Poetisch, melancholisch, universell gültig und gleichzeitig sehr persönlich: Auf experimentelle Weise wühlt sich Godard durch Bildwelten, um auf die Urgründe von Kino, Politik, Geschichte, Freiheit zu kommen. Zusammengehalten von philosophischem Gedankenfluss montiert er reale und fiktive Bilder, gefundene Schnipsel und eigenes Material, Fake News und Syrienkrieg, Atomexplosionen und den Weißen Hai, Ironie und Agitation. Jean-Luc Godard setzt mit seinem neuesten Film sein sich alle Freiheiten nehmendes Spätwerk fort. Ein rauschhafter Gedankenfluss, eine assoziative Collage in fünf Kapiteln. Die Sehnsucht nach Freiheit. Die Abgründe der Menschheit. Die Schönheit des Kinos. Zeit und Geschichte, gedehnt und verdichtet.

"BILDBUCH ist eine fünfteilige orpheische Reise zu den Bildern des Kinos. Dabei kann man sich Godard als den mythischen Helden vorstellen, der in die Unterwelt hinabsteigt und die Kinobilder dem Vergessen entreißt.“ (Spiegel online)

Erstmals vergab das Festival von Cannes für diesen Film eine Spezial-Palme; und erstmals hat Godard persönlich für einen seiner Filme eine deutsche Tonfassung produziert und gesprochen.

18. Mannheimer Filmseminar

Bildbuch – Le livre d'image

(Le livre d'image)

CHE/FRA 2018 R: Jean-Luc Godard. Essayfilm. 85 Min. DF.

FSK: 12