Ein Trickfilm für Cinema Quadrat

Unsere Mitarbeiterin Monika Hamryszak hat uns zum Abschied einen tollen Trickfilm-Trailer hinterlassen, den wir schon im Kino gezeigt haben. Auch unseren Homepage-Besuchern wollen wir ihn nicht vorenthalten.

Monika Hamryszak hat im Jahr 2013/2014 ein Freiwilliges Kulturelles Jahr bei uns absolviert. Sie ist künstlerisch tätig und arbeitet vor allem als Fotografin. Hier geht es zu ihrer Facebook-Seite.

07.11.2017

Die unbekannten Großeltern

Am 04.11.2017 berichtete die Rheinpfalz über die Filmemacherin Jessica Jacoby, die im Cinema Quadrat ihren Dokumentarfilm "Roads" vorstellte:

 

Von Stefan Otto

Die Berliner Filmemacherin Jessica Jacoby entstammt einer auf ganz besondere Weise zerrissenen Familie. Einer ihrer Großväter war der berühmt-berüchtigteRegisseurVeit Harlan, der Propagandafilme wie „Jud Süß“ für die Nazis drehte. Ihr anderer Großvater war Jude und wurde von eben diesen Nazis deportiert und ermordet. Über dessen Zweig ihrer Familie drehte Jacoby die Dokumentation „Roads“, die sie in Mannheim vorstellte.

„Auf den einen ist immer sehr viel Licht gefallen, im Sinne von Umstrittenheit und Prominenz, der andere ist in der Dunkelheit verschwunden“, sagt die Regisseurin. Ihr Film „Roads - Zwischen Düsseldorf und New Orleans“, so der volle Titel, rückt ihn und die Seinenwieder ins Licht.

1938, ein Jahr vor Beginn des Zweiten Weltkriegs, ging der Düsseldorfer Jude Klaus Jacoby, Jessica Jacobys Vater, ins US-amerikanische Exil, zuerst nach New York und dann nach New Orleans. Zunächst fand er Arbeit als Hutverkäufer, später gab er Foto-Kurse in einem jüdischen Kinderheim. Ende 1941 kamer zur US-Army.

„Nun braucht Uncle Sam jeden, selbst einen Flüchtling“, notierte er damals in sein Tagebuch, das zusammen mit den erhaltenen Briefen seiner Eltern dieGrundlage des textlasti- Filmemacherin Jessica Jacoby und ihre Dokumentation „Roads“ im Mannheimer Cinema Quadrat gen Dokumentarfilms bildet. „Alles wird mit Massenmord enden“, ahnte er nach dem Angriff der Japaner auf den Flottenstützpunkt Pearl Harbor. In den Briefen seiner jüdischen Eltern, die ihn aus Deutschland erreichten, wurde die Bitte immer dringlicher, ihnen zur Ausreise in die USA oder nach Kuba zu verhelfen.

„Spätestens nach der Reichspogromnacht stand fest, dass sie unbedingt rauswollten, aber nicht konnten“, erklärte Jessica Jacoby im Cinema Quadrat. Ihr Film verdeutlicht, wie Klaus Jacoby sich bemüht, aber nichts für seine Eltern erreichen kann. Schließlich wurden sie von Düsseldorf in das Ghetto Minsk deportiert und dort getötet.

Klaus Jacoby kehrte 1950 nach Deutschland zurück. Als Fotograf arbeitete er für eine Zeitung der amerikanischen Streitkräfte. Bei einer Reportage über deutsche Künstler begegnete er Susanne Körber-Harlan, einer Tochter der Schauspielerin Hilde Körber und ihres vormaligen, inzwischen geschiedenen Ehemannes VeitHarlan. Klaus und Susanne heiraten, Jessica Jacoby ist ihre Tochter.

