Die Performance-Künstlerin Laurie Anderson, seit Jahrzehnten Star der New Yorker Subkultur, knüpft in diesem Film Erinnerungen, Träume und Beobachtungen zu Amerika nach 9/11 an den Tod ihres geliebten Hundes. Erst stirbt der Hund, dann die Mutter, dann der Mann, der Sänger und Gitarrist Lou Reed. Anderson wurde harsch mit den großen Fragen konfrontiert: Was soll der Tod? Wozu die Liebe? Wohin geht das Leben? Die filmischen Bilder zu diesen wohl philosophischsten aller Fragen illustrieren das Gesagte und werden trotzdem einem eigenen ästhetischen Anspruch gerecht. Anderson hat einen Film gedreht, bei dem man zu ihrer Stimme auf einem beruhigenden Soundteppich aus Synthies floatet, der in atmosphärisch dichten 70 Minuten ein Erinnerungs- und Reflexionsfeuerwerk abfackelt, das das extrem Persönliche zu einem allgemeingültigen existentiellen Ratgeber zu machen versucht. Ein Versuch, der geglückt ist. „Ein wunderbarer Film.“ (Die ZEIT)

Neu in Mannheim

Heart of a Dog

USA/FRA 2015 R: Laurie Anderson. Dokumentation. 75 Min. OmdtU.

FSK: unbekannt