Im Rahmen des Filmseminars zeigen wir die folgenden Filme:

Amarcord

Film 1

Amarcord

ITA 1973. R: Federico Fellini. D: Bruno Zanin, Magalie Noël, Pupella Maggio. 127 Min. ItalOmdtU. FSK: 16

Ohne stringente Handlung, in kunstvoll arrangierten, effektvollen Bildern, stellt AMARCORD Fellinis Heimatstadt Rimini zur Jugendzeit des Filmemachers in den faschistischen 1930er Jahren dar. Fellini folgt dabei den Erlebnissen des 16jährigen Jungen Titta Bioni, die von zahlreichen skurrilen Gestalten seiner Familie sowie seinem aufblühenden sexuellen Erwachen geprägt sind. Zwischen Familienfesten, einem Besuch Mussolinis in Rimini und der Beichte entwickelt sich ein Kleinstadtpanorama aus Träumen, Wünschen und Begehrlichkeiten. In verschiedenen Episoden entfaltet Fellini die reichhaltigen Facetten des Lebens, zu denen Beziehungsdramen ebenso wie Erfahrung der Natur als mystischer Ort gehören.

So. 08.01.2023, 19:30 Uhr

La strada

Film 2

Das Lied der Straße

(Das Lied der Straße)

ITA 1954. R: Federico Fellini. D: Anthony Quinn, Giulietta Masina, Richard Basehart. 103 Min. ItalOmdtU.  FSK: 16

Gelsomina, verschüchtert und aus einer armen Familie, wird von ihrer Mutter an den Schausteller Zampanò verkauft, der als Starker Mann auf Jahrmärkten auftritt. Gelsomina wird seine Assistentin – und mehr schlecht als recht von Zampanò behandelt. Dennoch hängt sie an ihm; bis sie in einem Wanderzirkus einen Seiltänzer kennenlernt und sich verliebt. Zampanò reagiert eifersüchtig und besitzergreifend …

Fellinis letzter neorealistischer Film zeigt illusionslos soziale Probleme am Beispiel des Schausteller-Tingeltangels. Das erschütternde Melodram begründete Fellinis internationalen Ruhm, gewann den Auslandsoscar und wurde zu einer mythischen Ikone des europäischen Kinos, das mit dem „Großen Zampano“ auch ein geflügeltes Wort in die Alltagssprache einbrachte.

Fr. 13.01.2023, 17:00 Uhr

La dolce vita

Film 3

Das süße Leben

(La dolce vita)
ITA 1954. R: Federico Fellini. D: Anthony Quinn, Giulietta Masina, Richard Basehart. 103 Min. ItalOmdtU.  FSK: 16

Gelsomina, verschüchtert und aus einer armen Familie, wird von ihrer Mutter an den Schausteller Zampanò verkauft, der als Starker Mann auf Jahrmärkten auftritt. Gelsomina wird seine Assistentin – und mehr schlecht als recht von Zampanò behandelt. Dennoch hängt sie an ihm; bis sie in einem Wanderzirkus einen Seiltänzer kennenlernt und sich verliebt. Zampanò reagiert eifersüchtig und besitzergreifend …

Fellinis letzter neorealistischer Film zeigt illusionslos soziale Probleme am Beispiel des Schausteller-Tingeltangels. Das erschütternde Melodram begründete Fellinis internationalen Ruhm, gewann den Auslandsoscar und wurde zu einer mythischen Ikone des europäischen Kinos, das mit dem „Großen Zampano“ auch ein geflügeltes Wort in die Alltagssprache einbrachte.

Fr. 13.01.2023, 17:00 Uhr

8½s

Film 4

Achteinhalb

(8½s)
ITA/FRA 1963 R: Federico Fellini. D: Marcello Mastroianni, Anouk Aimée, Claudia Cardinale. 138 Min. ItalOmdtU. FSK: 16

Der Verlust von Kreativität und Inspiration lässt Guido Anselmi an sich und seinem Werk zweifeln. Er ist Regisseur und fühlt sich unfähig, die Arbeit an seinem Film fortzusetzen. Um Ruhe zu finden, zieht er sich in einen abgelegenen Kurort zurück – doch all die, denen er entkommen wollte, treten hier auf: Autor und Produzent, Ehefrau und Geliebte. Guido flüchtet sich in Tagträume...