Ihre Großeltern mütterlicherseits lernte die heute 63-jährige Historikerin und Filmemacherin noch kennen, während die Großeltern väterlicherseits, die Juden Artur und Ella Jacoby, zum Zeitpunkt ihrer Geburt 1954 bereits über ein Jahrzehnt nicht mehr am Leben waren. „Ich wusste kaum etwas über sie“, erinnerte sich Jacoby. Bis sie ihre Briefe an den Sohn bei einer Tante in Südafrika fand. „Durch diese Briefe habe ich sie erst kennengelernt.“ In „Roads“ verknüpft die Regisseurin die Briefe und das Tagebuch ihres Vaters zu einem kunstlos schlicht gehaltenen, aber bewegenden filmischen Dialog, der die Judenverfolgung, Vertreibung und Exil, Alltagsbilder des Krieges, aber auch die Folgen in derNachkriegszeit einfängt.

„Mir ging es darum, Bilder zu finden, um das, was diese Briefe und Tagebücher transportieren, in eine visuelle Form zu bringen“, führte Jacoby aus. „Es war die Herausforderung, die ich spannend fand, die Konfrontation von Historischem mit den authentischen Schauplätzen in Düsseldorf und New Orleans heute, die Suche nach Spuren und Kontinuitäten. Genau diese Mischung hat mich als Filmemacherin angesprochen.“

Zehn Jahre lang hat sie an dem Film gearbeitet. Dabei ist „Roads“ nur der erste Teil einer Trilogie, die sich ausführlich mit der jüdischen Großfamilie Jacoby befasst. Die beiden Fortsetzungen sind kaum gezeigt worden und auch nicht auf DVD erhältlich. Im Cinema Quadrat lief nur Teil 1.

06.11.2017

Kinopreis für Cinema Quadrat

Cinema Quadrat wurde erneut beim Kinopreis des Kinemathekenverbundes ausgezeichnet.

 

Cinema Quadrat ist wie schon im letzten Jahr Preisträger des Kinemathekverbundes. In der Kategorie II - Kino, das bildet - erhielt das Mannheimer kommunale Kino den zweiten Platz.

Die Jury begründet ihre Entscheidung damit, dass Cinema Quadrat e.V. "sich besonders durch eine filmwissenschaftliche Auseinandersetzung mit den gezeigten Filmen und das Kino als Ort hervorhebt".

Wir freuen uns sehr, dass wir nach 2016 erneut für unsere Kinoarbeit ausgezeichnet wurden!

19.10.2017

Mit Brille sieht man besser

Am 17. Oktober 2017 berichtete der Mannheimer Morgen über das 32. Mannheimer Filmsymposium

 

Von Hans-Günter Fischer

Immer dieser Weltraumschrott: George Clooney rettet uns im allerletzten Augenblick, sonst wären wir von dieser Schraubenmutter glatt erschlagen worden, die sich von der Raumstation gelöst hat. Sandra Bullock war ein bisschen unaufmerksam. Glück gehabt. Der Film ist noch recht neu, es ist der Weltraumthriller „Gravity“, und seine Attraktion basiert vor allem auf der ungeheuer virtuos verwendeten 3D-Technik. Von „stereoskopischen Effektsequenzen“ möchte Jesko Jockenhövel sprechen, schließlich ist er Wissenschaftler an der Filmhochschule Potsdam-Babelsberg. Man könnte ihn sogar als Doktor des 3D bezeichnen: Jockenhövel hat über das Thema promoviert.

Da lag es zwar nicht räumlich, aber sachlich nahe, ihn zum 32. Mannheimer Filmsymposium einzuladen. Jockenhövel freilich theoretisiert im Kommunalen Kino Cinema Quadrat nicht nur, er zeigt auch lange, ungeschnittene Sequenzen aus geschickt gewählten Filmen.

Das ist nämlich eine seiner Thesen: Dass 3D-Kino auf deutlich reduzierte Schnittfrequenzen angewiesen sei, damit sich der Effekt entfalten könne und die dritte Dimension Gestalt annehme. Nichts Geringeres als eine Aufhebung der Trennung zwischen Bild- und Kinoraum, das Eintauchen in eine fremde, konstruierte Welt, vielleicht sogar, seitens des Zuschauers, die Teilhabe an ihr, sei das erstrebte Ziel.

