Jubiläum! Zum 25. Mal Schwule Filmtage im Cinema Quadrat, zum 25. Mal die besten schwulen Filme. Vom Drama in der georgischen Tanzszene über das südafrikanische Militär und die Liebe in Barcelona bis zur mexikanischen Subkultur der 1980er reicht die diesjährige Programmauswahl, vom französischen Wasserballteam über die kanadische Highschool zu den Dark Rooms von Berlin: Viele der Filme sind preisgekrönt, drei laufen als Preview vor dem Kinostart – und zur Vorführung von Rosa von Praunheims neuestem Film „Dark Room“ begrüßen wir am 10. Februar Hauptdarsteller Heiner Bomhard als Gast!
Ein wahrhaft festliches Programm für alle, die gutes Kino lieben!

Zur Eröffnung mit „Als wir tanzten“ spricht Sören Landmann, LSBTI-Beauftragter der Stadt Mannheim, ein Grußwort, und es gibt für alle Besucher ein Glas Sekt!

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Als wir tanzten

Als wir tanzten

(And Then We Danced)
SWE/GEO 2019. R: Levan Akin. D: Levan Gelbakhiani, Bachi Valishvili, Ana Javakishvili. 105 Min. GeorgOmdtU. FSK: k. A.

Der georgische Volkstanz steht in langer Tradition – und seit jeher für Ausdruck von Maskulinität. Seit seiner Kindheit trainiert Merab mit seiner Tanzpartnerin Mary im Georgian National Ensemble. Seine Welt stellt sich auf den Kopf, als der unbekümmerte Irakli zu dem Ensemble stößt – er wird zu Merabs größtem Rivalen, und zu seinem größten Begehren…

Das vielschichtige Drama um Körperlichkeit und Emotionen wurde auf vielen Festivals preisgekrönt.

Läuft vor dem Bundesstart!

Do. 06.02. & So. 09.02.2020, 19:30 Uhr

This Is Not Berlin

This Is Not Berlin

(Esto no es Berlín)
MEX 2019. R: Hari Sama. D: Xabiani Ponce de León, José Antonio Toledano, Ximena Romo, Mauro Sánchez Navarro. 112  Min. SpanOmdtU. FSK: k. A.

1986, Mexiko-Stadt. Während alle Welt auf die Fußball-WM schaut, entflieht der 17jährige Carlos mit seinem Freund Gera aus dem Familienalltag in die Sex-Drugs-Electro-and-Punk-Abenteuer des mexikanischen Nachtlebens.

Der autobiografische Film porträtiert intensiv die polysexuelle Welt der 1980er-Underground-Nachtclubs mit ihren Künstlern und Aktivisten.

Wir zeigen den mehrfach ausgezeichneten Film vor dem Bundesstart!

Do. 06.02.2020, 19:30Uhr, Mi. 12.02.2020, 21:30 Uhr

Die glitzernden Garnelen

Die glitzernden Garnelen

(Les crevettes pailletées)
FRA 2019. R: Cédric Le Gallo, Maxime Govare.
D: Nicolas Gob, Laban Lenoir, Michaël Abiteboul, David Baïot, Romain Lancry. 103 Min. FrzOmdtU. FSK: 12

Nach einem öffentlichen homophoben Statement wird Vize-Schwimmweltmeister Matthias Le Goff von seinem Verband zu einem besonderen Job verdonnert: Er muss die schwule Wasserballmannschaft „Die glitzernden Garnelen“ trainieren und für die Gay Games fit machen. Dem Team geht es weniger um Wettkampf als darum, gemeinsam eine schillernde Zeit zu haben – und die heißesten queeren Athleten der Welt kennenzulernen… Cédric Le Gallo, Co-Regisseur der ausgelassenen queeren Sportkomödie, spielte selbst in einem schwulen Wasserballteam.

Fr. 07.02.2020, 19:30 Uhr, So. 09.02.2020, 21:30 Uhr

Giant Little Ones

Giant Little Ones

CAN 2018. R: Keith Behrman. D: Josh Wiggins, Maria Bello, Kyle MacLachlan, Darren Mann, Taylor Hickson. 93 Min. EnglOmdtU. FSK: 12

Freundschaft, Erwachsenwerden und Chaos der Gefühle: Franky und Ballas sind beste Freunde und Stars des Highschool-Schwimmteams. Auf Frankys Geburtstagsparty kommen sie sich in betrunkenem Zustand näher – und Franky erlebt in der Folge Mobbing und Gewalt. Zumal sein Vater Jahre zuvor die Familie für einen anderen Mann verlassen hat…

Das Drama mit mitreißendem Soundtrack und furiosen Bildern wurde inspiriert von einer Reihe von Selbstmorden schwuler Jugendlicher in Kanada.

