Ein Trickfilm für Cinema Quadrat

Unsere Mitarbeiterin Monika Hamryszak hat uns zum Abschied einen tollen Trickfilm-Trailer hinterlassen, den wir schon im Kino gezeigt haben. Auch unseren Homepage-Besuchern wollen wir ihn nicht vorenthalten.

Monika Hamryszak hat im Jahr 2013/2014 ein Freiwilliges Kulturelles Jahr bei uns absolviert. Sie ist künstlerisch tätig und arbeitet vor allem als Fotografin. Hier geht es zu ihrer Facebook-Seite.

16.07.2015

Bushaltestellen und Toilettenanlagen

Am 24.07.2015 berichtete die Rheinpfalz über den "Großen Endhirsch" in der Mannheimer Feuerwache.

 

»Die Kurz- und Nachwuchsfilmer der Rhein-Neckar-Region sind zahlreich. Das belegt seit acht Jahren die Reihe „Zum Goldenen Hirsch“, die im Wechsel in Mannheim und Heidelberg stattfindet. Seien es Kurzspielfilme, kurze Dokus oder Musikvideos – hierwerden die Produktionen der regionalen Filmer einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. Am Wochenende war wieder einmal Zeit, Bilanz zu ziehen: beim vierten „Großen Endhirsch“.

Das dreitägige Festival markierte in der Mannheimer Alten Feuerwache den Endpunkt derKurzfilmsaison von Herbst 2013 bis Frühjahr 2015. An insgesamt zwölf Abenden in diesem Zeitrahmen hatte das Publikum jeweils einen Sieger gewählt, der sich damit für den „Endhirsch“ qualifizierte. Jetzt traten die Siegerfilme gegeneinander an und konkurrierten um die Gunst sowohl des Publikums als auch einer fünfköpfigen Fachjury.

Die Jury vergab ihren Preis, denmit 333,33 Euro dotierten „Großen Endhirsch“, an den Animationsfilm „n gschichtn“. Das schon vielfach ausgezeichnete Werk ist die Diplomarbeit der 34-jährigen Wald-Michelbacherin Eva Becker an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach. Ihr wunderbar surrealer Filmerzählt in einer guten Viertelstunde von Wartenden an einer Haltestelle, von einem Zug, der wegen einer Dialogstörung nicht vorankommt, von Möppi Weisbrodt und dem Herrn Kolk, denen ein Kausalitätsfehler zu schaffen macht, von Entenküken, einem Schwall Erbrochenemund vielemmehr. Es ist ein Film, der inspiriert scheint von Videospielen und unendlich langen Stunden vor dem Computer. „n gschichtn“ ist kaum nachzuerzählen, weil der Film weniger über die Handlung, als vor allem über die reiche dialektale Sprache und über die Bilder funktioniert, die Eva Becker selbst gezeichnet und gestaltet hat. Ein Film auch, der überaus witzig ist, ohne gezielt auf Pointen aus zu sein, voller Einfälle und voller Figuren, von denen man sehr gerne noch mehr sehen würde.

Der zweite Preis, der ebenfalls mit 333,33 Euro dotierte „Kleine Endhirsch“, ging an einen Vierminüter, der sich erst über den Umweg des „Lucky Loser Wettbewerbs“ für die Endrunde qualifiziert hatte. „Le film de bons enfants“ ist ein Familienfilm von Thomas TheoHofmann, der seine Karriere mit Produktionen beim „Offenen Kanal“ in Ludwigshafen begonnen hat und seit zwölf Jahren als freier Filmemacher in Berlin lebt. Er war unter anderem Produzent der Dokumentation „Kings of Kallstadt“, die im vergangenen Herbst in den Kinos lief.

