Der Film widersetzt sich einer Handlungs-Erzählung; der Zusammenhang seiner Handlungssplitter ergibt sich aus der Gefühls und Gedankenwelt seines Protagonisten Alexei. Tarkowski konzipierte DER SPIEGEL nach dem Konzept des lyrischen Ichs mit autobiografischen Zügen, um das Innere eines Charakters, der selbst außerhalb des Bildes bleibt, sichtbar zu machen: einerseits die Ehegeschichte von Alexei, andererseits seine Kindheit und die Beziehung zur Mutter sind miteinander verflochten. Zeitebenen, Zeitstrukturen, historische Epochen verschwimmen vor dem Auge. Erinnerung wird Gegenwart, Gegenwärtiges wird Vergangenes.

DER SPIEGEL passt in keine filmische Kategorie und stieß damals bei Publikum und Kritik auf Ablehnung – als Experimentalfilm in assoziativer Logik, in dem Tarkowski seine eigene Innenwelt in Form eines poetischen Kinos verarbeitet, gilt er einem heutigen Publikum als faszinierender Solitär der Filmkunst.

Ausgewählt von Susanne Kaeppele, Geschäftsführerin des Cinema Quadrat von 1985 bis 1990.

Carte Blanche

Der Spiegel

(Zerkalo)

Rus 1975 R: Andrei Tarkowski. D: Margarita Terechowa, Ignat Danilzew, Anatoli Solonizyn, Alla Demidowa, Nikolai Grinko. 102 Min. OmdtU.

FSK: 12

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