Preview vor der offiziellen Veröffentlichung!

Fr. 07.02.2020, 21:30 Uhr, Mi. 12.02.2020, 19:45 Uhr

Kanarie

ZAF 2018. R: Christiaan Olwagen. D: Schalk Bezuidenhout, Hannes Otto, Germandt Geldenhuys, Gérard Rudolf. 124 Min.AfrikaansOmdtU. FSK: 12

Südafrika 1985. Der 18-jährige Johan Niemand liebt Boy George und Depeche Mode. Dass er für seinen Wehrdienst beim renommierten Soldatenchor „Canaries“ aufgenommen wird, rettet ihn vor dem gefürchteten Drill. Auf einer Tournee verliebt er sich in einen seiner Kameraden…

In einer vor Apartheid, Religion und Krieg geprägten Zeit verbindet das Filmdrama militärische Unterdrückung, Liebe und Musik.

Sa. 08.02.2020, 19:30 Uhr, Mi. 12.02.2020, 17.30 Uhr

End of the Century

End of the Century

(Fin de siglo)
ARG 2019. R: Lucio Castro. D:
Juan Barberini, Ramón Pujol, Mía Maestro, Helen Celia Castro-Wood. 84 Min. SpanOmdtU. FSK: 12

Ocho, argentinischer Dichter, trifft in Barcelona Javi. Nach mehreren missglückten Annäherungen kommt es zu einem heißen One-Night-Stand – der aber alles andere als unverbindlich bleibt. Denn allmählich bemerken Ocho und Javi, dass sie sich 20 Jahre zuvor schon einmal getroffen haben…

In knapp eineinhalb Stunden entfaltet der Film eine epische, Jahrzehnte übergreifende Liebesgeschichte über die Lebensentwürfe – laut IndieWire „der beste schwule Film des Jahres“.

Sa. 08.02.2020, 21:45 Uhr, Di. 11.02.2020, 19:30 Uhr

Darkroom – Tödliche Tropfen

Darkroom – Tödliche Tropfen

DEU 2019. R: Rosa von Praunheim. D: Bozidar Kocevski, Heiner Bomhard, Katy Karrenbauer, Christiane Ziehl, Oliver Sechting. 89 Min. FSK: 16

Ein wahrer Kriminalfall aus dem Jahr 2012: Lars lebt mit seinem Freund Roland in Berlin, das Glück scheint perfekt. Doch im Berliner Nachtleben verabreicht Lars anderen Schwulen heimlich Liquid Ecstasy, mehrere seiner Opfer sterben. Und Roland ahnt nichts von Lars’ Doppelleben.

Rosa von Praunheim inszeniert einen spannenden Krimithriller als grandios gelungene Gratwanderung zwischen Dokudrama und schwulem Camp.

Rosa von Praunheim über seine Darsteller:
„Die Hauptdarsteller des Films, Bozidar Kocevski und Heiner Bomhard, haben sich als ein großer Glücksfall herausgestellt. Ich hatte mit ihnen mein autobiografisches Musical „Jeder Idiot hat eine Oma, nur ich nicht“ im Deutschen Theater inszeniert, das dort seit zwei Jahren erfolgreich läuft. Beide sind große komödiantische Talente und zuerst war ich mir nicht sicher, ob sie die Richtigen wären für ein sehr ernstes Drama, wie es DARKROOM sein sollte. Außerdem war es für sie auch die erste größere Filmrolle. Bei dem Dreh stellte sich heraus, dass beide Hauptdarsteller genial waren, höchst konzentriert und voller Einfälle. Das ist sehr wichtig in meiner Filmarbeit, denn ich bin kein autoritärer Regisseur, der alles im Kopf hat. Ich brauche die Fantasie und die Spontanität meiner Darsteller.“

Die Vorführung am 10. Februar, 19:30 Uhr, findet in Anwesenheit von Heiner Bomhard statt, der im Film die Rolle des Roland spielt.

Mo. 10.2.2020, 19:30 Uhr, Di. 11.02.2020, 21:30 Uhr -