Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr geht der “cinéclub” in die nächste Runde. Auch diese Saison präsentieren wir Ihnen ausgewählte französische Filme im Original mit deutschen Untertiteln. Deutsche und französische Referenten führen vorher in den Film ein. Feiern Sie mit uns französische Filmkultur auf der Leinwand. Freuen Sie sich auf eine bunte Filmauswahl – von beschwingten Komödien, über nachdenkliche Dokumentarfilme, bis hin zu Klassikern des französischen Kinos.

Suite au succès de sa première édition le « ciné-club » fête sa deuxième saison. Assistez à notre sélection cinématographique en version originale avec des sous-titres allemands. Des conférenciers français et allemands livreront une introduction au film. Célébrons ensemble la culture du 7e art français sur grand écran. (Re)découvrez notre riche bouquet de films – de la comédie pétillante au documentaire poignant jusqu’au classique envoutant m

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Maman und ich

Maman und ich

( Les garçons et Gullaume, à table!)
FRA 2013. R: Guillaume Gallienne. D: Guillaume Gallienne, André Marcon, Françoise Fabian, Nanou Garcia, Diane Kruger. 87 Min. OmdtU. FSK: 12

"Jungs und Guillaume, zu Tisch!“ Schon als kleine Kinder wurden Guillaume und seine beiden Brüder von ihren Eltern nicht gleichwertig behandelt. Denn nach zwei Söhnen wünscht sich Guillaumes Mutter nichts sehnlicher als ein Mädchen. Also schlüpft Guillaume, der sich weder für Sport noch für andere sogenannte "Jungssachen" interessiert, in die Rolle der erträumten Tochter. Als heranwachsender Mann jedoch, der nicht weiß, wer und was er eigentlich ist und sein will, begibt sich Guillaume auf eine sexuelle und persönliche Identitätssuche.

Der autobiographische Film beruht auf Galliennes eigenen Lebenserfahrungen – mit dem Trick, dass er sowohl sich selbst als auch seine temperamentvolle Mutter spielt. Die Identifikation des Mamasöhnchens wird damit auf die Spitze getrieben in dieser höchst vergnüglichen Travestie, die mit größtem Einfallsreichtum und mit größtem Einfühlungsvermögen punktet: Ein enormer Publikumshit in Frankreich, der mit fünf Césars ausgezeichnet wurde. Einführung: Dr. Caroline Mary-Franssen

Do. 22.03.2018, 19:30 Uhr

Die wiolde Zeit - Après mai

Die wilde Zeit

(Après mai)
FRA 2012. R: Olivier Assayas. DA: Clément Métayer, Lola Créton, Felix Armand, Carole Combes. 122 Min. OmdtU. FSK: 12

Gilles, 17jähriger Schüler, lebt in einer wilden Zeit: Der Zeit nach dem Mai ’68. Für den wirklichen Protest damals waren er und seine Freunde zu jung – doch auch drei Jahre später spüren sie den revolutionären Impuls, der in den End-Sechziger Jahren durch Frankreich drängte. Zwischen Politik und Rebellion, Liebe und Jugend, Kunst und Popkultur treibt Gilles durch die kreative Aufbruchstimmung der Zeit, wird von ihr mitgerissen. Er entdeckt die Liebe, sein Interesse für Malerei und Film - und weiß gleichzeitig, dass er zwischen seinen Freunden, seinen politischen Überzeugungen und seinen ganz persönlichen Träumen einen eigenen Weg finden muss.

Beeinflusst von seinen eigenen Jugenderinnerungen zeichnet Olivier Assayas (CARLOS – DER SCHAKAL) das Bild einer Jugend in den frühen 1970er Jahren: Nicht als Retro-Nostalgie, sondern als aufrichtiges Porträt einer Epoche der kurzen, flammenden Jugendzeit.

