Unsere Reihe „Großes Kino“ geht in die sechste Runde! Und präsentiert sieben Filme, welche man unbedingt auf der großen Leinwand sehen sollte. Beliebte Abspielgeräte wie der Laptop oder das Smartphone können Filmen gar nicht die Möglichkeit bieten, ihre Größe und Bildgewalt richtig zu entfalten, denn das kann eben nur das Kino. Auch in dieser Staffel zeigen wir zeitlose Klassiker aus aller Welt.

Melancholia

Melancholia

DNK/SWE/FRA/DEU 2011. R: Lars von Trier. D: Kirsten Dunst, Charlotte Gainsbourg, Alexander Skarsgård, Kiefer Sutherland. 136 Min. EnglOmdtU. FSK: 12

Justine feiert ihre Hochzeit auf dem Schloss ihrer Schwester Claire. Doch das Fest steht von Anfang an unter keinem guten Stern. Justine, gestresst und gedrängt, verfällt in die Depression zurück, unter der sie seit längerem leidet. Später, nach geplatzter Feier, versucht Claire ihrer Schwester zu helfen, den Zusammenbruch zu überwinden. Doch ein außer Kontrolle geratener Planet namens Melancholia nähert sich der Erde auf Kollisionskurs.

MELANCHOLIA verbindet Endzeit-Erzählung mit Kino-Unterhaltung und ist einer der depressivsten Filme von Lars von Trier – und einer seiner bildgewaltigsten, von der achtminütigen Bild-Musik-Ouvertüre bis zum Finale. Nach der Cannes-Premiere kam es zum Skandal, als von Trier auf der Pressekonferenz unglückliche Hitler-Witze machte.

Mo. 30.09.2019, 19.30 Uhr

Spartacus

Spartacus

USA 1960. R: Stanley Kubrick. D: Kirk Douglas, Jean Simmons, Laurence Olivier, Charles Laughton, Peter Ustinov, Tony Curtis. 198 Min. EnglOmdtU. FSK: 12

Rom im ersten Jahrhundert vor Christus: Spartacus, in der Sklaverei aufgewachsen, sollte eigentlich getötet werden – er hat einen Aufseher ins Bein gebissen. Doch er wird an den Gladiatorentrainer Batiatus verkauft. Nach Wochen der Vorbereitungen für die tödlichen Kämpfe wendet sich Spartacus gegen seinen Besitzer, gegen Sadismus, Willkür und Erniedrigung. Er rebelliert mit seinen Leidensgenossen und seiner Geliebten. Aber der machtbesessene Crassus schickt seine Legionen gegen die Rebellen aus …

SPARTACUS erhielt vier Oscars, ist allerdings Stanley Kubricks einziger Film, bei dem er nicht die volle künstlerische Freiheit hatte. Dementsprechend wurde der Film in den 1960ern um brutale und sexuell anzügliche Szenen gekürzt, die 1991 in die restaurierte Fassung wieder eingefügt wurden.

Mo. 07.10.2019, 19.30 Uhr

Eins, zwei drei

(One, Two, Three)
USA 1961. R: Billy Wilder. D: James Cagney, Horst Buchholz, Pamela Tiffin, Arlene Francis, Liselotte Pulver. 108 Min. DF. FSK: 6

Als Manager der Coca-Cola-Company in West-Berlin hat Mr. MacNamara alles, was er braucht: Eine Ehefrau, zwei Kinder, eine aufreizende Sekretärin. Aber er möchte auf der Karriereleiter höher steigen und hat Aussichten, zum Chef des europäischen Marktes befördert zu werden. Doch dann erfährt er von der Heirat seiner Tochter – ausgerechnet mit dem ostdeutschen Jungkommunisten Otto. Ganz schnell muss er sich eine gute Geschichte ausdenken, damit ihm nicht gekündigt wird.

Während der Dreharbeiten zu dem Film, in dem die offene Sektorengrenze eine wichtige Rolle spielt, wurde das Team vom Mauerbau überrascht. Heute gilt EINS, ZWEI, DREI als einer der besten Filme über den Ost-West Konflikt und als eine der temporeichsten Komödien überhaupt.

Mo. 04.11.2019, 19.30 Uhr

Avatar

Avatar

USA 2009. R: James Cameron. D: Sam Worthington, Zoe Saldana, Sigourney Weaver, Michelle Rodriguez, Giovanni Ribisi. 162 Min. DF. 3D-Projektion. FSK: 12

Der Planet „Pandora“ wird von drei Meter großen Lebewesen mit blauer Haut, den sogenannten Na´vis, bevölkert. Auf der Suche nach neuen Ressourcen stoßen die Menschen auf diesen Planeten vor. Dabei kommen Avatare zum Einsatz: Ersatzlebewesen in Na´vi-Form. Jake Sully, ein querschnittsgelähmter Marine, steuert einer dieser Avatare. Doch schon bald lernt er die Na´vi Neytiri kennen und lieben. Er gerät zwischen die Fronten eines Krieges zwischen Menschen und Na´vi.

