Cinéfête ist ein wanderndes Filmfestival für ein junges Publikum, das von der französischen Botschaft, vom Institut français Deutschland  und der AG Kino - Gilde organisiert wird. Es steht unter der Schirmherrschaft der Bildungsminister der 16 Bundesländer.

Sein Ziel ist es, mittels aktueller Filme das Interesse junger Menschen an der französischen Sprache und Kultur sowie an der Frankophonie zu wecken. Der Leitsatz von Cinéfête ist die Erweiterung von Horizonten, das Fördern kultureller und sprachlicher Bildung und nicht zuletzt auch der Einblick in andere Leben und Lebensweisen. Kurzum: Alles das, was Kino kann.

Um im Unterricht über die Filme sprechen zu können und um Ihre Klasse auf die Teilnahme an der Cinéfête vorzubereiten, steht Ihnen entsprechendes Lehrmaterial zur Verfügung. Darüber hinaus organisiert das Institut français Ihres Bundeslands weiterführende Kurse und Informationsveranstaltungen. Informationen hierzu finden Sie unter www.cinefete.de.

 Seit ihrer Gründung hat die Cinéfête jährlich mehr als 100 000 Zuschauer in 100 Kinos in 85 deutschen Städten gelockt. Cinema Quadrat e.V. beteiligt sich seit Anbeginn.

 

 

Ort

Cinema Quadrat Mannheim, Collini-Center Foyer, Collinistraße 1, 68161 Mannheim

Reservierungen

Verbindliche Anmeldungen bis 17. November 2017
Bitte mit diesem Online-Formular anmelden.

Eintritt

Eintritt: 4,- € je Schüler / 2 Lehrkräfte pro Klasse frei

Weitere Informationen

Spielplan der Cinéfête Mannheim im Überblick

Weitere Informationen zur Cinéfête finden Sie auf der Webseite der Cinéfête.

Ma vie de courgette

Ma vie de courgette – Mein Leben als Zucchini

FRA/CHE 2016. R: Claude Barras. Animationsfilm. 66 Min. OmdtU. FSK: 0

Als seine Mutter stirbt, ist der neunjährige Icare, genannt „Zucchini“, völlig auf sich allein gestellt. Zum Glück gibt es den fürsorglichen Polizisten Raymond, der den kleinen Jungen ins Heim von Madam Papineau bringt, wo er mit anderen Kindern aufwachsen und seinen Platz in der Gesellschaft suchen kann. Doch der Anfang in seinem neuen Zuhause fällt Zucchini nicht leicht, schließlich haben auch die anderen Kinder wie zum Beispiel der freche Simon oder die schüchterne Alice schon viel erlebt. Eines Tages stößt die mutige Camille zu der Truppe – und auf einmal ist Zucchini zum ersten Mal in seinem Leben verliebt! Doch leider will Camilles Tante das Mädchen zu sich holen, damit sie das Pflegegeld einsacken kann. Zucchini und seine Freunde versuchen nun mit allen Mitteln, Camille bei sich zu behalten. Der bunte, Stop-Trick-animierte Film von Claude Barrashat kann eine lange Liste an Erfolgen aufzuweisen, darunter eine Nominierung für den Oscar als besten animierten Film. Oder zwei Césars für Film und Drehbuch. Oder einen überwältigend positiven Konsens der Filmkritiker weltweit. Am meisten sticht jedoch Barras' feinfühliger Umgang mit großen Emotionen heraus, egal ob sie schön oder unschön sind.

Empfohlen ab Klasse 3 Schulfach: Französisch
Schlagwörter: Kreativ, Familie, Träume und Ziele, Freundschaft, Verlust, Kindheit
Weitere Infos: Ma vie de courgette

Do. 23.11.2017 & Di. 28.11.2017, 09.00 Uhr, Mi. 29.11.2017, 11:00 Uhr

Merci patron

Merci, Patron!

FRA/BEL 2016. R: François Ruffin. Dokumentarfilm. 84 Min. OmdtU. FSK: k. A.