Einführung:

Do. 26.04.2018, 19:30 Uhr

Lieber Leben

Lieber Leben

(Patients)
FRA 2017. R: Grand Corps Malade, Mehdi Idir. D: Pablo Pauly, Soufiane Guerrab, Moussa Mansaly, Nailia Harzoune, Anne Benoît. 112 Min. OmdtU. FSK: 6

Der ebenso junge wie schlagfertige wie sportliche Benjamin kommt nach einem schweren Unfall, bei dem er sich einen Halswirbel gebrochen hat, in ein Reha-Zentrum. Benjamin wird wohl für den Rest seines Lebens im Rollstuhl sitzen. Ob telefonieren, pinkeln oder essen – nichts geht mehr bei Ben ohne die Hilfe von Pflegern wie der ungeschickten Christiane oder dem stets gut gelaunten Jean-Marie. Er lernt eine Reihe von anderen Patienten kennen, darunter Farid, der ebenfalls im Rollstuhl sitzt, oder Toussaint und Steve, die sich wie Benjamin nicht unterkriegen lassen. Und dann ist da noch die bildhübsche Samia...

In seiner ersten Regiearbeit packt der Poetry-Slam-Künstler Grand Corps Malada alias Fabien Marsaud ein schweres Thema an – und verarbeitet es auf besondere Weise mit dieser Gruppe von Knallköpfen und Kämpfern. Der Regisseur selbst ist seit einem Unfall 1997 gelähmt – und zeigt hier versehrte Helden, die die große Kunst gelernt haben, das Unglück einfach aus- und wegzulachen.

Einführung: Cosima Besse

Do. 24.05.2018, 19:30 Uhr

Der Schaum der Tage

Der Schaum der Tage

(L’écume des jours)
FRA 2013. R: Michel Gondry. D: Romain Duris, Audrey Tautou, Gad Elmaleh, Omar Sy, Aïssa Maïga, Charlotte Le Bon. 94 Min. OmdtU. FSK: 12

Michel Gondry, der exzentrische Bastler unter Frankreichs Regisseuren, verfilmte Boris Vians surrealen Kultroman als höchst einfallsreiche, bilderfinderische Fantasmagorie: Ein höchst verspieltes Melodram, eine ungeheuer fantasievolle Liebestragödie. Der reiche Lebemann Colin hat alles, was er braucht: Koch, Chauffeur, eine Maus in der Küchenschublade und ein Pianocktail, das zu Musik den perfekten Cocktail mixt. Dann verliebt er sich unsterblich in Chloé, und alsbald heiraten die beiden. Sie sind so glücklich - doch eine Schneeflocke setzt sich in Chloés Lunge fest, in der nun eine Seerose wächst. Teure Medikamente bringen ebenso wenig Heilung wie eine Blumenkur, und alsbald hat Colin sein ganzes Vermögen ausgegeben.

Ein wilder, trauriger, liebevoller, übermäßiger, absurder Film, in dem Türklingeln herumkrabbeln und man auf Wolken fliegen kann – und der trotz seiner Märchenhaftigkeit der Wahrheit großer Liebe auf die Spur kommt.

Einführung: Prof. Dr. Cornelia Ruhe

Do. 28.06.2018, 19:30 Uhr

Die Ferien des Monsieur Hulot

Die Ferien des Monsieur Hulot

(Les vacances de Monsieur Hulot)
FRA 1953. R: Jacques Tati. D: Jacques Tati, Nathalie Pascaud, Michele Rolla, Valentine Camax. 88 Min. OmdtU. FSK: 6

Monsieur Hulot, so höflich wie schusselig, macht Urlaub am Meer. Mit Hut, Pfeife und Hochwasserhosen versucht der so exzentrische wie liebenswerte Hulot, der doch so gerne dazugehören möchte, sich im Urlaub zu benehmen wie jeder andere, der vom Alltag entspannen möchte. Und bringt völlig unbeabsichtigt die Routinen der anderen Touristen zwischen Tennis und Kartenspiel, Ausflügen und Strandleben durcheinander.

Mit seiner Figur des Monsieur Hulot schuf Jacques Tati einen der berühmtesten komischen Typen. Und dieser Urlaubsfilm wurde zum unbestreitbaren Klassiker der Filmkomödie: In seiner unnachahmlichen Mischung aus Pantomime und Slapstick drehte Jacques Tati mit untrüglichem Gespür für Konventionen und für die Tücken des Alltags höchst humorvoll den wundervollsten Ferienfilm aller Zeiten.

Einführung: Dr. Alexander Sigelen

Do. 26.07.2018, 19:30 Uhr