Mit seiner Frau, der Kostümbildnerin Heike Hofmann („Die Fallers – Eine Schwarzwaldfamilie“), und den beiden Kindern im Alter von vier und sieben Jahren, dreht er an freien Tagen kleine Filme. Manchmal nur, um neue Software oder neues Equipment auszutesten. Im „Film de bons enfants“ fordert ihn die gelangweilte siebenjährige Tochter auf, endlich mal ein anspruchsvolleres Werk zu drehen, eines, so das Mädchen altklug, das die Kinder sowohl formal als auch intellektuell bei ihrem derzeitigen Bewusstseinsstand abhole. Das Ergebnis, mit dem sich die kleinen Geschwister am Ende durchaus zufrieden zeigen, ist eine schwarz-weiße Nouvelle-Vague-Variation mit französischen Zwischentiteln. Kunstkino als das etwas andere Heimkino, versehen mit musikalischen Klopfzeichen der Familienmitglieder.

Ebenfalls nach Berlin führte ein weiterer Beitrag aus dem „Lucky Loser Wettbewerb“, in dem Filme versammelt waren, die es bei den „Goldenen Hirsch“-Abenden nicht auf den ersten Platz geschafft hatten, die das Auswahlkomitee aber dennoch für einen Hauptpreis vorschlug. So sprach die Jury in diesem  Jahr eine besondere Anerkennung, den „Hirsch auf dem goldenen Thron“, für „Wie es läuft“ aus. Dieser Sonderpreis geht an den 24-jährigen Lukas Laier aus Dielheim bei Wiesloch. Sein kurzer Film dokumentiert die Eröffnung einer öffentlichen Toilettenanlage unter dem Fernsehturm am Alexanderplatz. Für sein Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft in Berlin war er beauftragt worden, einen Text über die Veranstaltung zu verfassen. Es war seine Entscheidung, dazu die Kamera mitzunehmen und die offizielle Einweihung, die zum Teil wirkt wie ihre eigene Karikatur, in Bildern festzuhalten. Die Jury lobte Laier für seinen Entschluss und „seinen guten Riecher“.

Der Publikumspreis ging an „Monstersinfonie“ der 24-jährigen Mannheimerin Kiana Nagshineh, die Animation an der Filmakademie Baden-Württemberg studiert. Ihr völlig stimmiger, drei Minuten kurzer Zeichentrickfilm ist im Rahmen des Studiums entstanden und führt, sehr liebevoll erzählt, in die Kindheit und die Welt der guten und der bösen Träume. Eine herrliche Gutenachtgeschichte« Stefan Otto

10.07.2015

Neue Geschäftsleitung im Cinema Quadrat

Ubbo Gronewold ist der neue Geschäftsführer

 

Seit dem 1. Juli 2015 hat Cinema Quadrat einen neuen Geschäftsleiter. Ubbo Gronewold verfügt über einschlägige Kenntnisse im Kinobereich und über Erfahrungen im Organisieren kultureller Veranstaltungen in der Metropolregion. Zuständig ist er für einen reibungslosen Kinobetrieb, leitet das Team und stellt mit dem Programmausschuss das Kinoprogramm zusammen. "Ich möchte das traditionsreiche Kommunale Kino erfolgreich weiterführen", sagt Gronewold. "Darüber hinaus möchte ich neue Impulse setzen sowie neue Kooperationen mit weiteren regionalen Partnern und Institutionen etablieren. Durch eine noch stärkere Einbindung des Cinema Quadrat in die Kulturlandschaft der Metropolregion wollen wir zusätzliche Zielgruppen für das Kino begeistern. Kinobesucher gehen bewusst ins Kino, erwarten dort aber auch etwas, das über das reine Filmschauen zu Hause hinaus geht. Regisseursbesuche, Filmtalks und Festivals wie "Der große Endhirsch" machen das Kino zum Ort des Austausches und der Begegnung. Hierdurch wie auch durch unsere moderne Projektionstechnik bieten wir den Zuschauern ein zeitgemäßes Kinoerlebnis. In Zeiten des medialen Überflußes im Internet sehen wir als unsere Aufgabe, das Kino durch eine hochwertige Filmauswahl besonders attraktiv zu gestalten, damit viele Menschen sich Filme auf der großen Leinwand anschauen."

18.05.2015

Cinema Quadrat sucht Geschäftsführerin / Geschäftsführer

Wir suchen ab dem 01.07.2015 die/den Geschäftsführerin / Geschäftsführer in Vollzeit.

