1971

Am 18. September 1971 findet die Gründungsversammlung des Cinema Quadrat statt, am 13. Oktober 1971 laufen die ersten Filme im Royal-Kino in der Nähe des Hauptbahnhofes.
Ziel von Cinema Quadrat war es, eine Alternative zu bieten zu der damaligen Kinolandschaft, die zu weiten Teilen seichteste Unterhaltung und Sexfilmchen à la SCHULMÄDCHENREPORT im Angebot hatte. "Graf Porno hat ausgespielt. Django, Frau Wirtin und der Lümmel von der letzten Bank reißen niemanden mehr vom Stuhl. Deshalb gehen Sie nicht mehr ins Kino, wir auch nicht!" Mit diesem Aufmacher wandten sich engagierte Kinomacher, an ihrer Spitze die Direktoren der Internationalen Filmwoche Fee Vaillant und Hanns Maier mit einem Flugblatt an die Mannheimer Öffentlichkeit.
Der erste Film, der gezeigt wurde, war der damalige Preisträger der Internationalen Filmwoche, der sozialkritische argentinische Dokumentarfilm DER WEG ZUM TOD DES ALTEN REALES.

1974

Das Cinema Quadrat zieht in das Werkhaus des National-Theaters und findet dort für die nächsten acht Jahre seine Abspielstätte. Leider sind in diesem Provisorium nicht mehr als zwei bis drei Vorstellungen möglich, da ansonsten Theatervorstellungen hätten ausfallen müssen.

1982

Die Zeit der Provisorien ist vorbei. Nach nun mittlerweile 11jährigem Bestehen bezieht das Cinema Quadrat im Januar 1982 eine eigene Spielstätte im Kubus in L 7, 11, zwischen dem Schloss bzw. Universität Mannheim und dem Hauptbahnhof gelegen. Nun verfügte das Cinema Quadrat endlich über einen eigenen Kinosaal, ausgestattet mit entsprechender Technik. Nun konnte auch ein regelmäßiger Spielbetrieb aufgenommen werden. Vorstellungen gab es jeweils donnerstags bis sonntags, und an den Freitagen und Samstagen sogar zwei.

1990

Ende 1989 / Anfang 1990 zieht das Cinema Quadrat erneut um und findet eine neue Heimat im Collini-Center. Im Erdgeschoß des Centers wird ein komplett neues Kino mit 99 Sitzplätzen und verbesserter Technik eingerichtet. Die neueste Errungenschaft dabei ist ein Frequenzmodulator, der es erlaubt, Stummfilme in der Originalgeschwindigkeit, also 16 - 20 Bilder pro Sekunde (Normalgeschwindigkeit beim Film ist 24 Bilder pro Sekunde), zu zeigen. Das Programmangebot wird auf eine Vorstellung täglich und von Mittwoch bis Samstag auf je zwei Vorstellungen ausgeweitet.

2013

Es ist die wohl größte Investition seit dem Einzug ins Collini-Center: Seit Ende 2013 verfügt das Cinema Quadrat über einen Digitalprojektor nach dem DCI-Kinostandard – das kleinste Kino in Mannheim mit dem schärfsten Bild. Der speziell für kleine und mittlere Kinos entwickelte Sony SRX-R515 projiziert mit der höchsten derzeit vom DCI-Standard vorgesehenen Auflösung von 4K (4.096 x 2.160 Pixel) und kann auch künftige High-Frame-Rates von bis zu 60 Bildern pro Sekunde unterstützen. Mit einem entsprechenden Doppelobjektiv sind auch 3D-Projektionen möglich. Damit kann das Cinema Quadrat alle Formate abspielen, von 16mm bis Digital-3D.

2014

Es zeichnet sich ab, dass das Collini-Center nicht mehr sehr viel länger als Spielort für das Cinema Quadrat nutzbar sein wird. Das Gebäude, in dem auch das Technische Rathaus der Stadt Mannheim untergebracht ist, ist baufällig. Renovierung? Abriss? Tatsache ist, dass die Tage im Collini-Center gezählt sind.

2017

Nach vielen erfolglosen Besichtigungen verschiedener Immobilien in den letzten Jahren tut sich im Frühjahr 2017 etwas: Das K1 Karree, in dem vormals Karstadt und später ein Möbelhaus eingemietet waren, wird von einem Investor umgebaut. Und im dritten Stock, ehemals Lagerhalle, gibt es mit einer Deckenhöhe von sechs Metern und ausreichend Raum zwischen den Säulen Platz für ein Kino. Schnell sind sich Investor, Stadt Mannheim und Cinema Quadrat e.V. einig: An der Breiten Straße wird der neue Standort für Cinema Quadrat sein. In Nachbarschaft von Abendakademie und Atlantis-Kino kann ein kleiner kultureller Schwerpunkt für Mannheim entstehen. Der Umzug wird im Herbst 2018 stattfinden.