Grete arbeitet in einem Maniküre-Salon, Hans ist Kellner in einem Nachtlokal. Beide bewohnen dasselbe Miet-Zimmer: Er bei Tag, sie bei Nacht. Gesehen haben sich die beide noch nicht, hegen aber große Abneigung zueinander: Immer ist irgendwas in Unordnung. Dann lernen sie sich kennen, ohne zu wissen, dass sie das Zimmer teilen… Die originelle Komödie spielt doppelbödig mit den Glücksversprechen des Kinos im Kontext der Wirtschaftskrise: Die Protagonisten mit den märchenhaften Namen Hans und Grete sehnen sich nach der Liebe, wie sie auf der Leinwand zu sehen ist, wenn man sonntags ins Kino geht.

Noch bis Januar blickt die Reihe „Tonfilme des Weimarer Kinos“ zurück auf die Goldene Zeit, als die deutsche Filmkunst zu den besten der Welt zählte – in einer Zeit des technischen Umbruchs, als sich der Tonfilm durchsetzte, und in einer Zeit des wirtschaftlichen Niedergangs und der politischen Radikalisierung.

Einführung: Harald Mühlbeyer

Eröffnungswoche - Tonfilme des Weimarer Kinos

Ich bei Tag und du bei Nacht

DEU 1923 R: Ludwig Berger. D: Käthe von Nagy, Willy Fritsch, Amanda Lindner, Julius Falkenstein, Ida Wüst. 97 Min.

FSK: 0

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