Um das dramatische Leben des Malers Michelangelo Merisi (1571 – 1610), besser bekannt als „Caravaggio“, ranken sich viele Geschichten von Liebe, Eifersucht, Mord und Totschlag, die genug Stoff für einen Film bieten. Doch spannender ist die Art und Weise, wie der schon zu Lebzeiten berüchtigte, unangepasste Maler seine Lebenswelt in beeindruckenden Gemälden verarbeitet, die bis heute zu den Publikumslieblingen in den großen Kunstmuseen zählen. Die Modelle für die biblischen Szenen, die er im Auftrag des Papstes und reicher Mäzene der römischen Kurie malte, fand er vielfach unter Kriminellen und Prostituierten der Stadt Rom, die gerade zu seiner Zeit durch große soziale Spannungen und massenhaftes Elend geprägt war. Der Spielfilm folgt einer raffinierten Handlung, die um den „Schatten“ kreist – ein Spion, der herausfinden soll, warum Caravaggio die menschlichen Vorbilder für seine bewegenden Darstellungen von Heiligen, Märtyrern sowie der Passion Christi nur in den Elendsvierteln der Stadt sucht, was den Kirchenmännern als Blasphemie erscheint. Der Film bietet Unterhaltung bei glaubwürdiger Nachstellung des Ateliergeschehens.

Einführung: Dr. Dorothee Höfert, Mannheim

Film & Kunst

Der Schatten von Caravaggio

(L’ombra di Caravaggio)

ITA/FRA 2022 R: Michele Placido. D: Riccardo Scamarcio, Louis Garrel, Isabelle Huppert.. 119 Min. ItalOmdtU.

FSK: 12

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