Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr geht der “cinéclub” in die nächste Runde. Auch diese Saison präsentieren wir Ihnen ausgewählte französische Filme im Original mit deutschen Untertiteln. Deutsche und französische Referenten führen vorher in den Film ein. Feiern Sie mit uns französische Filmkultur auf der Leinwand. Freuen Sie sich auf eine bunte Filmauswahl – von beschwingten Komödien, über nachdenkliche Dokumentarfilme, bis hin zu Klassikern des französischen Kinos.

Suite au succès de sa première édition le « ciné-club » fête sa deuxième saison. Assistez à notre sélection cinématographique en version originale avec des sous-titres allemands. Des conférenciers français et allemands livreront une introduction au film. Célébrons ensemble la culture du 7e art français sur grand écran. (Re)découvrez notre riche bouquet de films – de la comédie pétillante au documentaire poignant jusqu’au classique envoutant.

Der Wein und der Wind – Ce qui nous lie

Der Wein und der Wind – Ce qui nous lie

(Ce qui nous lie)
FRA 2017. R: Cédric Klapisch. D: Pio Marmaï, Ana Girardot, François Civil, María Valverde. 114 Min. OmdtU. FSK: 0

Ein traditionsreiches Weingut im Burgund. Der Vater liegt im Sterben. Ein verlorener Sohn kehrt heim. Die hohe Erbschaftssteuer gefährdet den Betrieb. Und dennoch müssen Weinstöcke gepflegt, Reben beschützt, Trauben geerntet werden. Jean hatte die Heimat verlassen und kehrt nun von seinem australischen Weingut zurück, um nach jahrelanger Funkstille mit seinen Geschwistern Juliette und Jérémie das familiäre Erbe zu ordnen. Juliette hatte mit dem Vater das Weingut bewirtschaftet, ist jetzt aber am Boden zerstört. Jérémie lebt mit seiner Familie bei den Eltern seiner Frau und kämpft um die Anerkennung seiner Schwiegereltern.

Cédric Klapisch (L’AUBERGE ESPAGNOL) vereint über den Lauf eines Jahres die Arbeit in den Weinbergen mit der Arbeit an den familiären Beziehungen in den kleinen und großen Dramen und Streitigkeiten des Alltags, in der gemeinsamen Verbundenheit mit der Natur, im Zusammenwirken von Heimatboden, Wetter, Zeit und Arbeit.

Do. 27.09.2018, 19:30 Uhr

Augenblicke: Gesichter einer Reise – Visages Villages

Augenblicke: Gesichter einer Reise – Visages Villages

(Visages Villages )
FRA 2017. R: Agnès Varda, JR. Dokumentarfilm. 94 Min. OmdtU. FSK: 0

Agnès Varda, geboren 1928, und JR, geboren 1983, auf einer gemeinsamen Reise durch die französische Provinz: Die Grande Dame des französischen Films der Moderne unterwegs mit einem Street Art-Künstler, und gemeinsam fotografieren sie Menschen, um diese Bilder in riesenhafter Postergröße an Fassaden anzubringen. Gesichter an verfallenen Häusern einer verlassenen Ortschaft, Arbeiter an Frachtcontainern in La Rochelle, Vardas Füße und Augen an Güterwaggons: Die Kunst kommt zu den Menschen, und die Menschen lassen sich von der Kunst überraschen. Dabei entsteht eine unwahrscheinliche Freundschaft zwischen der Pionierin der Nouvelle Vague und dem jungen Fotokünstler, die mit freundlichen Neckereien großen Spaß an ihren so eindrucksvollen wie vergänglichen Aktionen zeigen: Ein Film über Kunst und Künstler, Erinnerungen, Gegenwart und die Menschen, die sonst nie groß rauskommen. Ausgezeichnet als bester Dokumentarfilm in Cannes.

Do. 18.10.2018, 19:30 Uhr

Mathilde – Eine große Liebe – Un long dimance de fiançailles

Mathilde – Eine große Liebe – Un long dimance de fiançailles

(Un long dimance de fiançailles)
FRA 2004. R: Jean-Pierre Jeunet. D: Audrey Tautou, Gaspard Ulliel, Jean-Pierre Becker, Marion Cotillard, Jodie Foster, Jean-Pierre Darroussin, Dominique Pinon. 133 Min. OmdtU. FSK: 12

Jean-Pierre Jeunet, der sich mit DELICATESSEN als Spezialist für Bizarrerien aller Art und mit DIE FABELHAFTE WELT DER AMELIE als fabulierfreudiger Neo-Romantiker empfohlen hat, verbindet in MATHILDE – EINE GROSSE LIEBE das Absurde des Krieges mit einer abenteuerlichen Handlung und der Tiefe der Liebe. Kurz nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wartet Mathilde auf die Rückkehr ihres Verlobten. Und erfährt, dass er wegen angeblicher Selbstverstümmelung zum Tode bei einem Himmelfahrtskommando verurteilt worden war. Zwischen den Fronten des Stellungskrieges scheinen sich die Spuren zu verlieren – doch Mathilde glaubt hartnäckig an das Überleben ihres Geliebten und kämpft entschlossen gegen die vermeintliche Macht des Schicksals an. in dem ihm eigenen cineastischen Stil verflicht Jeunet verschiedene Handlungsstränge zu einem großen Panorama von Trauer und Trauma, Hoffnung und Hingabe.

