Oray, ein junger Muslim in Hagen, spricht bei einem Ehekrach die islamische Scheidungsformel ‚talāq‘ aus. Der Imam seiner Heimatgemeinde erklärt: Oray muss sich für drei Monate von seiner Frau Burcu trennen. Er nutzt die Zwangspause für einen Neuanfang und zieht nach Köln. Hier findet er einen Job auf einem Trödelmarkt und eine neue Gemeinde, die vom jungen Imam Bilal geleitet wird. Bald wird er selbst zum beliebten Prediger. Als Burcu Oray überraschend besucht, merken sie, dass die Pause ihnen gut getan hat. Sie lieben sich nach wie vor. Doch der Imam Bilal vertritt eine strengere Auslegung des islamischen Rechts: nämlich, dass das Aussprechen von ‚talāq‘ nicht Pause, sondern endgültige Scheidung bedeutet.

Authentisch inszeniert, atmosphärisch dicht, klischeefrei und differenziert stellt der auf der Berlinale als bestes Debüt ausgezeichnete Film die Frage: Wie kann im Deutschland des 21. Jahrhunderts der Islam gelebt werden?

Neu in Mannheim

Oray

DEU 2019 R: Mehmet Akif Büyükatalay. D: Zejhun Demirov, Cem Göktaş, Deniz Orta, Faris Yüzbaşıoğlu, Mikael Bajrami. 100 Min.

FSK: k. A.

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Filmbeginn bei Anbruch der Dunkelheit.