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09:00 Uhr

17. Filmseminar "Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie" Sofia Coppola

Sie war wenige Wochen alt, als sie das erste Mal mit der großen Welt des Films zu tun hatte: Als Täufling in DER PATE hatte sie ihren ersten Auftritt. Für ihre Rolle als Don Corleones Tochter in DER PATE III wurde sie mit zwei Goldenen Himbeeren...
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Sie war wenige Wochen alt, als sie das erste Mal mit der großen Welt des Films zu tun hatte: Als Täufling in DER PATE hatte sie ihren ersten Auftritt. Für ihre Rolle als Don Corleones Tochter in DER PATE III wurde sie mit zwei Goldenen Himbeeren bedacht – glücklicherweise. Denn nach diesen Negativauszeichnungen verfolgte Sofia Coppola keine weitere Karriere als Schauspielerin mehr.

Als Tochter von Francis Ford Coppola ist Sofia Coppola ins Filmgeschäft hineingeboren worden – gründete in den 1990ern aber zunächst einmal ein It-Girl-Modelabel. Stil – ausgedrückt in Kostüm und Ausstattung – ist denn auch eines der offensichtlichsten Merkmale der Filme unter eigener Regie, mit denen sie sich ab 1999 vom Übervater Francis Ford freischwamm: Mit großem Detailreichtum, mit sicherem Gespür für die Objekte, mit genauem Blick für die Ausgestaltung der Räume kreiert Sofia Coppola Zwischenwelten, in denen die Wirklichkeit durchtränkt wird von Sehnsucht und Imagination. Ihre Figuren stecken fest im Übergangsstadium: In Hotelzimmern wie in „Lost in Translation“ oder „Somewhere“, wo die Langeweile zum Lebensinhalt wird, im Versailler Palast, gefangen in sinnfreier Hofetikette, im Heranwachsen, erdrückt von spießbürgerlichen Realitäten oder geblendet von den Fetischen der Reichen und Schönen. Oder gefesselt in einem Netz aus Verlockungen und Intrigen in einem Mädchenpensionat während des amerikanischen Bürgerkrieges.

In der 17. Ausgabe der Seminarreihe „Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie“ blicken wir erstmals auf das filmische Œuvre einer Regisseurin: Sofia Coppola arbeitet in ihrem Werk auf subtile und ganz eigenwillige Weise die Situationen, Gefühle, Befindlichkeiten ihrer Figuren heraus.

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09:00 Uhr
Filmseminar Sofia Coppola

Die Verführten

USA 2017 R: Sofia Coppola. D: Colin Farrell, Nicole Kidman, Kirsten Dunst, Elle Fanning, Oona Laurence, Angourie Rice, Emma Howard. 93 Min. DF.

Eine Mädchenschule in Virginia. Teil der Südstaaten, die im Bürgerkrieg gegen die Yankees kämpfen. Die Front ist nahe. Und plötzlich ist da dieser verletzte Soldat. Ein Feind, einer aus dem Norden. Die Schulleiterin entscheidet, ihn in Pflege zu... Zum Film

Eine Mädchenschule in Virginia. Teil der Südstaaten, die im Bürgerkrieg gegen die Yankees kämpfen. Die Front ist nahe. Und plötzlich ist da dieser verletzte Soldat. Ein Feind, einer aus dem Norden. Die Schulleiterin entscheidet, ihn in Pflege zu nehmen – ein Mann, ein Gegner in einem Haus voller Frauen. Die Lehrerinnen und Schülerinnen buhlen alsbald um seine Aufmerksamkeit – halten ihn aber zugleich gefangen.

In ihrer ästhetisch feinfühligen Verfilmung des Romanes A Painted Devil – den Don Siegel schon 1971 mit Clint Eastwood in der Rolle des verwundeten Objektes von Begierde, Hass, Rache und Verführung verfilmt hat – betont Sofia Coppola die aktive Rolle der Frauen: In tiefe Gefühlsverwirrungen gestürzt durch die Störung des Gleichgewichtes, durch Begehren, Pflicht, Nächstenliebe und Selbsterhaltung, wird aus dem erotischen Chaos eine Geschichte von Macht und Ermächtigung.

19:30 Uhr

Genesis 2.0

CHE 2018 R: Christian Frei, Maxim Arbugaev. 113 Min. OmdtU.

Wie in einem riesigen Gefrierschrank liegen im sibirischen Permafrost Mammuts verborgen. Sammler von Mammutstoßzähnen graben sich durch den gefrorenen Boden, es herrscht Goldgräberstimmung. Doch neben diesen Jägern der gefrorenen Schätze treten auch... Zum Film

Wie in einem riesigen Gefrierschrank liegen im sibirischen Permafrost Mammuts verborgen. Sammler von Mammutstoßzähnen graben sich durch den gefrorenen Boden, es herrscht Goldgräberstimmung. Doch neben diesen Jägern der gefrorenen Schätze treten auch Klonforscher auf den Plan: In den Laboren der USA und Südkoreas könnten aus schockgefrorenen DNS-Proben Mammuts wiederauferstehen – JURASSIC PARK in echt. Während Maxim Arbugaev, der eine Regisseur, die Stoßzahnsammler begleitet, reist der andere, Christian Frei, um die Welt, um in futuristischen Genzentren und auf gigantischen Forschungsmessen den Gentechnik-Experimenten der synthetischen Biologie nachzuspüren: Die Auferstehung des Mammuts als Beginn der nächsten großen technischen Revolution und Ende der Welt, wie wir sie kennen.