Vier Euro pro Tag für eine dreiköpfige Familie, ein Butterbrot zu Weihnachten, kein Öl für die Heizung im tiefsten Winter – Familie Klur ist am Ende. Seit der Schließung einiger Fabriken durch den Luxuskonzern LVMH in Nordfrankreich haben viele Menschen ihre Arbeitsplätze verloren. Die Klurs sind Opfer von Outsourcing und Lohndumping und kurz davor, ihr Haus aufgeben zu müssen, als François Ruffin an ihrer Haustür klopft. Der Regisseur und Journalist ist Mitglied einer militanten Gruppe, die die Protestbewegung „Nuit Debout“ in Frankreich gründete. Familie Klur und der Journalist schmieden gemeinsam einen Plan, um die Aufmerksamkeit des Firmenchefs von LVMH, Bernard Arnault, zu gewinnen.

Ruffin, Gründer der linken Satirezeitschrift „Fakir“, zeigt eine Seite Frankreichs, die sonst nur in Zahlen dargestellt wird. „Merci, Patron!“ ist ein amüsantes Spektakel gegen Bernard Arnault, einen der reichsten Franzosen, das an die Filme Michael Moores erinnert. Der Film ist aber zugleich effektives politisches Werkzeug der französischen Protestbewegung gegen die Arbeitsmarktreformen.

Empfohlen ab Klasse 9
Schulfächer: Ethik/Religion, Politik, Französisch
Schlagwörter: Familie, Träume und Ziele, Arbeit, Moral, Globalisierung, Soziales / Zusammenleben.
Weitere Infos: Merci, Patron

Do. 23.11.2017, 11:00 Uhr, Mo. 27.11.2017, 14:00 Uhr:

Jamais conente

Jamais contente

FRA 2016. R: Émilie Deleuze. D: Léna Magnien, Patricia Mazuy, Philippe Duquesne. 90 Min. OmdtU. FSK: k. A.

Aurore ist 13, hässlich und eine Null … denkt sie. Sie ist genervt von allem. Von ihren Eltern, die sie aufs Internat schicken wollen. Von ihrer perfekten Schwester, die nur gute Noten nach Hause bringt. Und von den Lehrern, die wollen, dass sie in der Schule aufpasst. Unglücklich ist sie auf jeden Fall, denn alles ist zum Heulen. Wer kann ihr helfen? Vielleicht der neue Lehrer, der ihre versteckten Talente ahnt. Oder die Band, die sie als Sängerin haben will?

Das Leben ist nicht leicht, vor allem nicht mit 13. Umso aufschlussreicher ist dieser Blick in den Kopf einer intelligenten, schlagfertigen jungen Frau. Nicht nur für die zahlreichen Jugendlichen, die sich ohne Zweifel mit Aurore identifizieren können. Die Zuschauer nehmen an Aurores Leben teil und beobachten sie dabei, wie sie ein Ventil für ihre Emotionen und Gedanken sucht. Wertvolle Lektionen verstecken sich in Émilie Deleuzes Film – Lektionen, für die man nie zu alt sein kann.

Empfohlen ab Klasse 5
Schulfach: Französisch
Schlagwörter: Familie, Musik, Kindheit, Soziales / Zusammenleben
Weitere Infos: Jamais contente

Do. 13.11.2017, 14.00 Uhr, Mo. 27.11.2017, 11:00 Uhr, Mi. 29.11.2017, 09:00 Uhr (Termin am 29.11. ist ausgebucht)

Les malheurs de Sophie

Les Malheurs de Sophie

FRA 2016. R: Christophe Honoré. D: Caroline Grant, Anaïs Demoustier, Golshifteh Farahani, Muriel Robin. 107 Min. OmdtU. FSK: k. A.

Sophie de Réan ist ein neugieriges Mädchen voller Energie und Lebenslust. Zusammen mit ihrem Cousin Paul und ihren Freundinnen verbringt sie ihre Kindheit in einem malerischen Chateau, erkundet die umliegenden Schlossgärten und treibt verschiedenen Unfug. Als Sophies Eltern sich entscheiden, in die USA zu ziehen, muss sie sich von ihren Freunden trennen – doch ein Drama wird ihr Schicksal verändern. Verwaist wird das kleine Mädchen von ihrem Vormund abgeholt, der schrecklichen Madame Fichini, und kehrt nach Frankreich zurück. Dort weiß sie sich mit ihren Freunden gegen die böse Stiefmutter zu wehren.

