In der jakutischen Eiswüste des sibirischen Nordens leben einsam und in der Tradition ihrer Vorfahren Sedna und Nanouk, ein in die Jahre gekommenes Inuitpaar. Ihre Jurte besteht aus Rentierfellen, sie versorgen sich mit Jagen und Fischen: Es ist ein schweigsamer und rauer Alltag. Doch das Überleben wird schwieriger, denn die wenigen Tiere um sie herum verenden an einer mysteriösen Krankheit. Und die immer früher einsetzende Schneeschmelze und Stürme bedrohen die schützende Behausung. Chena, ein junger Mann, ist die einzige Verbindung zur Zivilisation – und zu Tochter Ága. Die hat vor langer Zeit diesen unwirklichen, lebensfeindlichen Ort, das traditionelle Leben und die Familie verlassen. Nanouk möchte seine Tochter noch einmal wiedersehen. Im Angesicht so vieler Entbehrungen macht er sich schließlich auf den Weg - von der Wildnis in die Stadt und zu Ága.

In großen Bildern, zeichnet der mehrfach preisgekrönte Film ein intimes Porträt einer unbeherrschten Welt, in der der Mensch dennoch geborgen ist in der Natur, die ihn umgibt. Immer wieder auch scheint eine magisch-poetische Ebene auf. Doch die erkrankte Natur, die Endlichkeit des Lebens, die Eiswelt und die Reise in die Moderne sind nur allzu real.

Im Anschluss Filmdiskussion.

Bitte beachten Sie die Programmänderung: Der ursprünglich angekündigte Film ZER muss leider entfallen.

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Agenda-21-Kinowoche

Nanouk

(Ága)

BUL/DEU/FRA 2019 R: Milko Lazarov. D: Mikhail Aprosimov, Feodosia Ivanova, Galina Tikhonova, Sergey Egorov, Afanasiy Kylaev. 97 Min. OmdtU.

FSK: 6