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17. SCHWULE FILMTAGE
2. bis 8. Februar 2012
Die Schwulen Filmtage sind längst eine Institution in Mannheim - zum 17. Mal finden sie im Cinema Quadrat statt. Zum 17. Mal zeigen wir Spielfilme, in deren Mittelpunkt die Liebe zwischen Männern steht. Das kann witzig sein und tragisch, traurig und frivol. Meistens ist es alles auf einmal. Aktuelle Filme aus Südafrika, Argentinien, Großbritannien, Frankreich und Deutschland erzählen, wie man bzw. Mann auf der Welt lebt und liebt. Wir starten die Schwulen Filmtage mit einer außergewöhnlichen Geschichte: ROMEOS, das Spielfilmdebüt der Regisseurin Sabine Bernardi begeisterte das Berlinale-Publikum 2011. Humorvoll und sensibel, mit einem wilden, aufgekratzten Charme behandelt ihr Film das Thema Transgender und erzählt ganz nebenbei einiges über die Kölner Großstadtkultur. ROMEOS zeigt, welchen Mut es erfordert zu sich selbst zu stehen und mit all seinen Sehnsüchten glücklich zu werden.
Für alle Besucher des Eröffnungsfilms ROMEOS gibt es am Donnerstag, 2. Februar um 19.30 Uhr ein Glas Sekt zur Begrüßung.
Romeos … anders als du denkst!
DEU 2011. R: Sabine Bernardi. D: Rick Okon, Maximilian Befort, Liv Lisa Fries u.a. 94 Min. FSK: ab 16
Im falschen Körper geboren zu sein, war schon immer ein interessanter Filmstoff für seichte Verwechslungscomedys oder bleischwere Arthaus-Dramen. Sabine Bernardi findet in ihrem Debütfilm die richtige Mischung: Transsexualität als Thema ernst nehmen, respektvoll behandeln und dennoch mit wunderbar frischer Regie, flottem Drehbuch und einer glaubwürdig agierenden Darstellerriege eine höchst amüsante Unterhaltung bieten.
Do. 2.2., 19.30 Uhr & Sa. 4.2., 21.30 Uhr
Ausente
ARG 2011. R: Marco Berger. D: Javier De Pietro, Carlos Echevarría u.a. 91 Min. OmU. FSK: ab 16
Martin ist 16 und auf der Suche nach seiner sexuellen Identität. Die Avancen der Nachbarstochter will er nicht bemerken. Martins neugieriger Blick gilt vielmehr seinem Sportlehrer Sebastián. Unter Vorwänden schafft er es dann auch, eine Nacht in dessen Wohnzimmer zu verbringen. Ein einfühlsames Drama mit Thriller- Qualität und tollem Soundtrack, das als Bester Spielfilm mit dem TEDDY Award für Queer Cinema 2011 ausgezeichnet wurde.
Do. 2.2., 21.30 Uhr & Sa. 4.2., 19.30 Uhr
Beauty
ZAF 2011. R: Oliver Hermanus. D: Charlie Keegan, Deo Lotz u.a..105 Min. OmU. FSK: nicht vorgelegt (also ab 18)
François lebt im südafrikanischen Bloemfontein und ist weißer, Afrikaans-sprechender Familienvater Mitte 40. Das Gespür für das eigene Glück ist im Laufe der Jahre irgendwann, irgendwo auf der Strecke geblieben. François hat sich in seinem berechenbaren Leben derart häuslich eingerichtet, dass ihn eine zufälligschicksalhafte Begegnung völlig aus der Bahn zu werfen droht. Gewinner des QUEER PALM Award - Bester Spielfilm beim 64. Filmfestival in Cannes.
Fr. 3.2., 19.30 Uhr & Di. 7.2., 21.30 Uhr
Weekend
GBR 2011. R: Andrew Haigh. D: Tom Cullen, Chris New u.a 94 Min. OmU. FSK: ab 16
WEEKEND erzählt die Geschichte von Glen und Russell, die nach einem One-Night-Stand die Möglichkeit einer gemeinsamen Zukunft prüfen - doch dafür bleibt ihnen nur ein Wochenende. WEEKEND ist kein großes buntes Hollywoodwerk, der Film spielt in Nottingham und erzählt ganz beiläufig eine wundervolle Kino- Liebesgeschichte. Dass die beiden ein Männerpaar sind, ist nicht das wichtigste im Film, aber sehr schön.
Fr. 3.2., 21.30 Uhr & So. 5.2., 19.30 Uhr
Auf der Suche
DEU/FR 2011. R: Jan Krüger. D: Corinna Harfouch, Nico Rogner u.a. 88 Min. FSK: ab 6
Simon, ein junger deutscher Arzt, ist verschwunden. Seine Wohnung in Marseille, wo er zuletzt gearbeitet hat, ist verlassen. Seine Mutter Valerie ist verzweifelt und bittet Jens, den Ex-Lover von Simon, um Hilfe. Gemeinsam machen sie sich in der reizvollen französischen Hafenstadt auf die Suche und beginnen bald ihr eigenes Verhältnis zu Simon zu hinterfragen. Der ausgereifte dritte Spielfilm von Jan Krüger wurde erstmals im FORUM-Programm der Berlinale 2011 dem Publikum vorgestellt.
So. 5.2., 21.30 Uhr & Di. 7.2., 19.30 Uhr
Sascha
DEU 2010. R: Dennis Todorovic. D: Saŝa Keke, Tim Bergmann u.a. 102 Min. FSK: ab 12
Das Leben kann verdammt kompliziert sein! Erst recht, wenn man neunzehn ist, schwul und heimlich verliebt in seinen Klavierlehrer. Schwulsein in Köln ist eigentlich kein Problem, es sei denn, man hatte noch kein Coming-Out, blendet aus, dass der Schwarm nicht sehr vertrauenserweckend ist, wird von der Mutter als Konzertpianist und vom Vater für die Familienheimkehr nach Montenegro verplant. Kurzum: eine hinreißend-charmante Coming-Out- Multikulti-Komödie!
Mo. 6.2., 19.30 Uhr & Mi. 8.2., 21.30 Uhr
Notre Paradis
FR 2011. R: Gaël Morel. D: Stéphane Rideau, Dimitri Durdaine u.a. 100 Min. OmU. FSK: nicht vorgelegt
Vassili, ein alternder Strichjunge, findet einen bewußtlosen Mann im Wald von Boulogne. Er nimmt ihn mit zu sich nach Hause und pflegt ihn gesund. Bald werden die beiden ein Paar und klügeln einen Plan aus: Sie arbeiten zusammen und rauben Vassilis Kundschaft aus. Irgendwann haben sie zu viele Feinde in der Stadt, so dass nur noch die Flucht aus Paris möglich ist. Cinema Quadrat zeigt den Thriller vor Bundesstart in Mannheim.
Mo. 6.2., 21.30 Uhr & Mi. 8.2., 19.30 Uhr
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