Chamäleonhaft schlüpft Blanchett in ein gutes Dutzend Rollen, von der konservativen Mutter über die Grabrednerin und Punkerin bis zur Reporterin oder zum Obdachlosen – und rezitiert aus dem Alltag dieser Figuren heraus künstlerische Manifeste der letzten Jahrzehnte. Futuristen, Dadaisten, Fluxus, Suprematisten oder Situationisten, Claes Oldenburg, André Breton, Lars von Trier oder Jim Jarmusch sind vertreten: Textcollagen darüber, was Kunst ist, was Kunst sein kann und sein sollte. Die ästhetischen, kulturhistorischen oder politischen Erklärungen stehen quer zur oft aberwitzigen Situation, in denen sie hier verkündet werden.

Ursprünglich eine Videoinstallation für Kunstmuseen des renommierten Künstlers Julian Rosefeldt, funktioniert MANIFESTO in der Kinofassung mindestens ebenso gut. Nicht zuletzt dank der wandlungsfähigen und spielfreudigen Cate Blanchett

Neu in Mannheim

Manifesto

DEU 2017 R: Julian Rosefeldt. D: Cate Blanchett. 98 Min. OmdtU.

FSK: ohne Altersbeschränkung