Jud Süß – Film ohne Gewissen

Josef Goebbels will den Vernichtungsfeldzug gegen die Juden filmisch untermauern: JUD SÜSS wird unter der Regie von Veit Harlan zum Prestigeobjekt der Filmbranche. Ferdinand Marian ist als Hauptdarsteller auserkoren – und der lässt sich erfolgsgetrieben und naiv auf den Film ein. Zu spät begreift er, dass er in ein Vehikel des Holocaust hineingeraten ist, das nun sein Gesicht trägt – der bösartige antisemitische Propagandafilm JUD SÜSS erreichte bis 1945 nach Schätzungen 20 Millionen Menschen.

Oskar Roehler porträtiert mit großartiger Besetzung das Schicksal des Schauspielers Ferdinand Marian, der erkennen muss, dass ihm nichts übrigbleibt, als in einem mörderischen System zu funktionieren.

Einführung und Diskussion: Dr. Peter Bär
In Kooperation mit der Abendakademie Mannheim

Zur Ausstellung Joseph Süß Oppenheimer

Jud Süß – Film ohne Gewissen

DEU/AUT 2010 R: Oskar Roehler. D: Tobias Moretti, Martina Gedeck., Moritz Bleibtreu, Justus von Dohnanyi, Armin Rohde, Paula Kalenberg, Ralf Bauer. 120 Min.

FSK: 12