RASHOMON ist einer der bedeutendsten Filme überhaupt: Ein Meilenstein der internationalen Filmgeschichte, der nach dem Weltkrieg Japan wieder ins Bewusstsein des Westens rückte: Es geht um einen Räuber, der einen Samurai ermordet und dessen Frau vergewaltigt hat. Doch das wird nicht einfach erzählt, sondern multiperspektivisch aufgefächert. In einer stilisierten Gerichtsverhandlung wird das Geschehen von den Tatbeteiligten wiedergegeben – der ermordete Samurai redet über ein Medium –, was wiederum in eine Rahmenhandlung verschachtelt wird. Kurosawa präsentiert uns fast spielerisch eine philosophische Abhandlung über Schuld und Ehre, Lüge und Wahrnehmung und darüber, was den Glauben an die Menschheit noch aufrechterhalten könnte. Der Film wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Goldenen Löwen von Venedig und mit dem Oscar als bester ausländischer Film.

15. Mannheimer Filmseminar: Akira Kurosawa

Rashomon

(Rashômon)

JAP 1950 R: Akira Kurosawa. D: Toshirō Mifune, Machiko Kyō, Masayuki Mori, Kichijiro Ueda. 88 Min. OmdtU.

FSK: frei ab 16 Jahren