CRASH
GBR/CAN 1995. R: David Cronenberg. D: James Spader, Holly Hunter, Deborah Unger. 100 Min.

In CRASH macht Cronenberg das Automobil zum Sinnbild lebensfeindlicher Technologie und zum sexuellen Symbol für den Zerstörungstrieb des modernen Menschen: Der Mensch erfindet Maschinen, um die ihm von seinem Körper gesteckten Grenzen zu überwinden. Stahl wird zur Verlängerung von Muskeln, Chrom und Gummi zur neuen Haut, der Motor zum mechanischen Herz. Die Handlung ist schnell erzählt: Der Werbefilmer Ballard (benannt nach dem Autor der Romanvorlage) lernt durch einen Autounfall Helen kennen und gerät durch sie in eine Welt fremder Sexualität. Prophet dieser Welt ist Vaughan, der die tödlichen Unfälle berühmter Filmstars rekreiert und den Körper seiner Freundin allmählich zu einem vernarbten Kunst-Werk gestaltet. Ballard zieht bald seine Frau in sein neues Leben hinein, und beide finden zu einer radikalen, neuen Form der Liebe.
Handwerklich auf höchstem Niveau schaffen Kamera, Schnitt und Musik eine tranceähnliche Atmosphäre: Bei der Premiere in Cannes verließen etliche Kritiker empört den Saal, während andere das Werk frenetisch feierten. Die Jury wusste reagierte mit der Verleihung des eigens neu geschaffenen »Prix Audace« für künstlerische Originalität und Gewagtheit.
Vorgestellt von Joachim F. Danckwardt, Fokus: „Das Automobil als Sinnbild lebensfeindlicher Technologie und gleichzeitig als sexuelles Symbol für den Zerstörungstrieb des Menschen in der modernen Gesellschaft“
FSK: keine Jugendfreigabe (ab 18)
Termine: | 07.02.2010, 19:30 |  |
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