Rosen für den Staatsanwal

In den letzten Kriegstagen: Todesurteil wegen zwei Dosen Fliegerschokolade vom Schwarzmarkt. Durch einen Fliegerangriff aber kann der Delinquent Rudi Kleinschmidt im letzten Moment entkommen. Einige Jahre später kehrt Kleinschmidt in seine Heimatstadt zurück – und trifft seinen einstigen NS-Richter Schramm wieder, der inzwischen entnazifiziert Karriere als Oberstaatsanwalt gemacht hat; noch immer treudeutsch in der Gesinnung und stets bereit, alten Kameraden juristisch zu helfen. Doch der traumatisierte Kleinschmidt hat im Affekt ein Schaufenster eingeschlagen, zwei Dosen Schokolade gestohlen – und steht wieder vor Gericht, bei dem Schramm die Anklage führt.

Staudtes bitterböse Satire auf die ideologischen Zustände in Justiz und Gesellschaft der Nachkriegszeit erhielt 1960 den Bundesfilmpreis – doch Bundesinnenminister Gerhard Schröder blieb der Verleihung demonstrativ fern, da Staudte ihn zuvor – ungerechtfertigterweise – als „ehemaligen SA-Mann“ bezeichnet hatte. Einführung: Joachim Kurz, anschließend Diskussion

Deutscher Nachkriegsfilm

Rosen für den Staatsanwal

BRD 1959 R: Wolfgang Staudte. D: Martin Held, Walter Giller, Ingrid van Bergen, Camilla Spira, Werner Peters.. 98 Min.

FSK: 12