Unsere Reihe „Großes Kino“ geht in die fünfte Runde! Und präsentiert sieben Filme, welche man unbedingt auf der großen Leinwand sehen sollte. Beliebte Abspielgeräte wie der Laptop oder das Smartphone können Filmen gar nicht die Möglichkeit bieten, ihre Größe und Bildgewalt richtig zu entfalten, denn das kann eben nur das Kino. Auch in dieser Staffel zeigen wir zeitlose Klassiker aus aller Welt.

Während die eine mit ihrem Mann im Bett unzufrieden ist und anfängt sich deshalb zu prostituieren; sucht der Vampirexperte nach Beweisen für die Existenz blutsaugender Untoter. Eine Frau mietet sich in einem unheimlichen Motel ein Zimmer; der Regisseur Guido flüchtet vor seinen Problemen und dem Umfeld, wird jedoch mit sich selbst konfrontiert. Ein armes Mädchen wird von ihrer Familie und ihrem Freund schamlos ausgenutzt; im Dschungel von Vietnam tobt der Krieg - oder ist es der Wahnsinn? Und ein anfangs Totgeglaubter versucht, mit seinem Sohn seine Ex-Frau zu finden.

Belle de jour

Belle de jour

FRA/ITA 1967. R: Luis Buñuel. D: Catherine Deneuve, Jean Sorel, Michel Piccoli, Geneviève Page, Pierre Clémenti. 100 Min. OmdtU. FSK: 1

Séverine Serizy ist eine junge schöne Pariser Bürgersfrau und glücklich verheiratet mit ihrem Mann Pierre. Sie liebt ihn, jedoch gibt es für sie ein Problem, mit dem sie sich nicht zufrieden geben kann: nämlich im Bett mit Pierre, der ihre Bedürfnisse nicht erfüllt. Sie begibt sich lieber in erotische Tagträume, geprägt von Fesselspielen und Demütigungen. Als selbst dies für Séverine nicht mehr ausreicht, beginnt sie, tagsüber als Prostituierte zu arbeiten. Dort trifft sie auf viele Freier, welche vernarrt in sie sind. Und stets ist ihr Doppelleben in Gefahr, aufzufliegen.

BELLE DE JOUR wurde unter anderem bei den internationalen Filmfestspielen von Venedig 1967 als bester Film ausgezeichnet und gewann den Pasinetti Preis.

Mo. 10.12.2018, 19:30 Uhr

Tanz der Vampire

Tanz der Vampire

(Dance of the Vampires)
GBR/USA 1967. R: Roman Polanski. D: Roman Polanski, Jack MacGowran, Sharon Tate, Alfie Bass, Ferdy Mayne. 108 Min. OmdtU. FSK: 12

Der Vampirexperte Professor Abronsius hat seinen Lehrstuhl an der Universität Königsberg verloren. Grund dafür ist seine umstrittene Theorie zum Thema „Vampirismus“. Daraufhin reist er gemeinsam mit seinem Assistenten Alfred nach Transsylvanien, um Beweise für die Existenz blutsaugender Untoter zu sammeln. In einem Gasthaus finden die beiden Abenteurer schon bald Hinweise auf Vampire in der Umgebung.

Wir zeigen die (deutsch untertitelte) Originalfassung der Horrorparodie TANZ DER VAMPIRE, in der es nicht nur homosexuelle, sonderen auch jüdische Vampire gibt.

Mo. 07.01.2019, 19:30 Uhr

Psycho

Psycho

USA 1960. R: Alfred Hitchcock. D: Anthony Perkins, Janet Leigh, Vera Miles, John Gavin, Martin Balsam. 109 Min. OmdtU. FSK: 12

Das Pärchen Marion Crane und Sam Loomis ist arm. Als Marions Chef ihr 40.000 Dollar anvertraut, das an eine Bank eingezahlt werden soll, nutzt sie die Gelegenheit, damit zu verschwinden. Die planlose Flucht endet schließlich in einem Motel, welches von dem jungen Norman Bates geleitet wird. Er erscheint Marion sympathisch. Norman erzählt ihr von seiner Mutter, mit der er nebenan in einem viktorianischem Herrenhaus wohnt. Marion spürt, dass seine Mutter wohl ziemlich eigenwillig und gegenüber Norman Bates äußerst dominant ist. Abends steigt Marion in die Dusche...

"Psycho", mit geringem Budget gedreht, ist ein Thriller in Reinform, der Alfred Hitchcocks ganze Kunstfertigkeit zeigt: Falsche Fährten, Wendungen, Schocks und das Spiel mit Erwartungen führen von Anfang bis Ende zu atemberaubendem und nervenzerrendem Spannungskino.