Federico Fellini identifizierte sich in ACHTEINHALB selbst mit der von Marcello Mastroianni gespielten Hauptrolle des Guido Anselmi, da er zu dieser Zeit ebenfalls in einer Schaffenskrise steckte. Geschickt mischt er Ängste, Träume und verdrängte Komplexe mit der Realität um Anselmi herum – eine meisterhafte Reflexion des Filmemachens und des Verhältnisses zwischen Kunst und Kreativität. Der Film wurde mehrfach ausgezeichnet und gewann 1964 den Auslandsoscar.

Sa. 14.01.2023, 14:00 Uhr

Fellinis Ro ma

Film 5

Fellinis Roma

(Roma)
ITA/FRA 1972. R: Federico Fellini. D: Peter Gonzales, Fiona Florence, Pia De Doses, Renato Giovannoli. 121 Min. ItalOmdtU. FSK: 16

1939, mit Beginn des Zweiten Weltkriegs, erreicht der junge Fellini aus Rimini die ewige Stadt, um dort sein Studium zu beginnen. Er lernt die Stadt kennen und lieben. Federico Fellini zeigt in diesem mosaikartig zusammengesetzten, visuell atemberaubenden autobiografischen Porträt einer Stadt, wie er selbst Rom erlebte und erlebt. Die mal komischen, mal tragischen, mal skurrilen Erlebnisse und Eindrücke des späteren Filmkünstlers als junger Mann während der Mussolini-Ära sind dabei geschickt mit einer gegenwärtigen Zeitebene verwoben, so dass Zeitgenössisches und Vergangenes, Reales und Traumhaftes nahtlos ineinander übergehen – weniger eine kontinuierliche Narration als eine aus einzelnen Aspekten zusammengesetzte, ästhetisch meisterhaft umgesetzte filmische impressionistische Collage, die einen sinnlichen – und persönlichen – Eindruck vom „süßen Leben“ in Rom vermittelt.

Sa. 14.01.2023, 20:30 Uhr

Prova di orchestra

Film 6

Orchesterprobe

(Prova d'orchestra)
ITA/DEU 1978. R: Federico Fellini. D: Balduin Baas, Clara Colosimo, Elisabeth Labi, Ronaldo Bonacchi. 70 Min. DF. 35mm-Projektion. FSK: k. A.

Der Dirigent versucht verzweifelt, ein geordnetes Spiel zu organisieren, doch die Orchestermusik verweigert sich jeder Harmonie: Die Probe für einen Konzertabend in einer verlassenen Kirche gerät mehr und mehr zum Desaster. Die Musiker sind mit sich selbst beschäftigt, verlangen gewerkschaftlich zugesagte Pausen, irgendwann fliegen Tomaten, immer mehr bricht sich Anarchie Bahn. Bis auch noch ein Bagger auftaucht.

Fellini drehte diesen Film ursprünglich für das italienische Fernsehen: Eine hochunterhaltsame Parabel auf Sinn und Unsinn von Gemeinschaft, über die Art des gesellschaftlichen Umgangs und die (Un)Möglichkeiten, sich auf andere einzustimmen. In der Form eines Pseudo-Dokumentarfilms verfolgt Fellini den Weg ins Chaos – sein Stammkomponist Nino Rota liefert dafür fantastische Musik, die den Film an- und die Beziehungen zwischen den Protagonisten auseinandertreibt. Es war einer der letzten Filmscores des Komponisten, der im April 1979 verstarb.

Sa. 14.01.2023, 22:45 Uhr

Fellinis Stadt der Frauen

Film 7

Fellinis Stadt der Frauen

(La città delle donne)

ITA/FRA 1980. R: Federico Fellini. D: Marcello Mastroianni, Anna Prucnal, Bernice Stegers, Donatella Damiani, Jole Silvani, Ettore Manni. 140 Min. ItalOmdtU. FSK: 16

Frauenheld Snàporaz begegnet im Zug einer verführerischen Frau, verfolgt sie durch einen Wald bis zu einem Hotel – und gerät in einen Strudel von Erlebnissen, die immer bizarrer werden, vom feministischen Kongress über einen Frauenhelden mit seinen Sklavinnen bis zu einem weiblichen Gerichtsprozess gegen Snàporaz.

Fellini schickt sein Alter Ego Mastroianni als Snàporaz auf eine fantastische Reise durch ein weibliches Universum, in Szene gesetzt mit überbordender Fantasie. Mit den Wirrnissen um Snàporaz’ sexuelle Fantasien, Vorurteile und Ängste persifliert Fellini in einem surrealen Bilderreigen obsessive Männerträume und aggressive Machoattitüden, die mehr und mehr zum (gerechtfertigten) Opfer von Hohn und Demütigung werden.

So. 15.01.2023, 09:00 Uhr