Das Cinema Quadrat eröffnet seinen neuen Spielort in K1, 2: Mit bequemen neuen Sitzen, barrierefreiem Zugang und rollstuhlgerechter Toilette, einer doppelt so großen Leinwand wie bisher, Surround-Sound und, wie gehabt, mit der Möglichkeit zum Abspiel aller Formate von 16- und 35-mm-Filmmaterial bis Digital-3D in 4K-Auflösung, und das alles in der Innenstadt!

Seit September 1971 gibt es das Cinema Quadrat – das älteste Kommunale Kino in Baden-Württemberg und das drittälteste deutschlandweit. Mehrere Spielstätten haben wir in den vergangenen fast 50 Jahren durchgemacht; am längsten, seit 1990, war Cinema Quadrat im Collini-Center beheimatet. Jetzt eröffnen wir in K1 den neuen Kinostandort: Das Ex-Karstadt- und Ex-Mömax-Gebäude liegt in bester Innenstadtlage und bietet im dritten Stock mit sechs Metern Raumhöhe ideale Bedingungen für einen Kinosaal mit abgestuften Sitzreihen und genügend Beinfreiheit. Beste Voraussetzungen für ein Filmprogramm für Cineasten in zeitgemäßem Kinoambiente, von Klassikern der Filmgeschichte bis zu aktuellem Filmschaffen aus der ganzen Welt, wenn möglich in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln.

Am 30. November laufen für das Mannheimer Publikum die ersten Filme im neuen Cinema Quadrat in K1, und das bei freiem Eintritt: Kurzfilme ab 17:30 Uhr, und um 21:00 Uhr Buster Keatons meisterhafte Komödie VERFLIXTE GASTFREUNDSCHAFT aus dem Jahr 1923. Laurent Leroi am Akkordeon und Michael Herzer am Kontrabass begleiten den Stummfilm live im Kinosaal.

Bis zum 8. Dezember präsentieren wir dann in einem Sonder-Eröffnungsprogramm die Vielfalt unserer regelmäßigen Filmreihen.

Open House und Kurzfilmprogramm

Open House und Kurzfilmprogramm

 

Die Neueröffnung in K1 feiern wir mit einem Programm eigens ausgewählter Kurzfilme, die ab 17:30 Uhr in Endlosschleife im neuen Kino auf die neue Leinwand projiziert werden – kommen Sie vorbei, schauen Sie rein, feiern Sie mit, besichtigen Sie die Räumlichkeiten und genießen Sie das neue Kino in den Quadraten!

Eintritt frei!

Sa. 30.11.2019, ab 17:30 Uhr

Verflixte Gastfreundschaft

Stummfilm mit Live-Musik: Buster Keaton trifft Laurent Leroi (Akkordeon) und Michael Herzer (Kontrabass)

Verflixte Gastfreundschaft

(Our Hospitality)
USA 1923. R: Buster Keaton, Jack G. Blystone. D: Buster Keaton, Natalie Talmadge, Joe Roberts, Ralph Bushman, Joe Keaton. 64 Min. Stummfilm mit Livemusik. FSK: 0.

Buster Keaton, der Mann mit dem unbewegten Gesicht, ist der sensationellste Filmkomiker der Stummfilmzeit, vielleicht gar der gesamten Filmgeschichte. Schon sein erster Langfilm mit durchgehender Handlung ist ein Meisterwerk der einfallsreichsten Gags, mit hochorigineller Handlung: In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gerät Buster in eine generationenalte Familienfehde – darf aber wegen des Gebots der Gastfreundschaft im Haus der Feinde nicht erschossen werden. Unvergesslich: Eine urkomische zehnminütige Fahrt mit historischer Eisenbahn und ein atemberaubender Stunt über einem Wasserfall.

Der Stummfilm wird begleitet von Laurent Leroi am Akkordeon und Michael Herzer am Kontrabass.

Leroi begann im Alter von acht Jahren mit dem Akkordeonspiel und ist mit seiner Musik in vielen Genres zuhause: Er bereichert Straßenmusik und Volksfest, literarische Lesung, Theater oder Film mit seiner energischen, vielseitigen, unberechenbaren Musik.

Michael Herzer arbeitet seit seinem Kontrabass-Studium in Mannheim/Heidelberg als Musiker, Komponist und Produzent, ist weltweit unterwegs – und seit vielen Jahren als Duo mit Laurent Leroi durch die musikalische Leidenschaft verbunden.

Eintritt frei!

