Triumph des Willens

Der Film, der den Mythos Riefenstahl begründete – die Regisseurin oszillierte zeit ihres Lebens zwischen den Polen einer innovativen Filmästhetin und einer propagandistischen Wegbegleiterin Adolf Hitlers. TRIUMPH DES WILLENS dokumentiert – mit für die Kamera inszenierten Bildern – den Reichsparteitag 1934 in Nürnberg; der Filmtitel bezieht sich auf den Willen zur Macht, den Hitler stellvertretend für das deutsche Volk verkörpere. Mit dynamischen Kamerabewegungen, rhythmischer Montage, suggestiver Musikuntermalung feiert Riefenstahl das Volk, das Reich, den Führer. Hitler steigt mit dem Flugzeug wie ein Erlöser vom Himmel herab, wird von den Massen wie ein Popstar bejubelt, er wirkt als Hohepriester eines Massenkultes, die Kamera nimmt eine fast erotische Beziehung zu ihm auf: TRIUMPH DES WILLENS ist hochkünstlerisches Propagandaprodukt mit vielerlei Nachwirkungen sowohl in der Ästhetik von Film, Popkultur und Werbung als auch in der Diskussion um das Verhältnis von Kunst, Politik und Ethik im Dokumentarfilm.

Einführung: Dr. Kilian Schultes, Universität Heidelberg

Prpoaganda im NS-Kino

Triumph des Willens

DEU 1935 R: Leni Riefenstahl. Dokumentation. 114 Min.

FSK: 18