Christophe Honoré verfilmte das berühmte gleichnamige französische Kinderbuch aus dem Jahr 1858 quirlig, spielerisch, mit einem Gespür für Humor und Melancholie, und wird dabei von einer Schar sehr lebendiger, authentischer Kinder als Hauptdarsteller bestens unterstützt.

Empfohlen ab Klasse 1
Schulfächer: Französisch, Geschichte
Schlagwörter: Kreativ, Familie, Kindheit, Magie
Weitere Infos: Les malheurs de Sophie

Fr. 24.11.2017, 09:00 Uhr

Le ciel attendra

Le ciel attendra - Der Himmel wird warten

FRA 2016. R: Marie-Castille Mention-Schaar. D: Sandrine Bonnaire, Clotilde Courau, Noémie Merlant, Naomie Amarger. 105 Min. OmdtU. FSK: 12

Sylvie und ihre Tochter Mélanie können über alles miteinander reden, egal, ob es um Jungs, Kleidung oder die Schule geht. Doch dann lernt Mélanie im Internet einen Jungen kennen. Er schmeichelt ihr mit Komplimenten, spricht mit ihr über Religion – bis die junge Frau nach Syrien geht, um Terroristin zu werden. Catherine und Samir scheinen mit ihrer 17-jährigen Tochter Sonia eine glückliche Familie zu sein – bis plötzlich ihr Haus gestürmt und die Teenagerin festgenommen wird. Denn wie sich herausstellt, hatte sie einen Anschlag geplant, um ihrer Familie einen „Platz im Paradies“ zu sichern. Sylvie und Catherine, beide erschüttert von den Entscheidungen ihrer Töchter, wollen Mélanie und Sonia überzeugen, ein Leben ohne Hass und Selbstzerstörung zu wählen…

Es ist ebenso absurd wie erschreckend, wenn europäische Teenager sich bereit erklären, in den Nahen Osten zu gehen und dort den Heiligen Krieg zu kämpfen. In ihrem Drama untersucht Mention-Schaar die Gedankenwelten zweier junger Frauen, beide befinden sich an unterschiedlichen Zeitpunkten der Radikalisierung. Hinter einem komplexen, interessanten und höchstrelevanten psychologischem Konstrukt stellt die Regisseurin vor allem eine Frage: "Gibt es einen Weg zurück?"

Empfohlen ab Klasse 11
Schulfächer: Ethik/Religion, Französisch, Politik
Schlagwörter: Familie, Träume und Ziele, Religion und Tradition, Jugend, Krieg, Soziales / Zusammenleben

Weitere Infos: Le ciel attendra

Fr. 24.11.2017, 11:00 Uhr, Mi. 29.11.2017, 14:00 Uhr

Quand on a 17 ans

Quand on a 17 ans – Mit Siebzehn

FRA 2016. R: André Téchiné. D: Sandrine Kiberlain, Kacey Mottet Klein, Corentin Fila, Alexis Loret. 115 Min. OmdtU. FSK: 12

Irgendwo in den französischen Pyrenäen gehen die beiden 17-jährigen Damien und Thomas in dieselbe Klasse eines Gymnasiums. Damien wohnt bei seiner Mutter Marianne, einer Landärztin, im Tal. Sein Vater ist Hubschrauberpilot beim Militär und befindet sich im Auslandseinsatz. Der adoptierte Thomas lebt hingegen auf einem entlegenen Bauernhof und braucht jeden Tag mehr als eine Stunde zur Schule. Als bei seiner Mutter eine Schwangerschaft festgestellt wird, lädt Marianne Thomas dazu ein, für eine Weile bei ihr und Damien zu wohnen, um die Familie zu entlasten und auch der kürzere Schulweg würde ihm sicher guttun. Sie ahnt nicht, dass die beiden sich nicht leiden können und in der Schule beim geringsten Anlass aufeinander losgehen. Doch als Marianne ihre Raufereien entdeckt, weiß keiner zu sagen, woher die seltsame Feindschaft eigentlich rührt...