 

CINEMA QUADRAT e.V. betreibt das kommunale Kino in Mannheim.

Wir suchen ab dem 01.07.2015 die/den Geschäftsführerin / Geschäftsführer in Vollzeit.

Sie erwartet ein sehr abwechslungsreicher, interessanter Arbeitsplatz mit vielen Gestaltungsmöglichkeiten und einer hohen Verantwortung. Unterstützt werden Sie von engagierten Teilzeitkräften und ehrenamtlich Aktiven des Vereins.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung bis zum 31. Mai 2015, wenn Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

- Sie sind wie wir film- und kinobegeistert (idealerweise im Arthaus-Bereich).
- Sie sind offen, kommunikativ und teamfähig,
- Sie bringen betriebswirtschaftliche und gute EDV-Kenntnisse (Office) mit.

Vorteilhaft ist einschlägige Berufserfahrung in Kinobetrieben oder der Kulturverwaltung.

Rückfragen und Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen in elektronischer Form an: bewerbung(at)cinema-quadrat.de

13.04.2015

Jacky im Königreich der Frauen

Die Rheinpfalz empfielt Film im Cinema Quadrat

 

»Die Franzosen mal wieder! Drehen einfach eine Satire, deren Entstehung im ängstlichen Deutschland wohl unmöglich gewesenwäre. Für Regie und Drehbuch zeichnet Riad Sattouf, langjähriger Mitarbeiter bei Charlie Hebdo, verantwortlich. Allerdings entstand der Film des Comic-Zeichners lange vor demAttentat vom 7. Januar. Sattouf, franko-syrischer Abstammung, entwirft die Demokratische Volksrepublik Bubunne, deren militärische Ästhetik an das sozialistische Nordkorea und deren Geschlechterapartheid an Islamisten erinnert. Nur haben hier uniformierte Frauen, ausgerüstet mit Knarren, das Sagen. Die Männer, voll verschleiert, sind geilen Blicken ausgesetzt, leben in ständiger Angst vor Vergewaltigung und sind zur Hausarbeit verdammt. Der hübsche, 20-jährige Jacky ist verliebt in „La Colonnelle“, die Tochter der Diktatorin. Seine Versuche, ihr näherzukommen, werden von seinem Onkel, einem Untergrund-Männerrechtler, dazu benutzt, einen Aufstand gegen das Matriarchat anzuzetteln. Das reuelose Gekasper im Stil der Monty Pythons ist geprägt von handfestem Klamauk, Sprachwitz und groteskem Slapstick, wobei leider mancher Gag zu Tode geritten wird. (chy)

Frankreich 2013, Regie: Riad Sattouf, Darsteller:Vincent Lacoste, Charlotte Gainsbourg,Michel Hazanavicious, 94 Minuten, ab zwölf Jahren. Mannheim: Cinema Quadrat«

07.04.2015

Cinema Quadrat sucht neue Vorführräume

Die Rheinpfalz berichtete am 02.04.2015 über die Mitgliederversammlung des Cinema Quadrat e.V.

 

Ernst Gramberg ist auf der Mitgliederversammlung des Mannheimer Cinema Quadrat einstimmig als Vorsitzender und Peter Bär als sein Stellvertreter bestätigt worden. Ein zentrales Thema der Mitgliederversammlung war die Standortsuche angesichts der ungeklärten Zukunft des Collini Centers. Der Vorstand hat nach einer Mitteilung des Cinema Quadrat eine Vielzahl möglicher Standorte, die die erforderlichen Voraussetzungen für einen Kinosaal wie etwa fünf Meter Deckenhöhe oder 230 Quadratmeter Gesamtfläche mitbringen, überprüft. Das kommunale Kino Mannheims prüft besonders ein Unterkommen im dritten Obergeschoss des Stadthauses N 1. „Die Räume des ehemaligen Panoptikums sehen wir momentan als einzige Möglichkeit und auch als eine günstige Lösung“, so Peter Bär. (rhp)