Kamera mit Eigenleben

Zu diesem Zweck müsse die – mittlerweile oft computerprogrammierte – Kamera ein Eigenleben führen. Und tatsächlich: Der Beginn von „Gravity“ kommt ohne jeden Schnitt aus, eine knappe Viertelstunde lang. Die digitale Technik macht es möglich. Doch in Wahrheit ist 3D ein ziemlich alter Hut, noch deutlich älter als das Kino selbst. Schon die Besucher eines sogenannten Nickelodeons sahen in den Guckkästen verblüffend dreidimensionale fotografische Bewegungsbilder: Kängurus beim Boxkampf oder wilde Tänze im Hotel Savoy. Der Filmhistoriker und Chef des Münchner Filmmuseums, Stefan Drößler, resümiert in Mannheim in zwei Teilen die Geschichte des 3D-Films ab dem Jahre 1895.

Einen wichtigen Entwicklungsschub gab es nach 1950, als das Kino durch das neue Medium Fernsehen bedrängt wurde – und neue Attraktionen brauchte. Jesko Jockenhövel zeigt im Cinema Quadrat eine Passage aus „It came from outer space („Gefahr aus dem Weltall“) von Jack Arnold, einer ziemlich kruden Mischung aus Science-Fiction-, B- und Horrorfilm, auch wenn der Vorentwurf zum Drehbuch von Ray Bradbury geschrieben wurde.

Arnold drehte in Schwarzweiß- 3D und baute starke Vordergrundeffekte ein, die heute noch erstaunen können. Etwa, wenn im Cinema Quadrat ein Riesenfernrohr fast die Seitenwand des kleinen Kinos zu durchbohren scheint. Man muss nur eine dieser unkleidsamen Nicht-Designerbrillen aufsetzen, die den 3DKonsum erst möglich machen. Beim Symposium sind sie diesmal wichtiger als jedes Schreibgerät. Auch Großmeister wie Alfred Hitchcock drehten damals eine Zeitlang in 3D, wie „Dial M For Murder“ (deutsch: „Bei Anruf Mord“) von 1953 zeigt.

Der Umgang mit den neuen Möglichkeiten fällt bei Hitchcock defensiver und dezenter aus, die Kamera wählt meist eine konventionell „zentrale“ Perspektive. Das macht einen kleinen Ausflug in die Kunstgeschichte sinnvoll, und den moderiert gleich zu Beginn des dreitägigen Filmsymposiums – es ist schon sein zehnter Auftritt bei der Mannheimer Veranstaltung! – der Kunsthistoriker Ralf Michael Fischer. Er erinnert uns daran, wann alles anfing mit der Fluchtpunkt-orientierten Ausgestaltung einer neuen Bildraumtiefe: in der frühen Renaissance im 15. Jahrhundert, bei Masaccio und Mantegna.

Früh ging es dabei um kleine Tricks, um Illusion und Manipulation, und spätestens beim frühbarocken Caravaggio war die Lichtsetzung schon „cineastisch“. Selbst von Leonardos „Abendmahl“ zu Stanley Kubricks „Shining“ ist es bloß ein kleiner Schritt. Zumindest, was das Raumverständnis angeht.

30.07.2017

Mehr Plätze und ein Surround-System für das neue Mannheimer Cinema Quadrat

Sogar in Worms sind die Pläne für das neue Cinema Quadrat Gesprächsthema. Die Wormser Zeitung berichtete am 27.07.2017:

 

Von Jan Millenet


MANNHEIM - Dicke Abschiedstränen wird Peter Bär nächstes Jahr wahrscheinlich nicht weinen. „Wir sind mit der neuen Lage besonders glücklich“, sagte das Vorstandsmitglied des kommunalen Kinos „Cinema Quadrat“, das 2018 vom Collini-Center in die Innenstadt zieht. Nach fünfjähriger Suche wurde im ehemaligen Mömax-Gebäude im Quadrat K 1 endlich eine Bleibe gefunden. Und das bedeutet obendrein: Das Kino wird etwas größer, moderner und besser erreichbar. Die Pläne stellte Bär am Mittwoch im Rahmen eines Pressegesprächs vor.

Völlig überraschend ist die Nachricht vom Umzug allerdings nicht mehr. Vor gut einer Woche erst teilte die Stadt Mannheim mit, dass sie den Umzug und die entstehenden laufenden Kosten im neuen Heim finanziell unterstützen werde, denn die neue Situation sei sowohl kulturpolitisch als auch aus Sicht der Stadtentwicklung ein Gewinn.

