Aaron, seine französische Freundin Lea und deren achtjähriger Sohn Tristan im Urlaub. In Südtirol, in einer Berghütte. Nahe dem Gebirgsstock Drei Zinnen. „Mutter, Vater und Kind“, so nennt Tristan die drei Felsen – doch er, seine Mutter und sein Stiefvater müssen sich als Familie erst finden. Sie gehören zusammen – doch es gibt Reibungen. Nicht nur, weil jeder eine eigene Sprache spricht; Tristans leiblicher Vater ist Engländer. Auch, weil sich Handlungen und Gefühle erst einmal einschwingen müssen in der Patchworkfamilie. Liebe kann väterlich sein, freundschaftlich, erotisch, Konflikte entzünden sich an Kleinigkeiten, und was macht den familiären Zusammenhalt jenseits des Biologischen eigentlich aus? Sehr genau analysiert und inszeniert Jan Zabeil die kleinen Verwerfungen bei der Suche nach dem gemeinsamen Glück – und wenn der Nebel aufzieht im Gebirge, ist das katastrophale Finale eines Bergdramas nicht weit.

„Düster, perfide und viel interessanter als konventionelle Patchworkdramen mit Happy End.“ (Süddeutsche Zeitung)

Drei Zinnen

DEU 2017 R: Jan Zabeil. D: Alexander Fehling, Bérénice Bejo, Arian Montgomery. 90 Min.

FSK: 12