AVATAR- AUFBRUCH NACH PANDORA überholte TITANIC als erfolgreichsten Film aller Zeiten – James Cameron hat damit seinen eigenen Rekord eingestellt. Zudem gewann der Film unter anderen drei Oscars in den Kategorien bestes Szenenbild, beste Kamera, beste visuelle Effekte Und er pushte das 3D-Kino groß auf die Leinwand!

Mo. 02.12.2019,19.30 Uhr

Fanny und Alexander

Fanny und Alexander

(Fanny och Alexander)
SWE/FRA/DEU 1982. R: Ingmar Bergman. D: Pernilla Allwin, Bertil Guve, Allan Edwall, Ewa Fröling, Jan Malmsjö. 188 Min. DF. FSK: 16

Ein großer Schock für Familie Ekdahl: Das Familienoberhaupt Oscar Ekdahl stirbt. Während der Trauerzeit kümmert sich der streng religiöse Bischof Vergérus um die Witwe Emilie und die Kinder Fanny und Alexander. Nach einiger Zeit kommt es zur Hochzeit zwischen Emilie und dem Bischof. Gequält und in ein kaltes, religiös geprägtes Umfeld gesperrt, rebelliert besonders der Junge Alexander gegen den Stiefvater und wird dafür immer wieder bestraft. Emilie versucht mit ihren Kindern zu fliehen...

FANNY UND ALEXANDER ist der letzte Kinofilm von Ingmar Bergman und war die bis dato größte schwedische Kinoproduktion. Der Film wurde mit vier Oscars ausgezeichnet: Als bester fremdsprachiger Film, für die beste Kamera, die beste Ausstattung und das beste Kostüm.

Mo. 13.01.2020, 19.30 Uhr

Solaris

Solaris

(Solyaris)
UdSSR 1972. R: Andrei Tarkowski. D: Donatas Banionis, Natalja Bondartschuk, Jüri Järvet, Anatoli Solonizyn. 167 Min. RussOmdtU. FSK: 12

Der Psychologe Kris Kelvin wird zu einer entfernten Raumstation geschickt, die den Planeten Solaris beobachtet. Er soll dort befremdlichen Ereignissen auf den Grund gehen. Es scheint, dass die Atmosphäre des Planeten einen erschreckenden Einfluss auf die Psyche des Menschen ausübt. Bald wird auch Kelvin von dieser Macht ergriffen. Denn plötzlich sieht er sich mit seiner verstorbenen Frau Hari konfrontiert …

Neben 2001: ODYSSEE IM WELTRAUM gilt SOLARIS als einer der bedeutendsten Science-Fiction-Filme der Filmgeschichte. In seiner Verfilmung eines Stanislaw Lem-Romanes erforscht Tarkowski in unvergesslichen Bildern Bewusstsein, Erinnerung, die Leere des Kosmos. Er erhielt 1972 den Großen Preis der Jury auf dem Filmfestival in Cannes.

Mo. 03.02.2020, 19.30 Uhr

West Side Story

West Side Story

USA 1961. R: Robert Wise, Jerome Robbins. D: Natalie Wood, Richard Beymer, Russ Tamblyn, Rita Moreno, George Chakiris. 151 Min. EnglOmdtU. FSK: 12

Das Musical, welches in den 1950er-Jahren in New York spielt, ist eine moderne Version von Shakespeares „Romeo und Julia“. Zwischen zwei rivalisierenden Gangs, den amerikanischen Jets und den puertoricanischen Sharks, tobt ein Bandenkrieg. Der Konflikt wird verschärft, als sich Jets-Mitglied Tony in Maria, die Schwester des Sharks-Anführers, verliebt …

Mit zehn gewonnenen Oscars ist WEST SIDE STORY eines der höchstdekorierten Werke in der Filmgeschichte. Die Musik von Leonard Bernstein (mit Texten von Stephen Sondheim) ist legendär. Regie-Veteran Robert Wise kümmerte sich um die dramatischen Szenen, Choreograph Jerome Robbins hatte schon für die Broadway-Version des Musicals gearbeitet und inszenierte die fulminanten Tanzszenen.

Mo. 09.03.2020, 19.30 Uhr