Publikation: Abschlussbericht des Veranstalters Autor: Dr. Peter Bär
Zunächst waren wir etwas unsicher, ob wir an den großen Erfolg des letzten Jahres, als wir uns unter dem Thema „Orson Welles Revisited“ mit dem bis dato unbekannten Werk des großen Regisseurs beschäftigten und internationale Gäste in Mannheim begrüßen konnten, würden anknüpfen können. Der überwältigende Erfolg des diesjährigen, 18. Symposiums belehrte uns, dass unsere Befürchtungen unnötig waren.
Schon die erste Veranstaltung war überfüllt, im weiteren Verlauf mussten wir immer weitere Stühle in den Kinosaal stellen und kämpften wir mit der Überfüllung des Kinosaals, so nachhaltig war das Interesse des Publikums, das teilweise aus ganz Deutschland angereist war. Es kamen u.a. viele Teilnehmer aus Berlin und München, aber auch aus Flensburg oder aus Köln.
Eine Vielzahl der Teilnehmer war seitens den kooperierenden Verbänden rekrutiert worden, vor allen die Vertreter der kommunalen Kinos waren wieder zahlreicher vertreten. Vom bvkamera hatte sich neben anderen Kollegen auch der überwiegend in Hollywood arbeitende Kameramann Jost Vacano angesagt, der schon zweimal als Referent in Mannheim zu Gast war, nun aber aus Interesse am Thema privat anreiste und mit seinen Beiträgen die Diskussionen belebte.
Besonders erfreulich war der Zuspruch durch Vertreterinnen des BFS, die diesmal zahlreich zugegen waren. Beim Verband der deutschen Filmkritik hat es sich dagegen offensichtlich noch nicht herumgesprochen hat, dass es auf den Mannheimer Symposien Interessantes zu sehen und zu hören gibt.
Das Publikum war - der allgemeinen Stimmung nach, ebenso wie entsprechend den persönlichen Rückmeldungen an die Veranstalter – außerordentlich zufrieden. Es gab nahezu kaum Kritikpunkte und jeder sah sich durch die Referate oder durch die Vorführung der meist
unbekannten Filme bereichert. In den beiden Diskussionsrunden am Samstag und Sonntag beteiligte sich das Publikum rege und wurden die Themen der einzelnen Vorträge vertieft und miteinander verknüpft. Auch in den Pausen und zwischen den Vorträgen und bei den Empfängen gab es lebhafte Diskussion und einen angeregten Gedankenaustausch.
Das Programm war sehr voll, teilweise, weil die Referenten ihre Stofffülle nicht in der vorgegebenen Zeit bewältigen konnten, gab es gewisse zeitliche Verschiebungen in vertretbarem Rahmen. Kein einziges Mal murrte das Publikum, da es auch bei größeren Überziehungen aufmerksam den Referenten folgte.
Die Referate können vom Veranstalter nur schwer inhaltlich bewertet werden, nur soviel sei gesagt, dass die beiden Abendfilme „Augenlied“ und „De Zee die denkt“ in gleicher Weise begierig aufgenommen und ebenso als Entdeckungen gefeiert wurden, wie die anspruchsvollen Themen der Referenten. Da die Filmemacher beider Filme sich dem interessierten Publikum zur Diskussion stellten, ergaben sich am Anschluss an die Filme lange und bereichernde Diskussionen.
Von der Presse waren alle im Rhein Neckar Dreieck vertretenen Zeitungen: Mannheimer Morgen, Rheinpfalz und Rhein Neckar Zeitung vertreten, wobei die Journalisten teilweise dem gesamten Symposium folgten. Sie erfüllten mithin nicht nur ihren Job, sondern bekundeten konkret eigenes Interesse. Der Hessische Rundfunk (HR 2) berichtete am Montag und fragte in einem Interview nach einer Erkenntnis oder Schlussfolgerung.
Nahezu alle Teilnehmer verabschiedeten sich dankbar für das Gehörte und Erfahrene und zeigten sich neugierig bezüglich des noch offenen nächstjährigen Themas.
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