Das weiße Ringelhemd, das weiß geschminkte Gesicht sowie der zerbeulte Seidenhut mit der roten Blume wurden ikonisch: Als tragikomischer Clown „Bip“ inspiriert der Pantomime Marcel Marceau bis heute Menschen auf der ganzen Welt. Doch seine Kunst hat einen tragischen Hintergrund: Sein jüdischer Vater wurde in Auschwitz ermordet, woraufhin sich Marceau der Résistance anschloss. Zusammen mit seinem Cousin schmuggelte er jüdische Kinder über die Grenze in die Schweiz. Samt Gesten und Mimen brachte er ihnen bei, in Gefahrensituationen nicht zu sprechen. Denn Stille verhieß Überleben. Nach dem Krieg schuf er, beeinflusst durch Stummfilmgrößen wie Buster Keaton und Charlie Chaplin, eine einzigartige Kunstform daraus, die seine Familie und Weggefährten bis heute weiterführen. 

Der Schweizer Filmemacher Maurizius Staerkle Drux ist mit einem gehörlosen Vater aufgewachsen. Mit dem Film verbindet er einen Teil seiner eigenen Erlebniswelt mit der
bewegten Geschichte des weltbekannten Pantomimen.

Neu in Mannheim

Die Kunst der Stille - Marcel Marceaus Geheimnis

CHE/DEU 2021 R: Maurizius Staerkle Drux. Dokumentation. 82 Min. MehrsprOmdtU.

FSK: 12

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