André Téchiné, seit den 1960ern aktiv und einer der großen französischen Regisseure, erzählt vom komplexen Themengebiet der Pubertät und des seelischen Wachstums in seiner so präzisen wie subtilen Studie des modernen Erwachsenwerdens.

Empfohlen ab Klasse 11
Schulfach: Französisch
Schlagwörter: Familie, Träume und Ziele, Freundschaft, Soziales / Zusammenleben
Weitere Infos: Quand on a 17 ans

Fr. 24.11.2017, 14:00 Uhr, Di. 28.11.2017, 11.00 Uhr

Swagger

Swagger

FRA 2016. R: Olivier Babinet. Dokumentarfilm. 84 Min. OmdtU. FSK: k. A.

Sie haben „Swag“ – also eine lässige Coolness; dazu braucht es eine positive Einstellung und ein perfektes Outfit: Elf Teenager aus Aulnay, einem der unterprivilegiertesten Vororte Frankreichs, nur 15 Kilometer von Paris entfernt, wo „die Weißen“ wohnen. Die jugendlichen Protagonisten sprechen über ihre Träume und Ziele – die arabischstämmige Naila beispielsweise will Architektin werden, obwohl sie weiß, dass die Ausbildung teuer ist. Der junge Régis hat im Thema Mode sein Ding gefunden. Trotz aller Schwierigkeiten ihrer Herkunft und ihres Umfelds wollen sie weiterkommen im Leben. Und gut aussehen.

Der Film inszeniert die „Swagger“ und gibt ihnen eine Bühne zur Selbstinszenierung. Sie nehmen die Opferrolle nicht an und präsentieren stolz ihre eigene Identität und Ambition. SWAGGER ist ein Panorama moderner Jugendkultur in den Banlieues und dabei das Gegenteil eines Sozialdramas: eine vor Vitalität strotzende und großartig choreografierte Teenagerfantasie, die ein tief gespaltenes, postkoloniales Land zeigt.

Empfohlen ab Klasse 7
Schulfächer. Politik, Französisch
Schlagwörter: Träume und Ziele, Freundschaft, Musik, Kultur, Soziales / Zusammenleben
Weitere Infos: Swagger

Mo. 27.11.2017, 09:00 Uhr

Frantz

Frantz

FRA/DEU 2016. R: François Ozon. D: Pierre Niney, Paula Beer, Ernst Stötzner, Marie Gruber, Johann von Bülow. 114 Min. OmdtU. FSK: 12

FRANTZ, François Ozons Drama aus der Nachkriegszeit des Ersten Weltkriegs, ist in größten Teilen ein deutschsprachiger Film – der jedoch inhaltlich sehr eng mit der französischen Geschichte verbunden ist: Auf dem Friedhof im Quedlinburg des Jahres 1919 lernt die junge Anna den Franzosen Adrien kennen – sie trauert um Frantz, ihren Verlobten. Adrien erzählt ihr, vor dem Krieg eng mit Frantz befreundet gewesen zu sein. Anna und Frantz’ Eltern nehmen ihn bei sich auf, eine deutsch-französische Freundschaft entsteht – bis Adrien Anna sein dunkles Geheimnis gesteht und nach Frankreich zurückkehrt. Anna folgt ihm...

100 Jahre nach Ende des „Grande Guerre“ gedenkt François Ozon mit seinem charaktergetriebenen Drama in stilvollen schwarzweißen Bildern der damaligen Gesellschaft und den verheerenden Konsequenzen, die Krieg auf die menschliche Seele und das kollektive Leben hat. François Ozon: „Ich wollte davon erzählen, wie Lügen und Geheimnisse in dramatischen Zeiten wie des Krieges und der Krise den Menschen beim Überleben helfen können.“

Empfohlen ab Klasse 9
Schulfächer: Französisch, Geschichte
Schlagwörter: Krieg, Soziales / Zusammenleben, Verlust
Sprachfassung: Deutsch & Französisch mit deutschen Untertiteln
WeitereInfos: Frantz

Di. 28.11.2017, 14:00 Uhr