Die Leinwand wird doppelt so groß wie im alten Saal

Ein Gewinn dürfte die neue Lokalität denn auch für die Kinogäste sein. Laut Bär finden sie in Zukunft unter anderem Folgendes vor: eine mit 32 Quadratmetern doppelt so große Leinwand, 120 Sitzplätze statt bisher 99, Barrierefreiheit – auch bei den Toiletten –, ein Surround-System, und mit der S-Bahn-Haltestelle direkt vor der Tür vor allem eine gute Erreichbarkeit. Die neue Lage im dritten Stock des Ex-Mömax-Gebäudes, das sich derzeit in ein neues Einkaufs- und Erlebniscenter verwandelt, erreichen die Filmfreunde über einen Aufzug.

Und endlich wird das Kino dank Werbebanner und dekorierten Glasfronten auch von außen gut sichtbar und leicht zu finden sein. „Selbst nach 25 Jahren erzählen mir immer noch Menschen, dass sie nicht wissen, wo das Cinema Quadrat im Collini-Center ist“, erklärte ein lächelnder Peter Bär, der sich mit dem neuen Spielort natürlich auch mehr Gäste erhofft. Doch das ist nicht der eigentliche Grund für den Umzug. Der liegt im Abriss des Collini-Center-Abschnitts, in dem sich das kommunale Kino derzeit noch befindet. 2019 soll es damit losgehen.

Wenn alles glatt läuft, eröffnet das neue Cinema Quadrat im Herbst 2018. Die fünfjährige Suche begründet sich vor allem darin, dass das Kino für die Leinwand ausreichend hohe Decken benötigt, rund sechs Meter. Und so etwas findet sich nicht von jetzt auf gleich. Die ehemaligen Lagerräume im K 1-Gebäude bieten jedoch diesen Platz.

Weitere Annehmlichkeiten seien in Planung, so Bär weiter. Mit einer Handy-App sollen in Zukunft zum Beispiel auch seh- und hörgeschädigte Kinobesucher über Kopfhörer akustische Unterstützung in Form von mehr Lautstärke oder Audiodeskription erhalten. Insgesamt wird das Kino mit 550 Quadratmetern etwas geräumiger, wobei der Kinosaal 200 Quadratmeter einnimmt, das Foyer rund 100. Büro- und Lagerräume verteilen sich auf den Rest.

Was das gezeigte Filmmaterial betrifft, wird sich hingegen nicht viel ändern. Die Projektoren für 35- und 16-Millimeter-Filme ziehen mit um. Auch Super 8 kann weiterhin gezeigt werden. Neu hinzu komme hingegen die Möglichkeit, 3D-Filme zu präsentieren. „Wir legen Wert darauf, dass wir alles zeigen können“, sagte Bär mit Blick auf den Sinn eines kommunalen Kinos, das sich meist vom Mainstream wegbewegt und gerne auch mal altes Filmmaterial herauskramt.

Gemeinsam mit dem ebenfalls kommunal ausgerichteten Atlantis-Kino und der Abendakademie – beides befindet sich dann in der Nähe – entstehe zudem eine kleine Kulturachse, so Bär. Dabei wolle Cinema Quadrat nicht in Konkurrenz zum Atlantis treten. „Wir stellen uns eher gemeinsame Aktionen vor“, sagte er. Ebenfalls könne er sich gut gemeinsame Veranstaltungen mit der Abendakademie vorstellen, beispielsweise ein Filmabend für Sprachschüler mit Filmen in entsprechender Originalsprache.

„Wir sind froh, wenn wir hier raus sind“, resümierte Peter Bär. Vor allem von den gelegentlichen Wassereinbrüchen verabschiede man sich gerne, sagte er und fügte – irgendwie erleichtert – hinzu: „Es wird alles besser.“

(Der Artikel ist in nahezu gleichlautender Form auch in der Rhein-Necker-Zeitung erschienen.)

30.07.2017

Cinema in den Quadraten

Auch die Rheinpfalz berichtete am 27.07.2017 von unserer Pressekonferenz zum geplanten Kino-Umzug.

