Unser Saatgut, eine kostbare Gabe der Natur, wurde über mehrere Jahrtausende sorgfältig kultiviert. Heute ist das Saatgut jedoch ernsthaft in Gefahr. Viele Familiengehöfte und kleinbäuerliche Betriebe sind mechanisierten Agrarbetrieben gewichen, die genetisch identische Monokulturen in gigantischem Ausmaß säen. Mehr als 90 % aller Saatgutsorten sind bereits verschwunden. Wenige Biotech-Konzerne kontrollieren mehr als zwei Drittel des globalen Saatgutmarktes, genetisch veränderte Kulturen beherrschen die Felder und Teller auf der ganzen Welt. Für das globalisierte Nahrungsmittelsystem birgt dies unvorhersehbare Risiken.

Doch in den vergangenen Jahren haben Protestmärsche Millionen Menschen mobilisiert, um für die freie Nutzung der Samen zu kämpfen. Immer mehr passionierte Bauern, Gärtner, Wissenschaftler, Anwälte und indigene Saatgutbesitzer engagieren sich für einen nachhaltigen und freien Umgang mit unserem Saatguterbe.

Diskussionspartnerin:
Sabine Pich, Kulturwissenschaftlerin, Mitglied bei Agrecol e. V.,
Michael Stork, Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e.V., Regionalgruppe Rhein-Main

Agenda-21-Kinowoche

Unser Saatgut – Wir ernten, was wir säen

USA 2016 R: Taggart Siegel, Jon Betz. Dokumentation. 94 Min. OmdtU.

FSK: 6