurch entsteht, nehmen sie in Kauf. Die Dämmung hat eben oberste Priorität. „Wir wollen nicht, dass mitten im Wüstenfilm die Straßenbahn klingelt oder der Regen aufs Dach prasselt“, sagt Bär. Der Anwalt hat beim Planen und Überwachen des Umbaus einige unruhige Nächte verbracht, denn das Cinema Quadrat muss sorgsam mit dem Budget umgehen und den Geldgebern eine ordentliche Kalkulation vorweisen. Die geplanten 400.000 Euro an Kosten konnten nicht exakt eingehalten werden, genauer will Bär es jetzt nicht sagen. Davon übernimmt die Stadt 250.000 Euro, und die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg ein Drittel.

Das Programm wollen sie nicht verändern. „Es reicht, dass wir das Publikum umziehen“, sagt Peter Bär. Und Pressesprecher Harald Mühlbeyer macht sich keine Sorgen, dass sie jemanden dabei verlieren würden. Im Gegenteil. „Wer wie jetzt im Collini-Center unterm Gerüst und hinterm Bauzaun durchschlüpft, kommt auch hierher.“ Es wird den Zuschauern an dem schicken und lichtdurchfluteten Standort leicht gemacht. Die Straßenbahn hält direkt davor, und zum Parken kann die Tiefgarage oder der MVV-Parkplatz genutzt werden. Auf Laufkundschaft ist das Kino zwar gar nicht angewiesen, aber vielleicht wird der ein oder andere Fitness-Sportler durch die Vitrine am Eingang doch aufs Programm neugierig.

[Kasten: ] Warum das Cinema Quadrat umzieht
Das marode Collini-Center, wo das Cinema Quadrat seit 1990 eine Heimat hatte, ist mit Auffangnetzen verhängt. Wassereinbrüche gefährden die Projektoren. Seit Jahren sucht das kommunale Kino deshalb nach einer Alternative. Doch entweder waren die Immobilien nicht zentral genug oder nicht verfügbar, sagt Peter Bär vom Vereinsvorstand. Im K1-Karree in der Breiten Straße, das von der K 1 Immobilien GmbH umgebaut wird, verfügt das Kino endlich über eine Höhe von 5,80 Metern. In dem ehemaligen Kaufhaus-Gebäude ziehen Aldi, McFit, Rossmann und die Trendfabrik ein. |jel

16.08.2019

Cinema Quadrat wird Ende November 2019 seine neue Spielstätte in K1, 2 eröffnen

Am Samstag, 30. November, wird im neuen Kino im Karree Mannheim der erste Film für die Öffentlichkeit vorgeführt.

 

Schon am Vorabend wird Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz das neue Cinema Quadrat feierlich vor geladenen Gästen eröffnen.
Am Samstag, 30. November, wird das neue Kino der Öffentlichkeit vorgestellt:
In einer vormittäglichen Matinee erhalten die Mitglieder von Cinema Quadrat e.V. die Möglichkeit, bei einem Bericht über die Bauaktivitäten und mit Kurzfilmen die Räumlichkeiten zu erkunden. Am Samstagabend ist das neue Kino dann für alle Neugierigen – bei freiem Eintritt – geöffnet. Mit einem besonderen Eröffnungsprogramm wird die Eröffnung eines neuen Kinos in den Mannheimer Quadraten gefeiert.

Von Sonntag, 1. Dezember, bis Sonntag, 8. Dezember, wird ein Programm mit Sondervorführungen die Vielfältigkeit des Kinoprogrammes von Cinema Quadrat präsentieren.

Das neu gebaute Kino im dritten Obergeschoss des Karree Mannheim in K1 wird mehr Sitzplätze bieten, die in abgestuften Reihe angeordnet sind. Der barrierefreie erreichbare Kinosaal verfügt über mehrere Rollstuhlplätze und über Zugang zu einer rollstuhlgerechten Toilette. Eine doppelt so große Leinwand wie bisher und ein Surround-Tonsystem werden das Kinoerlebnis im Cinema Quadrat nochmals verbessern. Cinema Quadrat kann Filme aller Formate von analogem 16mm- und 35mm-Material bis zu hochauflösendem 4K- und 3D-Digitalformaten abspielen.

Die letzte Vorstellung des Cinema Quadrat im Collini-Center findet am Samstag, 9. November, statt. An diesem Abend zeigen wir als Abschluss den Film „Night on Earth“ von Jim Jarmusch. Im Anschluss hat das Abschiedspublikum Gelegenheit, in einer Versteigerung Plakate, VHS-Kassetten, DVDs oder Kinosessel zu erstehen.

Das Cinema Quadrat ist seit 1990 im Collini-Center ansässig. Seit 2013 zeigt sich aber mehr und mehr die Sanierungsbedürftigkeit des in den 1970er Jahren errichteten Gebäudes: Zum Schutz vor herabfallenden Betonteilen ist die Fassade eingerüstet. Immer wieder ist das Cinema Quadrat auch von Wasserschäden aus maroden Leitungen betroffen.

„Für lange Zeit war das Collini-Center die Heimat des Cinema Quadrat“, meint Cinema Quadrat-Geschäftsführerin Sabine Fischer, „doch jetzt freuen wir uns auf den neuen Standort in den Quadraten von Mannheims Innenstadt!“

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