Der Tod von Ludwig XIV.

Leid und Sterben machen auch vor den Mächtigsten, ja Absoluten nicht Halt: Der Sonnenkönig Ludwig XIV. – eine Paraderolle für die Truffaut- Ikone Jean-Pierre Léaud – verspürt im August 1715 nach einem Spaziergang Schmerzen im Bein. Die nächsten Tage verbringt er in seiner Kammer, führt die Regierungsgeschäfte bestmöglich weiter und gleitet allmählich seinem Tod entgegen. Ein Historienfilm als Kammerspiel, Opulenz auf engstem Raum, der Totentanz eines Bettlägerigen – während um den Kranken herum schon so eifrig wie eifersüchtig an der Zukunft ohne ihn gebastelt wird. Albert Serra verzichtet weitgehend auf das, womit Ludwig XIV. heute wie kein anderer Monarch in Verbindung gebracht wird: Auf Pomp, Bombast und ausschweifende Feste. Konzentriert widmet er sich dem Überlebenskampf des einst glanzvollen Königs, der nur noch ein Schatten seiner selbst ist: Der absolutistische Herrscher von Gottes Gnaden wirkt sterblich, ein Mensch wie du und ich.

„Sicherlich der schönste Film in Cannes 2016.“ (Sight & Sound)

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Der Tod von Ludwig XIV.

(La mort de Louis XIV)

FRA/POR/ESP 2016 R: Albert Serra. D: Jean-Pierre Léaud, Patrick d'Assumcao, Marc Susini, Irène Silvagni. 115 Min. OmdtU.

FSK: 12