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Monatsschwerpunkt im Januar: Im Focus - Xavier Dolan

Vom 20. - 22.01.2017 findet das 15. Filmseminar Psychoanalyse und Filmtheorie statt. Dieses Jahr geht es um Akira Kurosawa.

Vormerken: Die 22. Schwule Filmtage laufen vom 09.02. - 15.02.2017.

Heute

09:00 Uhr

15. Mannheimer Filmseminar - Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie Akira Kurosawa

Mit der Wahl des Regisseurs Akira Kurosawa (1910 – 1998) knüpft die Seminarreihe „Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie“ in ihrem 15. Jahr an die frühen Seminare über Hitchcock, Antonioni, Bergman und Buñuel an, also an die großen Namen der... Zum Film

Mit der Wahl des Regisseurs Akira Kurosawa (1910 – 1998) knüpft die Seminarreihe „Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie“ in ihrem 15. Jahr an die frühen Seminare über Hitchcock, Antonioni, Bergman und Buñuel an, also an die großen Namen der Filmgeschichte der 1950er bis 1970er Jahre.

Kurosawa gehört zu den bedeutendsten Regisseuren des 20. Jahrhunderts, zu den großen Stilisten, die zugleich große Erzähler waren. Mit RASHOMON, der in Venedig 1951 den Goldenen Löwen gewann, wurde der Westen erstmals auf die japanische Kinematographie aufmerksam. Mit den SIEBEN SAMURAI erfand Kurosawa den klassischen Western (im Osten) neu. Mit YOJIMBO lieferte er die Blaupause für den Italowestern, unter anderem mit RAN adaptierte er auf ganz japanische Weise klassische Shakespeare-Stücke. Diese Erfolge und ihre Wirkung auf den Westen führten zu dem Diktum vom „westlichsten“ Regisseur Japans. Dabei übersah man – oder wusste es mangels einschlägiger Kenntnisse von der Kultur Japans nicht besser –, wie sehr sich Kurosawa mit seinem Land und seiner Kultur beschäftigt hat: mit einem Blick auf soziale Gegebenheiten, mit einer offenen Haltung für gesellschaftliche Neuerungen und mit einem sehr kritischen Blick auf die konservativen Kräfte.

Diese humanistische Haltung Kurosawas, die gleichermaßen in seinen Samuraidramen wie in modernen Gangsterballaden und Sozialtragödien zum Ausdruck kommt, gilt es (wieder) zu entdecken und für einen aktuellen Diskurs fruchtbar zu machen.

Zum vollständigen Programm geht es hier.

09:00 Uhr
15. Mannheimer Filmseminar: Akira Kurosawa

Akira Kurosawas Träume

JAP/USA 1990 R: Akira Kurosawa. D: Toshihiko Nakano, Akiro Terao, Mitsuko Baishō, Martin Scorsese. 119 Min. OmdtU.

Acht Episoden, die auf tatsächlichen Träumen Kurosawas beruhen, verdichten sich in diesem Film zu einem Menschenleben von den 1910er bis in die 1980er Jahre, ohne tatsächlich eine fortlaufende Handlung aufzuweisen. Ein übergreifendes Thema aber... Zum Film

Acht Episoden, die auf tatsächlichen Träumen Kurosawas beruhen, verdichten sich in diesem Film zu einem Menschenleben von den 1910er bis in die 1980er Jahre, ohne tatsächlich eine fortlaufende Handlung aufzuweisen. Ein übergreifendes Thema aber ist der Umgang mit der Natur, die Wertschätzung von Schönheit, der Respekt vor dem Leben – in gewisser Weise durchaus autobiographisch ist dies eine Art Resümee einer Weltanschauung. AKIRA KUROSAWAS TRÄUME funktioniert hauptsächlich über die visuelle Ebene, der Film enthält einige der beeindruckendsten Bilder, einige der nachhaltigsten visuellen Ideen in Kurosawas Œuvre, die sich auch immer wieder in die Kunstgeschichte einfügen: Martin Scorsese spielt in einem der Träume Vincent van Gogh.

19:30 Uhr
Aus der Regions ins Weiße Haus

Kings of Kallstadt – Ein Film über Dorfliebe und Größenwahn

DEU 2014 R: Simone Wendel. 92 Min. OmdtU.

Kallstadt ist ein Dorf in der Pfalz. Viel mehr als Weinköniginnen und Kerwe kann es hier nicht geben, sollte man denken. Doch in Kallstadt liegen die Wurzeln zweier großer US-amerikanischer Dynastien: Die Vorfahren der Ketchup-Familie Heinz sowie die... Zum Film

Kallstadt ist ein Dorf in der Pfalz. Viel mehr als Weinköniginnen und Kerwe kann es hier nicht geben, sollte man denken. Doch in Kallstadt liegen die Wurzeln zweier großer US-amerikanischer Dynastien: Die Vorfahren der Ketchup-Familie Heinz sowie die von Präsident Donald Trump. Liegt ein Geheimnis in diesem unscheinbaren Ort, in dem es mehr Vereinsmitglieder als Einwohner gibt? Simone Wendel porträtiert das Dorf, aus dem sie selbst stammt, und reist mit einer Delegation aus Kallstadt nach Amerika, um einer Einladung zur deutsch-amerikanischen Parade Folge zu leisten; zum denkbar ungünstigsten Augenblick: mitten in der Weinlese. Gedreht wurde lange, bevor Donald Trump seine Absichten erklärte, USPräsident zu werden – sonst hätte ihn Simone Wendel auch kaum vor die Kamera bekommen: Das war zu Zeiten, als Kuchen und Wein noch geholfen haben, in den 26. Stock des Trump-Towers zu gelangen...

Zur Amtseinführung zeigen wir diesen witzigen, liebevollen Dokumentar-Heimatfilm, der durch den Lauf der Geschichte noch einmal eine ganz andere Bedeutung erhalten hat.

Im Anschluss Gespräch mit den Filmemachern