Der Film folgt dem Leben Beckmanns als Maler ganz chronologisch vom ersten bis zum letzten Gemälde und zeigt dabei die vielen, oft unfreiwilligen Stationen seines Lebens in Europa und in den USA. Angereichert mit Zitaten aus seinen Tagebüchern und durch Interviews mit Museumsleuten spürt der Film den rätselhaften Bildfindungen eines der ganz großen Meister des 20. Jahrhunderts nach – Max Beckmann selbst hielt nur Picasso für einen ebenbürtigen Künstler.

Im Mittelpunkt der Befragung seiner Werke stehen Beckmanns beeindruckende Triptychen. Mit ihnen findet er Anfang der 1930er Jahre seinen individuellen künstlerischen Weg, um Erzählung und Rätsel, Ausdruck und Gleichnis in eine seit dem Mittelalter bestehende Form aus drei Bild-Tafeln nebeneinander zu bringen. Vor allem das 1932 begonnene Triptychon „Departure“ mit seinen verstörenden Folterszenen wirft einen ahnungsvollen Blick voraus auf die schweren Bedrohungen durch den Nationalsozialismus, denen Beckmann wie so viele seiner deutschen Künstlerkollegen ausgesetzt war. Und dennoch: „Gestaltung ist Erlösung“, sagt Beckmann, „to create is to be saved“.

Einführung: Antonella B. Meloni, Kunsthalle Mannheim, Zutrit über den Seiteneingang

Veranstaltungsort: Kunsthalle Mannheim, Kartenverkauf vor Ort ab 19:00 Uhr

Film & Kunst - Veranstaltungsort: Kunsthalle

Max Beckmann - Departure

DEU 2013 R: Michael Trabitzsch. Dokumentation. 97 Min.

FSK: 6