18. Filmseminar "Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie" Jean-Luc Godard

Er war nicht nur der intellektuelle Führer der französischen Nouvelle Vague der späten 1950-er und 60-er Jahre. Er war – und ist noch immer – ein Erneuerer des Kinos, ein Nachdenker und „Vorführer“ dessen, was Kino und Film ist, kann und sein soll.

Sein Werk umfasst viele ganz unterschiedliche Schaffensperioden: Da war zunächst der Filmkritiker Godard bis ca. 1959, sodann der Autorenfilmer der Nouvelle Vague, der bis etwa 1965 die Form des Erzählens im Spielfilm veränderte. Des narrativen Kinos überdrüssig, gründete er die Polit-Agitprop-Gruppe „Dziga Vertov“ und dokumentierte politisch agitierend über eine Zeit von fast 14 Jahren den Aufbruch der Jugend ebenso wie die Befreiungskämpfe der Dritten Welt. Zu Beginn der 1980-er Jahre meldete sich Godard, nachdem er zwischenzeitlich nur mit Video gearbeitet hatte, überraschend mit bildgewaltigen Filmen auf der Kinoleinwand zurück, wobei er wieder einmal und doch wieder anders über das Kino reflektierte: Nun wurde für ihn gleichberechtigt zum Bild der Ton bedeutend, und die Bilderfolge wurde wie die Tonspur zur Spielwiese des weiteren Experimentierens und Reflektierens über Film und Kino. Seit ca. 20 Jahren gestaltet er sein „Spätwerk“ fast nur noch am Schneidetisch mit der Verarbeitung und Neu-Zusammenstellung vorhandenen Materials in Verbindung mit essayistischen Texten.

Das Programm des 18. Mannheimer Filmseminars erstreckt sich über verschiedene Perioden in Godards Œuvre: Neben klassischen Werken geben auch selten gezeigte Filme Anstöße für drei intensive Seh- und Diskussionstage.

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