Sa. 30.11.2019, 21:00 Uhr

Die Vögel

Psychoanalytiker stellen Filme vor

Die Vögel

The Birds)USA 1963. R: Alfred Hitchcock. D: Tippi Hedren, Rod Taylor, Jessica Tandy, Suzanne Pleshette, Veronica Cartwright. 119 Min. DF. FSK: 16

Ein neckischer Flirt im Zoofachgeschäft mit Mitch Brenner führt Melanie Daniels nach Bodega Bay, wo Mitch seine Mutter und seine elfjährige Schwester besucht. Und dann greifen Möwen an. Und Raben. Und Spatzen. Und keiner weiß, warum.

Gefiederte Freunde werden zu apokalyptischen Feinden: Alfred Hitchcock mischt puren Horror mit raffinierter Suspense, lässt eine Beziehung screwballhaft leicht beginnen und an einer harten Mutterfigur beinahe zerschellen, nutzt meisterhafte Trickaufnahmen und eine innovative elektronisch erzeugte Geräuschkulisse, um seinem Œuvre einen weiteren Höhepunkt hinzuzufügen.

Referent: Dr. Gerhard Schneider

So. 01.12.2019, 19:30 Uhr

Avatar

QQ präsentiert: Großes Kino

Avatar

USA 2009. R: James Cameron. D: Sam Worthington, Zoe Saldana, Sigourney Weaver, Michelle Rodriguez, Giovanni Ribisi. 162 Min. DF. 3D-Projektion. FSK: 12

Der Planet „Pandora“ wird von drei Meter großen Lebewesen mit blauer Haut, den sogenannten Na´vis, bevölkert. Auf der Suche nach neuen Ressourcen stoßen die Menschen auf diesen Planeten vor. Dabei kommen Avatare zum Einsatz: Ersatzlebewesen in Na´vi-Form. Jake Sully, ein querschnittsgelähmter Marine, steuert einer dieser Avatare. Doch schon bald lernt er die Na´vi Neytiri kennen und lieben. Er gerät zwischen die Fronten eines Krieges zwischen Menschen und Na´vi.

AVATAR- AUFBRUCH NACH PANDORA überholte TITANIC als erfolgreichsten Film aller Zeiten – James Cameron hat damit seinen eigenen Rekord eingestellt. Zudem gewann der Film unter anderen drei Oscars in den Kategorien bestes Szenenbild, beste Kamera, beste visuelle Effekte Und er pushte das 3D-Kino groß auf die Leinwand!

Mo. 02.12.2019,19.30 Uhr

Vorhang auf für Cyrano

Ciné-club

Vorhang auf für Cyrano

(Edmond)
FRA/BEL 2018. R: Alexis Michalik. D: Thomas Solivérès, Olivier Gourmet, Mathilde Seigner, Lucie Boujenah. 113 Min. FrzOmdtU. FSK: 0

Im Paris des Jahres 1897 sieht sich der junge Bühnenautor Edmond Rostand als potentielles Genie, doch leider war jedes seiner bisherigen Stücke ein Flop. Darunter leiden sowohl seine Inspiration als auch seine Kasse. Dann lernt er den größten Komödianten seiner Zeit kennen: Constant Coquelin. Und der besteht zu Edmonds Überraschung darauf, in seinem neuen Stück eine Rolle zu spielen. In drei Wochen soll die Premiere stattfinden. Und Edmond hat noch kein Wort geschrieben. Nur den Titel kennt er schon: Cyrano de Bergerac.

Die – fiktive – Entstehungsgeschichte des weltbekannten Stückes um den poesiebegabten, großnasigen Haudegen ist eine perfekt getimte, sehr verspielte, höchst vergnügliche Komödie, mit der Alexis Michalik schon auf der Bühne einen Überraschungshit landete. Im Rahmen der feierlichen Eröffnungswoche im neuen Cinema Quadrat in K1,2.

Einführung: Virginie Jouhaud-Neutard, Geschäftsführerin des Institut Français Mannheim, und Cosima Besse, Vorstandsmitglied der Deutsch-Französischen Vereinigung Rhein-Neckar e.V.

Di. 03.12.2019, 19:30 Uhr

Zum goldenen Hirsch

Das regionale Kurzfilmfestival der Rhein-Neckar-Region

Zum Goldenen Hirsch

Beim größten regionalen Kurzfilmfestival Deutschlands geht’s um den Hirsch: Kurzfilme, die in der Metropolregion gedreht wurden oder deren Regisseure von hier stammen, konkurrieren um die Gunst des Publikums: Was originell und gut ist und aus der Gegend kommt, wird hier gezeigt! Und das in Anwesenheit der Regisseure.

