Michel Gondry, der exzentrische Bastler unter Frankreichs Regisseuren, verfilmte Boris Vians surrealen Kultroman als einfallsreiche, bilderfinderische Fantasmagorie: Ein höchst verspieltes Melodram, eine ungeheuer fantasievolle Liebestragödie. Der reiche Lebemann Colin hat alles, was er braucht: Koch, Chauffeur, eine Maus in der Küchenschublade und ein Pianocktail, das zu Musik den perfekten Cocktail mixt. Dann verliebt er sich unsterblich in Chloé, und alsbald heiraten die beiden. Sie sind so glücklich – doch eine Schneeflocke setzt sich in Chloés Lunge fest, in der nun eine Seerose wächst. Teure Medikamente bringen ebenso wenig Heilung wie eine Blumenkur, und alsbald hat Colin sein ganzes Vermögen ausgegeben.

Ein wilder, trauriger, liebevoller, übermäßiger, absurder Film, in dem Türklingeln herumkrabbeln und man auf Wolken fliegen kann – und der trotz seiner Märchenhaftigkeit der Wahrheit großer Liebe auf die Spur kommt.

Einführung: Prof. Dr. Cornelia Ruhe

Ciné-club

Der Schaum der Tage – L’écume
des jours

(L’écume des jours)

FRA 2013 R: Michel Gondry. D: Romain Duris, Audrey Tautou, Gad Elmaleh, Omar Sy, Aïssa Maïga, Charlotte Le Bon. 94 Min. OmdtU.

FSK: 12