Hinweis

Monatsschwerpunkt im Januar 2020: Im Fokus: Todd Haynes

Vom 06.02. - 12.02.2020 finden die 25. Schwulen Filmtage statt.

Heute

17:30 Uhr

Der marktgerechte Mensch

DEU 2020 R: Leslie Franke, Herdolor Lorenz. 99 Min.

Spätestens seit der großen Finanzkrise ist unser Arbeitsmarkt im Umbruch. Die soziale Marktwirtschaft mit ihren Solidarsystemen wird mehr und mehr ausgehebelt. Der sich immer weiter beschleunigende Wettbewerb bringt das gesamte gesellschaftliche... Zum Film

Spätestens seit der großen Finanzkrise ist unser Arbeitsmarkt im Umbruch. Die soziale Marktwirtschaft mit ihren Solidarsystemen wird mehr und mehr ausgehebelt. Der sich immer weiter beschleunigende Wettbewerb bringt das gesamte gesellschaftliche Gefüge in Gefahr. Unser soziales Bindegewebe droht durch Verarmung, Vereinzelung und Entsolidarisierung zu zerbrechen. Leslie Franke und Herdolor Lorenz, die sich in DER MARKTGERECHTE PATIENT (2018) kritisch mit unserem Gesundheitssystem auseinandergesetzt haben, erzählen in DER MARKTGERECHTE MENSCH anhand von repräsentativen Fallbeispielen von den verheerenden Veränderungen des Arbeitsmarkts zwischen prekären Beschäftigungsverhältnissen, algorithmengesteuerten Arbeitsprozessen, Crowdworking – und zerstörten Lebensläufen und psychischen Erkrankungen. Der Film zeigt aber auch Solidarität, Gemeinwohlwirtschaft und das Eintreten für einen Systemwandel – denn ein anderes, gerechteres Leben ist möglich!

19:30 Uhr
Im Fokus: Todd Haynes

Carol

USA/GBR 2015 R: Todd Haynes. D: Cate Blanchett, Rooney Mara, Kyle Chandler, Jake Lacy, Sarah Paulson. 119 Min. OmdtU.

Eine Liebesgeschichte: Die lebenserfahrene Carol und die junge Therese begegnen sich in einem Kaufhaus, verlieben sich, verbringen Zeit miteinander. Carol ist Mutter einer Vierjährigen und in einen Scheidungs- und Sorgerechtskonflikt verwickelt.... Zum Film

Eine Liebesgeschichte: Die lebenserfahrene Carol und die junge Therese begegnen sich in einem Kaufhaus, verlieben sich, verbringen Zeit miteinander. Carol ist Mutter einer Vierjährigen und in einen Scheidungs- und Sorgerechtskonflikt verwickelt. Therese beginnt ihre ersten beruflichen Schritte in Richtung Fotografie. Die Dynamik der Beziehung ist geprägt durch äußere Einflüsse – die homophoben 1950er Jahre – und durch die inneren Entwicklungen der Figuren – der Kampf um Unabhängigkeit und die eigene Lebensweise. Haynes’ Drama nach einem Roman, den Patricia Highsmith 1952 unter Pseudonym veröffentlicht hat, ist laut Süddeutsche Zeitung „ein zauberhafter Liebesfilm“ und laut Spiegel „einer der besten Filme des Jahres, packend und mit bezwingender Schönheit“ – in Cannes wurde Rooney Mara als beste Darstellerin ausgezeichnet, Todd Haynes erhielt die Queer Palm.