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Im Oktober 2021 feiert Cinema Quadrat sei 50-jähriges Juibiläum mit einem Jubiläumsprogramm der Sonderklasse

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Beim Besuch des Kinos gilt die 3G-Regel: Zutritt hat nur, wer geimpft, genesen oder getestet ist. Bitte beachten Sie auch die Maskenpflicht am Sitzplatz; zum Verzehr kann die Maske abgenommen werden.
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Die nächsten Veranstaltungen

Mo. 18.10.2021 19:30 Uhr
Aus den 5 Jahrzehnten

Nénette & Boni

FRA 1996 R: Claire Denis. D: Grégoire Colin, Alice Houri, Jacques Nolot, Valeria Bruni Tedeschi, Vincent Gallo. 103 Min. FrzOmdtU.

Die Geschwister Nénette und Boni wachsen nach der Scheidung ihrer Eltern getrennt auf. Als 19jähriger Fabrikarbeiter trifft Boni in Marseilles seine 15jährige Schwester wieder: Sie ist aus dem Internat geflohen – und schwanger. Die Schwangerschaft...

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Die Geschwister Nénette und Boni wachsen nach der Scheidung ihrer Eltern getrennt auf. Als 19jähriger Fabrikarbeiter trifft Boni in Marseilles seine 15jährige Schwester wieder: Sie ist aus dem Internat geflohen – und schwanger. Die Schwangerschaft von Nénette eröffnet bei dem älteren Bruder, der sich bisher sein lebhaftes Liebesleben lediglich herbeifantasiert hat, eine neue Welt und ruft Gefühle für Geborgenheit und Liebe in ihm hervor.

Claire Denis’ Film über ein Geschwisterpaar und dessen Vergangenheit ist ein sinnlicher Streifzug durch Marseille. Untermalt von der eindringlichen Musik der Tindersticks entwickelt das Drama neben all der aufrüttelnden Tragik eine intensive Zartheit und tröstliche Sanftheit. Der Film wurde in Locarno 1996 mit dem Goldenen Leoparden ausgezeichnet.

Die Regisseurin Claire Denis ist Thema des 19. Mannheimer Filmseminars, das vom 14. bis 16. Januar 2022 stattfindet.

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Di. 19.10.2021 19:30 Uhr
Schauplatz Mannheim

Sand

DEU 1971 R: Peter Palitzsch. D: Valentin Jeker, Malte Jäger, Peter Kaufmann. 95 Min.

Karl Ludwig Sand war Student, Burschenschaftler, Mitorganisator des Wartburgfestes 1817, ein leidenschaftlicher Kämpfer gegen reaktionäre Politik und für Einheit und Freiheit. Im Februar 1819 reiste Sand nach Mannheim, suchte am 23. März die Wohnung...

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Karl Ludwig Sand war Student, Burschenschaftler, Mitorganisator des Wartburgfestes 1817, ein leidenschaftlicher Kämpfer gegen reaktionäre Politik und für Einheit und Freiheit. Im Februar 1819 reiste Sand nach Mannheim, suchte am 23. März die Wohnung des streitbaren und umstrittenen Publizisten August von Kotzebue auf und erstach ihn: „Hier, du Verräter des Vaterlandes!“

SAND ist die erste filmische Darstellung dieses historischen Mordes mit heftigen Auswirkungen: Sand wurde hingerichtet und als Märtyrer gefeiert, politisch war das Attentat Anlass für die Karlsbader Beschlüsse, in denen Meinungs- und Pressefreiheit eingeschränkt, Burschenschaften verboten und das restriktive Metternich-Regime des Vormärz gefestigt wurden.

Der Film entstand nach einem Buch von Tankred Dorst, Regisseur Peter Palitzsch wurde auch durch das studentische Aufbegehren seiner Zeit inspiriert. Die Kamera führte Michael Ballhaus. Der Film wurde bei der Mannheimer Filmwoche 1971 uraufgeführt.

Einführung zu allen Vorstellungen: Dr. Peter Bär, Cinema Quadrat

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Di. 19.10.2021 19:30 Uhr
Virtueller Filmstammtisch

Thema: Buñuel im Labyrinth der Schildkröten

Filmdiskussion via Zoom

Kaum ein Regisseur war zwischen 1950 bis in die Siebziger Jahre hinein für seine Gesellschaftskritik am katholischen Christentum und der bürgerlichen Oberschicht so bekannt und wirkungsvoll wie Luis Buñuel. Doch bereits mit...

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Filmdiskussion via Zoom

Kaum ein Regisseur war zwischen 1950 bis in die Siebziger Jahre hinein für seine Gesellschaftskritik am katholischen Christentum und der bürgerlichen Oberschicht so bekannt und wirkungsvoll wie Luis Buñuel. Doch bereits mit seinen ersten Filmen „Ein andalusischer Hund“ (1929) und „Das goldene Zeitalter“ (1930) schuf er surrealistisch-avantgardistische – und skandalöse – Meisterwerke der Filmgeschichte. Die Geschichte hinter Buñuels drittem, dokumentarischem Film „Las Hurdes – Land ohne Brot“ über eine der ärmsten Gegenden von Spanien erzählt der Film „Buñuel im Labyrinth der Schildkröten“: Der Animationsfilm ist eine dokumentarische Reise zu den Anfängen des Filmkünstlers Buñuel.

Der Film steht bis 29. Oktober in der Arte-Mediathek.

Buñuel im Labyrinth der Schildkröten
(Buñuel en el laberinto de las tortugas)
ESP/NLD/DEU 2018 R: Salvador Simó. Animationsfilm mit Dokumentarelementen. 73 Min.

Nach „Ein andalusischer Hund“ und „Das goldene Zeitalter“ war Luis Buñuel ein Star der surrealistischen Szene – und skandalträchtig. Für einen dritten Film fand er keinen Produzenten – bis der Bildhauer Ramón Acín im Lotto gewinnt. Und Buñuel für seinen dritten Film „Las Hurdes – Land ohne Brot“ in die verarmte spanische Region Extremadura ging, um das karge Leben der Bewohner zu dokumentieren.

Basierend auf der gleichnamigen Graphic Novel erzählt Salvador Simó in Animationsform eine faszinierende Episode der Filmgeschichte: Er verbindet Buñuels unorthodoxe, radikale filmische Methoden mit biografischen Elementen und baut echtes Filmmaterial vom damaligen Dreh mit ein. Er mischt Dokumentarisches – vieles ist belegt – und Fiktives – dies aber stets in Buñuels surrealistischem Geist: „Ein Stück Kinogeschichte, so bizarr wie die Werke seiner Protagonisten – und Animation ist die konsequenteste Art, sie zu erzählen.“ (epd Film)

„Buñuel im Labyrinth der Schildkröten“ wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem in den hochrangigen Kategorien bei den spanischen Goya-Filmpreisen wie auch beim Animationsfilmfestival in Annecy.

Robert Hörr, Moderator des virtuellen Filmstammtischs, meint: „Gerade für die jüngeren Filmliebhaber/innen kann dieses Filmexperiment eine auch ästhetisch „kantige“ und auch teilweise verstörende Chance sein, sich einem Großen des Regiehandwerks zu nähern.“

Bitte sichten Sie den Film vorab in der Arte-Mediathek: https://www.arte.tv/de/videos/083836-000-A/bunuel-im-labyrinth-der-schildkroeten/ (online bis 29.10.2021)