Mo. 11.02.2019, 19:30 Uhr

Achteinhalb

Achteinhalb

(Otto e mezzo)
ITA/FRA 1963 R: Federico Fellini. D: Marcello Mastroianni, Anouk Aimée, Claudia Cardinale. 138 Min. OmdtU. FSK: 16

Der Verlust von Kreativität und Inspiration lässt Guido Anselmi an sich und seinem Werk zweifeln. Er ist Regisseur und fühlt sich unfähig, die Arbeit an seinem Film fortzusetzen. Um Ruhe zu finden, zieht er sich in einen abgelegenen Kurort zurück - doch all die, denen er entkommen wollte, treten hier auf: Autor und Produzent, Ehefrau und Geliebte. Guido flüchtet sich in Tagträume...

Federico Fellini indentifizierte sich in 8 1/2 selbst mit der von Marcello Mastroianni gespielten Hauptrolle des Guido Anselmi, da er zu dieser Zeit ebenfalls in einer Schaffenskrise steckte. Der Film wurde 1963 mehrfach ausgezeichnet und gewann 1964 den Auslandsoscar.

Mo. 11.03.2019, 19:30 Uhr

Das Mädchen aus der Streichholzfabrik

Das Mädchen aus der Streichholzfabri

(Tulitikkutehtaan tyttö)
FIN/SWE 1990. R: Aki Kaurismäki. D: Kati Outinen, Esko Nikkari, Elina Salo, Vesa Vierikko, Silu Seppälä. 70 Min. OmdtU. FSK: 16

Das Leben der Fabrikarbeiterin Iris ist ziemlich trist und schäbig. Von ihrem Stiefvater und ihrer Mutter wird sie schamlos ausgenutzt. Kochen, Wäsche machen, Bügeln gehören neben ihrem Job in der Streichholzfabrik zu alltäglichen Aufgaben. Eines Tages lernt sie in der Disco Aarne kennen und verliebt sich in den gut betuchten Mann. Die Gefühle werden jedoch nicht erwidert, auch nicht, als sie erfährt, dass sie schwanger ist. Doch irgendwann beginnt die passive Iris zu handeln. Aki Kaurismäki erzählt mit das mädchen aus der streichholzfabrik ein abgründig-düsteres, bitterböses modernes Märchen und kommt dabei mit extrem wenig Dialog aus.

Mo. 15.04.2019, 19:30 Uhr

Apocalypse Now

Apocalypse Now

USA 1979. R: Francis Ford Coppola. D: Martin Sheen, Robert Duvall, Marlon Brando. Redux-Fassung: 203 Min. OmdtU. FSK: 16

Saigon 1969, mitten im Vietnamkrieg. Captain Benjamin Willard wird beauftragt, den abtrünnigen Colonel Walter Kurtz zu töten. Nun macht sich Willard mit einem Patrouillenboot und seiner Besatzung auf den Weg zum Dschungelversteck in Kambodscha. Dort herrscht Kurtz wie ein König über eine Schar von Anhängern. Es wird eine Reise durch die grüne Hölle und den Tod werden, mit der Verzweiflung als Begleiter stets an ihrer Seite. Zudem werden die Widersprüche und der Wahnsinn des Krieges aufgedeckt. Apocalypse now wurde unter anderem mit der Goldenen Palme und zwei Oscars ausgezeichnet.

Wir zeigen den Film in der von Coppola um 50 Minuten erweiterten Redux-Fassung von 2001.

Mo. 06.05.2019, 19:30 Uhr

Paris, Texas

Paris, Texas

FRA/DEU 1984. R: Wim Wenders. D: Harry Dean Stan-ton, Nastassja Kinski, Hunter Carson. 147 Min. OmdtU. FSK: 6

In der Wüste von Texas: Ein halb verdursteter Mann irrt orientierungslos durch die Gegend. Er spricht nicht, isst nicht, schläft nicht. In Devil‘s Graveyard wird er von einem Provinz-Doc notdürftig und eher widerwillig betreut. Der Arzt alarmiert Walt, den Bruder des totgeglaubten Fremden namens Travis. Walt fährt mit Travis zurück nach Hause. Unterwegs gewinnt Travis seine Sprache wieder. Er will sich seinem siebenjährigen Sohn Hunter, welcher vier Jahre lang von Walt und seiner Frau aufgenommen wurde, emotional nähern. Außerdem beschließt Travis, mit seinem Sohn seine Ex-Frau Jane zu finden… paris, texas ist ein schwermütig-melancholisches Road-Movie-Drama mit überwältigender Bildsprache: ein filmästhetisch bestechendes und emotional mitreißendes Meisterwerk.

Mo. 03.06.2019, 19:30 Uhr