Hinweis

Monatsschwerpunkt im Januar 2018: Debütfilme

Im Januar findet das 16. Filmseminar Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie statt.
Dieses Mal geht es um den Filmemacher François Ozon

Im Februar laufen die 23. Schwulen Filmtage.

Heute

09:00 Uhr

16. Mannheimer Filmseminar - Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie: François Ozon

Nach den Altmeistern Kurosawa, Scorsese und Haneke und davor den American Independents, den Gebrüdern Coen und Darren Aronofsky sowie dem Kanadier David Cronenberg, steht beim 16. Mannheimer Filmseminar ein zeitgenössischer europäischer Regisseur... Zum Film

Nach den Altmeistern Kurosawa, Scorsese und Haneke und davor den American Independents, den Gebrüdern Coen und Darren Aronofsky sowie dem Kanadier David Cronenberg, steht beim 16. Mannheimer Filmseminar ein zeitgenössischer europäischer Regisseur im Mittelpunkt des Dialogs zwischen Psychoanalyse und Filmtheorie.

François Ozon hat seit 1998 nach einigen Kurzfilmen 17 abendfüllende Kinofilme inszeniert: Für einen Autoren-Filmemacher eine beachtliche Zahl, da neben der Inszenierung auch die meist eigenständige Erarbeitung des Drehbuchs dazu gehört. Er hat bei aller Vielfalt seines Werks (Dramen, Komödien, Krimis, Psychodramen, Farcen) thematisch wie stilistisch eine erkennbare Handschrift entwickelt. Sein Werk fordert deshalb gerade dazu heraus, in der Zusammenschau von mehreren Filmen näher betrachtet zu werden.

Wie klassische Regisseure – Josef von Sternberg, George Cukor – weiß Ozon Weiblichkeit brillant in Szene zu setzen; und wie Pedro Almodóvar bringt er in diese Inszenierung oft eine quere, ja queere Perspektive hinein. Ozons Erzählweise ist meist geradlinig, schnörkellos, nicht manieristisch, immer wieder aber auch geheimnisvoll und überraschend. Seine Bilder sind klar, bewusst kadriert; sein Erzählrhythmus ist ruhig, aber nie langweilig. Er erzählt eher mit Bildern, als sich auf der Ton-Ebene auszulassen. Häufig zeigt er einen offenen Umgang mit Sexualität, ohne vulgär zu werden. Seine Charakterstudien reflektieren immer auch die gesellschaftliche Situation, in der sich die ProtagonistInnen befinden.

Zum vollständigen Programm, siehe hier.

09:00 Uhr
Filmseminar François Ozon

Frantz

FRA(DEI 2016 R: François Ozon. D: Pierre Niney, Paula Beer, Ernst Stötzner, Marie Gruber, Johann von Bülow. 114 Min. OmdtU.

Auf dem Friedhof im Quedlinburg des Jahres 1919 lernt die junge Anna den Franzosen Adrien kennen – sie trauert um Frantz, ihren Verlobten. Adrien erzählt ihr, vor dem Krieg eng mit Frantz befreundet gewesen zu sein. Anna und Frantz’ Eltern nehmen... Zum Film

Auf dem Friedhof im Quedlinburg des Jahres 1919 lernt die junge Anna den Franzosen Adrien kennen – sie trauert um Frantz, ihren Verlobten. Adrien erzählt ihr, vor dem Krieg eng mit Frantz befreundet gewesen zu sein. Anna und Frantz’ Eltern nehmen ihn bei sich auf, eine deutsch-französische Freundschaft entsteht – bis Adrien Anna sein dunkles Geheimnis gesteht und nach Frankreich zurückkehrt. Anna folgt ihm...

In stilvollen Schwarzweiß-Bildern inszeniert Ozon ein Drama um die Wirkungen, die der Große Krieg auf die menschliche Seele und das gesellschaftliche Leben hat. Die Handlung changiert zwischen Freundschaft und homoerotischem Begehren, Liebe, Schuld und Lüge. François Ozon: „Ich wollte davon erzählen, wie Lügen und Geheimnisse in dramatischen Zeiten wie des Krieges und der Krise den Menschen beim Überleben helfen können."

19:30 Uhr

Hannah - Ein buddhistischer Weg zur Freiheit

GBR 2014 R: Marta György-Kessler, Adam Penny. 94 Min. OmdtU.

Eine große Liebe in den 1960ern: Hannah und Ole Nydal fühlen sich eng verbunden in ihrer Sehnsucht nach geistiger Freiheit. Frisch verheiratet folgen sie dem Hippie Trail von Kopenhagen nach Kathmandu. Und Nepal wird ihr Leben verändern: Sie begegnen... Zum Film

Eine große Liebe in den 1960ern: Hannah und Ole Nydal fühlen sich eng verbunden in ihrer Sehnsucht nach geistiger Freiheit. Frisch verheiratet folgen sie dem Hippie Trail von Kopenhagen nach Kathmandu. Und Nepal wird ihr Leben verändern: Sie begegnen dort dem 16. Karmapa, dem geistigen Oberhaupt der Karma-Kagyü-Linie des tibetanischen Buddhismus. Sie werden die ersten westlichen Schüler des Königs der Yogis, und sie machen fortan die weltweite Verbreitung der buddhistischen Lehren zu ihrem gemeinsamen Lebensprojekt. Unermüdlich zwischen den Kontinenten unterwegs, eröffnen sie bis zu Hannahs frühem Krebstod 2007 weltweit hunderte buddhistische Zentren.

Dieses preisgekrönte Filmporträt dokumentiert das Leben der „Mutter des Buddhismus“ und schildert dieses Leben stets in Zusammenhängen, von den politischen Hintergründen der Bewegung nach Nepal über den Status von Tibet bis zur Lehre des „Diamantweg-Buddhismus“ – als „Special Interest“-Film genauso spannend wie als Biopic.