Do., 29.11.2018, 19:30 Uhr

Merry Christmas – Joyeux Noël

Merry Christmas – Joyeux Noël

(Joyeux Noël)
FRA/DEU/GBR/BEL 20015. R: Christian Carion. D: Diane Kruger, Benno Fürmann, Gaullaume Canet, Dany Boon, Daniel Brühl. 115 Min. OmdtU. FSK: 12

Im Sommer 1914 waren Franzosen, Briten, Deutsche eigentlich in den Krieg gezogen im von der Propaganda befeuerten Glauben, zu Weihnachten wieder zuhause zu sein. Jetzt nähert sich das Fest der Liebe, und die Fronten in Frankreich sind erstarrt. Der Stellungskrieg hat begonnen. Auf engstem Raum liegen sich die Kampfverbände gegenüber. Doch eine Melodie erklingt über den Schützengräben: „Stille Nacht“. Ein Berliner Operntenor stellt sich mitten ins Niemandsland und singt. Beifall erschallt von allen Seiten. Die Kampfhandlungen werden über die Feiertage eingestellt. Die wahre Geschichte des Weihnachtsfriedens 1914 inmitten eines unbarmherzigen Krieges erzählt Christian Clarion in vier Akten: Von der Kriegsbegeisterung über die Ernüchterung zum Höhepunkt des Waffenstillstandes – bis zu den harschen Reaktionen der Befehlshaber auf diese verbrüdernde Geste der Menschlichkeit.

Do. 20.12.2018, 19:30 Uhr

Relève – Die Geschichte einer Kreation – Relève: L'histoire d'une création

Relève – Die Geschichte einer Kreation – Relève: L'histoire d'une création

(Relève: L'histoire d'une création)
FRA 2016. R: Thierry Demaizière, Alban Teurlai. Dokumentarfilm. 115 Min. OmdtU. FSK: 0

Im Herbst 2014 wurde der Tänzer und Choreograph Benjamin Millepied – im Kinobereich bekannt für seine Ballett-Arbeiten für BLACK SWAN – zum Direktor des renommierten Ballettensembles der Pariser Oper ernannt. Seine Jugend, seine Vision, sein Charisma verleihen ihm den Ansporn, Hierarchien und Traditionen in Frage zu stellen. Während er sich einfindet in die Strukturen des Hauses, macht er sich daran, sein erstes Tanzstück zu erarbeiten. Der Film folgt dem Schaffensprozess Schritt für Schritt, misst die Arbeit an der Entstehung der Tänze aus, schildert das Bemühen um eine Modernisierung der Ballettinstitution. In wundervollen Bildern würdigen Demaizière und Teurlai die Freude an Musik, Bewegung und Kreativität, mit virtuosen Kamerabewegungen und überwältigender elektronisch-orchestraler Musik.

Do. 31.1.2019, 19:30 Uhr

Cyrano de Bergerac

Cyrano de Bergerac

FRA 1990. R: Jean-Paul Rappeneau. D: Gérard Depardieu, Anne Brochet, Vin ent Perez, Jacques Weber. 138 Min. OmdtU. FSK: 12

Paris, 1640: Cyrano de Bergerac ist hochdekorierter Hauptmann, ein Meister im Fechten, ein Poet mit spitzer Zunge – und er hat eine enorme Nase. So sehr er gegenüber dem Feind seinen Mann steht: Der Riesenzinken in seinem Gesicht hemmt ihn. Denn er ist unsterblich in Roxane verliebt, hat sich ihr aber nie zu nähern gewagt aus Angst vor einer schnöden Abweisung. Zudem ist Roxane in Christian verliebt, der in Cyranos Truppe dient. Freilich will Roxane von Christian geistreich umworben werden – doch dem geht jeder Sinn für Poesie ab. Also schreibt Cyrano de Bergerac in Christians Namen kunstvolle Liebesbriefe an Roxane...

In einer seiner unsterblichen Rollen verkörpert Gérard Depardieu diesen selbstlosen Helden des Kampfes und der Dichtkunst in einem opulent inszenierten Historiendrama – stilecht mit Dialogen in Versform.

Do. 28.02.2018, 19:30 Uhr