Hinweis

Schwerpunktthema im Monat Juli: Väter und Söhne

Außerdem: Sommer Kino Open Air - In Zusammenarbeit mit Zeitraumexit

Heute

17:30 Uhr

Meine Brüder und Schwestern im Norden

DEU/PRK 2016 R: Sung-Hyung Cho. 106 Min. OmdtU.

Nordkorea – ein vom Rest der Welt abgeschottetes Land. Jenseits seiner Grenzen ist nicht sehr viel bekannt: Militärparaden, Kriegsdrohungen, Hungersnöte und drei Generationen unberechenbarer Diktatoren bestimmen die Wahrnehmung des Landes... Zum Film

Nordkorea – ein vom Rest der Welt abgeschottetes Land. Jenseits seiner Grenzen ist nicht sehr viel bekannt: Militärparaden, Kriegsdrohungen, Hungersnöte und drei Generationen unberechenbarer Diktatoren bestimmen die Wahrnehmung des Landes insbesondere in der westlichen Welt. Regisseurin Sung-Hyung Cho geht dem Volk auf den Grund und gibt Einblicke in eine sonst verschlossene Welt – sie fi lmte direkt vor Ort. Dabei traf sie auf Menschen, die vom Regime zwar extra für die Begegnungen mit ihr ausgesucht wurden, die sich ihr gegenüber trotzdem verblüffend fröhlich geben: Es sind Soldatinnen, Bauern, Maler, Näherinnen. Sie alle haben die Hoffnung auf eine Wiedervereinigung mit Südkorea noch nicht aufgegeben.

„Cho stellt einfache Fragen, provoziert nicht, verkneift sich jedes Lachen, jede Wertung. Das wirkt, zusammen mit den einfühlsamen Kameraaufnahmen und der Musik des Komponisten Peyman Yazdanian.“ FAZ

19:30 Uhr

Sonita

DEU/IRN/CHE 2016 R: Rokhsareh Ghaem Maghami. 91 Min. OmdtU.

Die 18-jährige Sonita stammt aus Afghanistan und lebt ohne ihre Familie in Teheran. Ihr sehnlichster Wunsch: eine berühmte Rapperin zu sein. Eine soziale Einrichtung unterstützt sie bei der Überwindung der Fluchttraumata und bei der Planung ihrer... Zum Film

Die 18-jährige Sonita stammt aus Afghanistan und lebt ohne ihre Familie in Teheran. Ihr sehnlichster Wunsch: eine berühmte Rapperin zu sein. Eine soziale Einrichtung unterstützt sie bei der Überwindung der Fluchttraumata und bei der Planung ihrer Zukunft, doch ihre Familie hat ganz andere Pläne: Sie für 9000 Dollar an einen fremden Mann nach Afghanistan zu verkaufen. Sonita verschafft sich mit einer Geldzahlung etwas Zeit, die sie nutzt, um ein Musikvideo aufzunehmen und auf Youtube zu stellen. Der Clip ist ein furioser Aufruf gegen Zwangsheirat und bekommt weltweite Aufmerksamkeit, was das Leben von Sonita entscheidend verändert. Neben aller Sozialkritik macht den Film ein gewagter Genrewechsel bemerkenswert: Mit einem Satz wird die Regisseurin plötzlich von der neutralen Beobachterin zur aktiv Beteiligten, was vielfältige Fragen über die Ethik des Dokumentarfilms aufwirft.