Hinweis

Monatsschwerpunkt im September: Schule im Fokus
Neue Filrmreihe im Herbst: Filmschaffen in der Emigration

Vom 13. - 15. Oktober 2017 findet das 32. Mannheimer Filmsymposium statt.

Heute

19:30 Uhr
Schule im Fokus

Schule, Schule – Die Zeit nach Berg Fidel

DEU 2017 R: Hella Wenders. 98 Min.

In BERG FIDEL – EINE SCHULE FÜR ALLE von 2011 hatte Hella Wenders vier Schüler einer inklusiven Grundschule begleitet, wo alle Kinder ungeachtet körperlicher, geistiger und sozialer Unterschiede und Beeinträchtigungen aufgenommen werden. Dort hatten... Zum Film

In BERG FIDEL – EINE SCHULE FÜR ALLE von 2011 hatte Hella Wenders vier Schüler einer inklusiven Grundschule begleitet, wo alle Kinder ungeachtet körperlicher, geistiger und sozialer Unterschiede und Beeinträchtigungen aufgenommen werden. Dort hatten David, Jakob, Anita und Samira in altersgemischten Klassen gemeinsam gelernt. Nun mussten sie sich trennen und auf unterschiedliche weiterführende Schulen wechseln. Sechs Jahre später dokumentiert Hella Wenders ihren weiteren schulischen Weg in einem einjährigen Beobachtungszeitraum – Träume, Hoffnungen, Ängste, Sorgen inmitten der Pubertät: Wir erleben, wie die Kinder lernen, mit Leistungsdruck, wechselnden Gemütszuständen und der Suche nach Anerkennung in ihrem Alltag zurecht zu kommen. Und erfahren, wie es mit ihnen weiterging in Montessori-, Förder- oder Gesamtschulen.

21:30 Uhr

Paradies

RUS(DEU 2016 R: Andrei Konchalovsky.. D: Julia Vysotskaya, Philippe Duquesne, Christian Clauß, Jakob Diehl, Peter Kurth. 132 Min. OmdtU.

Zwischen Frankreich, Deutschland und Russland kreuzen sich während des Zweiten Weltkriegs auf schicksalhafte Weise die Wege von Olga, Jules und Helmut. Olga, russischstämmige Aristokratin, engagiert sich in der Résistance; Jules, kollaborierender... Zum Film

Zwischen Frankreich, Deutschland und Russland kreuzen sich während des Zweiten Weltkriegs auf schicksalhafte Weise die Wege von Olga, Jules und Helmut. Olga, russischstämmige Aristokratin, engagiert sich in der Résistance; Jules, kollaborierender Polizeikommissar, ist nach ihrer Verhaftung für sie zuständig – und sichert ihr Schonung gegen sexuelle Gefälligkeiten zu. Allerdings wird er im Wald von Widerstandskämpfern gestellt – und Olga ins KZ deportiert, wo sie auf SS-Offizier Helmut trifft, ein fanatischer Himmlerverehrer, der sich erinnert an die gemeinsame Zeit mit Olga, damals, in einem verliebten Sommer zu Friedenszeiten.

Andrei Konchalovsky, legendärer russischer Filmemacher, legte im Alter von fast 80 Jahren ein Meisterwerk vor, in dem in intensiven Schwarzweiß-Bildern und ausgefeilter Dramaturgie vom Untergang von Liebe, Menschlichkeit und Zivilisation erzählt wird: Die komplexen Charaktere durchbrechen dabei das Gut-Böse-Schema ebenso, wie der Film die Schranken zwischen Leben und Tod, zwischen Hölle und Paradies, auflöst: „Ein überragender, anrührender Film über Leben und Tod, Liebe und Verlust, gewagt konzipiert und technisch brillant inszeniert“ (Filmdienst) – Gewinner des Silbernen Löwen von Venedig 2016.