Zehn Kurzfilme mit Bezug zur Region kämpfen um die kleine, goldene Siegestrophäe – beispielsweise ein international erfolgreicher und mit mehreren Auszeichnungen bedachter Animationsfilm, den die Mannheimerin Kiana Naghshineh als Abschlussfilm der Ludwigsburger Filmakademie gedreht hat. Oder eine Lege-Animation von Schülern der Klasse 4b der Pfingstbergschule Mannheim. Oder ein Musikvideo der Mannheimer Girlband Glitternippel. Oder ein Dokumentarfilm des Kabarett-Autorenduos Volker Heymann und Henning Abersfelder, der einen anderen Blick auf die Welt schärft.

Der Goldene Hirsch röhrt seit 2007 mehrmals im Jahr abwechselnd im Cinema Quadrat und im Karlstorkino Heidelberg: Die Kurzfilmabende bieten nicht nur dem Publikum das filmisch Beste, das in und um Mannheim/Heidelberg produziert wird, sondern sind auch eine wichtige Plattform für Filmemacher aus der Rhein-Neckar-Region, die hier ihre Werke präsentieren können, andere Filmschaffende treffen und sich vernetzen können.

Moderation: Thomas Oberlies, Regisseur

Mi. 04.12.2019, 19:30Uhr

Moritz Daniel Oppenheim

Film & Kunst

Moritz Daniel Oppenheim

DEU 2018. R: Isabel Gathof. Dokumentarfilm. 101 Min. FSK: 0

 

Moritz Daniel Oppenheim (1800-1882) traf (und porträtierte!) Goethe, bereiste die Kunst-Metropolen Europas und wurde von Kritikern als „Maler der Rothschilds und Rothschild der Maler“ gerühmt. Und doch ist diese herausragende Künstlerpersönlichkeit heute kaum mehr bekannt, gilt ein Drittel seiner Bilder als verschollen. Isabel Gathof begibt sich auf Spurensuche und fragt nach – unter anderem bei Dr. Esther Graf, die an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg über Oppenheim promoviert hat. Der Film stellt die Bilder Oppenheims – Porträts, Historiengemälde, Genreszenen – in den kulturellen und gesellschaftspolitischen Kontext des 19. Jahrhunderts, als es für einen Juden nicht selbstverständlich war, eine Malerkarriere mit akademischer Ausbildung anzustreben, ohne zum Christentum zu konvertieren. „Auch Juden wie Oppenheim haben Deutschland zu dem gemacht, was es heute ist“, sagt Gathof. „Mir war wichtig, ihn als eine Art Helden zu zeigen, denn zu oft wird die Geschichte des Judentums hierzulande auf die NS-Zeit reduziert.“

Kunst im Film; Filme über Künstler; Film als Kunst, die von Kunst erzählen kann: Seit 2008 kooperieren Kunsthalle Mannheim und Cinema Quadrat, um über Film sinnlich und präzise Bildende Kunst (be)greifbar zu machen.

 Einführung: Dr. Esther Graf, Protagonistin und Kunsthistorikeri. In Anwesenheit der Regisseurin

Do. 05.12.2019, 19:30 Uhr

Grindhouse Double Feature

Grindhouse Triple Feature

Drei Überraschungsfilme der Ober-Extraklasse

Einmal im Monat wird das Cinema Quadrat zum Bahnhofskino, beziehungsweise zu seinem amerikanischen Pendant: dem Grindhouse. Diese Lichtspielhäuser hatten ihre Hochkonjunktur in den 60er, 70er und teilweise 80er Jahren, gezeigt wurde hauptsächlich Genrekost, genauer: Exploitation-Filme. Horror, Action, Sex oder Martial Arts, unangepasst, wild und oft reißerisch. Seit 2007 zeigen wir die Originale von damals, zwischen Schund und Genrequalität, mal im Originalton, mal in den teilweise haarsträubenden Synchronfassungen – und stets als Überraschungsfilme der Extraklasse.

Dreifachen Filmgenuss gibt es am Nikolaustag: Zwei der drei Filme laufen zur Eröffnungsveranstaltung im neuen Kino von der Original-35mm-Filmrolle, dazu gibt es zwei Trailershows mit den absurdesten Filmvorschauen der Weltgeschichte, ebenfalls in 35mm-Projektion. Authentischer wird das Grindhouse-Erlebnis nicht!

Triple Feature-Karten: 11 Euro / erm. 9 Euro / Mitglieder 8 Euro

Fr. 06.12.2019, 19:30 Uhr

Kommunale Kinos

15. Bundeskongress der Kommunalen Kinos

Die Kommunalen Kinos in Deutschland sind zusammengeschlossen im Bundesverband kommunale Filmarbeit e.V., der unter anderem jährlich einen Bundeskongress veranstaltet. In diesem Jahr sind das Cinema Quadrat Mannheim und das Karlstorkino Heidelberg Gastgeber des 15. Bundeskongresses, bei dem Vertreter Kommunaler Kinos aus dem ganzen Bundesgebiet teilnehmen. Zum Thema „Cinema and the City“ gibt es verbandsintern Vorträge, Workshops und Diskussionen –  – und Sichtungen von Filmen, die aktuell von deutschen Filmarchiven restauriert wurden. Das Filmprogramm richtet sich auch an die Öffentlichkeit, die sich über den Stand der Verfügbarkeit und die Sichtbarkeit des Filmerbes informieren möchte, und kann von interessiertem Publikum besucht werden: Um 20 Uhr laufen Kurzfilme des sudanesischen Regisseurs Ibrahim Shaddad, um 22 Uhr die Komödie "Sieben Ohrfeigen" aus dem Jahr 1937.