 

Von Stefan Otto

Fünf Jahre lang wurde gesucht, jetzt hat Mannheims Kommunales Kino einen neuen Standort gefunden.Das Cinema Quadrat zieht in ein ehemaliges Kaufhaus i nK1 um. as Collini-Center, in dem das Kino bisher untergebracht war, ist marode und soll abgerissen werden. Einzelheiten wurden gestern in einer Pressekonferenz mitgeteilt.

Es war schon nicht mehr schön. Seit Jahren gleicht das Cinema Quadrat einer Baustelle. Der Büroturmdes Collini- Centers, in dessen Erdgeschoss das Kino sich befindet, soll 2019 abgerissen werden. Wer hier Filme sehen will, muss seit geraumer Zeit Umwege zwischen Absperrgittern und rotweißem Flatterband in Kauf nehmen. Der vor 45 Jahren errichtete Gebäudeteil ist bis hinauf zum Dach eingerüstet und mit Auffangnetzen verhängt, um Passanten vor herabstürzenden Fassadenteilen zu schützen.

In dem kleinen Kino selbst wirkt die Situation nur deswegen weniger prekär, weil das Team um Geschäftsführerin Sabine Fischer und Vereinsvorstand Ernst Gramberg sich kreativ zu helfen weiß. Im Vorführraum schützt eine behelfsmäßig befestigte Regenrinne die wertvollen Projektoren vor Wassereinbrüchen, auch sonst müssen Schäden immer wieder provisorisch behoben werden.

„Wir sind froh, wenn wir hier raus sind“, erklärt demgemäß der zweite Vereinsvorsitzende Peter Bär. Mehr als 15 Immobilien sind bei der Suche nach einem neuen Standort geprüft worden, bevor nun endlich die Entscheidung für das ehemaligeMömaxund vormalige Karstadt-Gebäude in K1 gefallen ist.

Die Mannheimer K1-Karree-Verwaltungs- GmbH wird das einstige Kaufhaus an der Breiten Straße als Investor sanieren, umbauen und einer neuenNutzung zuführen.Die Fassade wird abgerissen, erneuert und das Gebäude entkernt. Die Pläne dafür stammen von Lindemann-Architekten in Mannheim, der Generalunternehmer ist Heberger aus Schifferstadt.

Große Glasfronten sollen die Fassade öffnen, ein begrünter Innenhof das Eckhaus für Mitarbeiter, Kinogänger und Kunden attraktiver machen. Neben einem Mix aus Supermärkten, Einzelhandel, Fitnessstudio und Gastronomie wird ein Teil des dritten Obergeschosses für das Cinema Quadrat ausgebaut. K1-Karree hat bereits zugesagt, die Mieträume mit raumteilenden Wänden und Toiletten auszustatten und die gesamte Infrastruktur des Hauses zu liefern.Der Investor finanziert außerdem die Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlage für das Kino und gewährleistet den Brandschutz. Der Verein Cinema Quadrat lässt in die etwa 500 Quadratmeter große Mietfläche einen Kinoraum einbauen, der die Anforderungen des Schallschutzes gewährleistet.

Das Kommunale Kino wird mit dem Umzug, der für den Herbst 2018 geplant ist, um etwa 100 Quadratmeter größer werden, die Zuschauerplätze werden von 99 auf 120 erhöht und die Kinoleiwnland wird mit acht mal vier Metern etwa doppelt so groß seinwie jetzt. Zudem wird es Platz für Büround Lagerräume sowie ein Foyer geben, der barrierefreie Zugang kann verbessert und der Betriebsablauf insgesamt optimiert werden. „Wir haben dann ein größeres Kino, wir haben eine größere Leinwand und wir haben eine bessere Tonanlage“, freut sich Bär und zeigt sich besonders glücklich über die Innenstadtlage des Kinos.

Der Hauptausschuss des Mannheimer Gemeinderates hat beschlossen, den Umzug mit 250.000 Euro zu unterstützen. Die Gesamtkosten für Umbaumaßnahmen und Neuanschaffungen wie Leinwand, Lichtund Lautsprecheranlagen sowie die Bestuhlung werden auf 400.000 Euro geschätzt. Die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg beteiligt sich daran zu einem Drittel.

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