Zu den Filmvorführungen gehen Restkarten in den freien Verkauf.

Einen Programmflyer zum Programm des 15. Bundeskongresses der Kommunalen Kinos finden Sie als PDF-Datei HIER.

Sa. 07.12.2019, ganztägig

Kurzfilme von Ibrahim Shaddad

15. Bundeskongresss der Kommunalen Kinos

Kurzfilme von Ibrahim Shaddad

Ibrahim Shaddad, geboren 1945 in Halfa, Sudan, ist Absoldent der Hochschule für Film und Fernsehen der DDR. Fast all seine Filme und Theaterstücke wurden von den Produzenten eingestellt oder von der sudanesischen Regierung verboten. Er ist Gründungsmitglied der Sudanese Film Group sowie Redaktionsmitglied des des Magazins Cinema. Seine hier gezeigten Filme ließ das arsenal - Institut für Film und Videokunst 2018 digital restaurieren.

Im Rahmen des 15. Bundeskongresses der Kommunalen Kinos werden in einem auch für die Öffentlichkeit zugänglichen Filmprogramm Filme gezeigt, die aktuell von deutschen Filmarchiven Restauriert wurden. Für die Filme gehen Restkarten in den freien Verkauf.

 Vorgestellt von Stefanie Schulte Strathaus, Arsenal - Institut für Film und Videokunst, Berlin

 Sa. 07.12.2019, 20:00 Uhr

Sieben Ohrfeigen

15. Bundeskongresss der Kommunalen Kinos

Sieben Ohrfeigen

DEU 1937. R: Paul Martin. D: Lilian Harvey, Willy Fritsch, Alfred Abel, Oskar Sima. 98 Min. FSK: 12

SIEBEN OHRFEIGEN ist ganz im Stil der in Hollywood populären Screwball-Comedies inszeniert: William Tenson MacPhab verabreicht einem millionenschweren Spekulanten sieben Tage lang täglich eine Ohrfeige, damit dieser auch kleine Zahlen zu schätzen lernt. Als Gegenoffensive macht sich dessen Tochter an den Ohrfeigenattentäter ran.

Die Bekanntheit des Ufa-Traumpaares Lilian Harvey und Willy Fritsch sowie die geistreichen von Curt Goetz geschriebenen Dialoge tragen den FIlm. Um das internationale Flair zu unterstützen, wurde die Handlung nach London verlegt, die Aufnahmen entstanden aber überwiegend im Studio. Der FIlm wurde im Jahr 2019 anhand des Original-Negativs digitalisiert und restauriert.

Im Rahmen des 15. Bundeskongresses der Kommunalen Kinos werden in einem auch für die Öffentlichkeit zugänglichen Filmprogramm Filme gezeigt, die aktuell von deutschen Filmarchiven Restauriert wurden. Für die Filme gehen Restkarten in den freien Verkauf.

Vorgestellt von Fabio Quade, Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden

Sa. 07.12.2019, 22:00 Uhr

Ich bei Tag und du bei Nacht

Tonfilme des Weimarer Kinos

Ich bei Tag und du bei Nacht

DEU 1932. R: Ludwig Berger. D: Käthe von Nagy, Willy Fritsch, Amanda Lindner, Julius Falkenstein, Ida Wüst. 97 Min. FSK: 0

Grete arbeitet in einem Maniküre-Salon, Hans ist Kellner in einem Nachtlokal. Beide bewohnen dasselbe Miet-Zimmer: Er bei Tag, sie bei Nacht. Gesehen haben sich die beide noch nicht, hegen aber große Abneigung zueinander: Immer ist irgendwas in Unordnung. Dann lernen sie sich kennen, ohne zu wissen, dass sie das Zimmer teilen…

Die originelle Komödie spielt doppelbödig mit den Glücksversprechen des Kinos im Kontext der Wirtschaftskrise: Die Protagonisten mit den märchenhaften Namen Hans und Grete sehnen sich nach der Liebe, wie sie auf der Leinwand zu sehen ist, wenn man sonntags ins Kino geht.

Einführung: Harald Mühlbeyer

So. 08.12.2019, 19:30 Uhr